Misanthropenwald

Maulkorbzwang für Hundespräsident Christian Wuff, bitte!

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Danke, Linkspartei, dass ihr aktiv mitgeholfen habt, diesen Schaumschläger und Nichtsnutz zu unserem Präsidenten zu machen. Das wird jetzt noch fünf lange, lange Jahre so mit dem Algenknutscher weitergehen. Danke nochmal.

Dass der gute Katholik Christian inzwischen seine Mission gefunden hat, kann man auf SPON lesen. Diese hat nichts mit seiner offenkundigen Bestechlichkeit zu tun – der werte Herr Bundespräsident urlaubt auf Malle und Staatskosten, halt nein, er habe einen „angemessenen Preis“ für sein Kämmerlein im Prunkpalast bezahlt. Fragt sich nur: angemessen für ihn oder wirklich angemessen, aber das spielt letztendlich ja auch überhaupt keine Rolle, denn der feine Herr hat sein Lebtag ja nur Steuergeld eingestrichen, erst als MiniPrä von Fischkoppland, dann jetzt als BuPrä. Das bedeutet, egal wie man’s dreht und wendet, Christian verwirtschaftet Volksvermögen in Spanien, es sei denn, er wurde von der Wirtschaft so ordentlich vom Scheitel bis zur Sohle geschmiert, was auch nicht allzu überraschend wäre, schließlich kauft der Gauner auch mal ganz gerne Flugtickets für die Schweineklasse, um dann trotzdem Business-Class zu fliegen. Zurückbezahlen tut er nur, wenn er erwischt wird, da will niemand wissen, wie oft der Schlingel das schon vorher so gehandhabt hat.

Zurück zu Wulffs Auftrag. Christian Guckindieluft hat eine furchtbare Erkenntnis gehabt:

Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen – mehr als früher, und das kann so nicht bleiben

Häme, Spott und Misstrauen ggü. Politikern, wer macht denn sowas? Wir auf dem Misanthropenwald würden so etwas niemals tun, damit stehen wir mit Wulffs guten Namen. Hat der Traumtänzer denn in Hannover unter einem Stein gelebt, dass ihm das erst jetzt auffällt, dass mit Staatsfunktionären umgegangen wird, so wie sie’s verdienen?

Vielleicht ja, vielleicht auch nicht, vielleicht ist seine Aufmerksamkeitsspanne auch nur geradezu bedauernswert kurz. Geschockt und empört von diesem Zustand, der ihn als König von Niedersachsen noch gepflegt am spottbegleitetem Arsche vorbeizugehen schien, hat er sich nun die Annäherung zwischen den Politikern und den Bürgerinnen und Bürgern zur Aufgabe gemacht und offenbar hat sich der Deichbohrer dabei verschätzt:

Am meisten fällt mir auf, dass die Aufgabe noch viel größer ist, als ich befürchtete […]. Da ist wirklich viel zu tun, um die Gräben zu schließen, die es da gibt.

Stimmt und so ein unparteiischer Präsident wie du ist auch bestens dafür geeignet, denn Schuld sind natürlich nicht die Hämebegleiteten Duisburger Bürgermeister, die an ihren Stühlen kleben oder die verrückten Hetzer wie Koch, die dem Ruf des Geldes in die Wirtschaft folgen oder die Steinmeiers, die Rente mit 67, Hartz-IV und den ganzen Unfung tatsächlich als „sozial gerecht“ verunglimpfen oder machtgeile Marionetten, die sich als williges Werkzeug ins oberste Staatsamt hieven lassen, damit rücksichtslose Gernegroßkanzler ihre eigene Gesetzesunterschriftenmaschine besitzen. Nein, Schuld sind die doofen Bürger, das Blödvolk und das Stimmvieh, dieses ganze undankbare Geschmeiß eben, das dem Streichkonzert der Arschgeigen nicht artig applaudiert und sich die Gierschlünder partout nicht zum Vorbild nehmen will, die sich in den Zeiten der größten Wirtschaftskrise seit anno ’29 ihre eigenen Diäten erhöhten und sich wunderten, warum das auf negatives Echo jener stieß, denen man gerade den Geldsauger in die Brieftasche hakte.

Wir sollten aufhören, sagt Christian, Menschen, die politischer Ämter übernehmen wollen, als Karrieristen, die sie ja nunmal sind, zu verhöhnen.

Für dieses unser Land haben wir die Verantwortung; wir haben kein anderes Land, es ist unser Land, aus dem müssen wir gemeinsam etwas machen.

Was ist denn das für ein widerwärtiger Allgemeinplatz, „wir haben kein anderes Land“, aber wir hatten mal ein anderes Land, das man als Testgebiet hätte benutzen können und das wurde 1990 abgeschafft. Und überhaupt, wer ist denn mit „wir“ gemeint ist. „Wir“, das Volk oder „wir“, die Politiker? Vermutlich meint Christian letzteres, wenn Treffen der elitären Kaste mit dem Pöbel schon von SPON extra hervorgehoben werden müssen:

Die Gelegenheit, um mehr Verständnis zu werben, hat Wulff am Freitagabend. Dann nimmt er mit rund 1500 Bürgern aus ganz Deutschland vor dem Brandenburger Tor in Berlin an der dritten „Tafel der Demokratie“ teil.

Seine Durchlaucht begibt sich hinab und speist mit den Plebejern, welch Ehre.
Bei solchen Dingen, bei solchen Aussagen und so viel himmelschreiendem Blödsinn frage ich mich manchmal, was Christian Klar im Moment eigentlich so macht.

Das doppelt-gezwungene Wortspiel in der Überschrift bitte ich übrigens zu entschuldigen.

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Written by Quax

20. August 2010 um 17:23

Veröffentlicht in Polemik, Politik

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