Misanthropenwald

Archive for November 2010

Westerwelle schlägt zurück

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Wikileaks veröffentlichte hunderttausende geheime US-Diplomatenbriefe, in denen die deutsche Regierung nicht gut wegkommt. Außenminister Westerwelle wird als aggressiver, eitler Selbstdarsteller bezeichnet, was dieser nicht auf sich sitzen lässt. Aus Rache veröffentlicht der aggressive, eitle Selbstdarsteller nun diplomatische Noten des deutschen Botschafters – um zu zeigen, was die so von den Amis halten! Dem Misanthropenwald liegen diese brisanten Dokumente vor. Die Namen derer, denen durch die Veröffentlichung Gefahr für Leib und Leben droht, wurden unkenntlich gemacht.

XXXXXXXXXXXXXXXWASHINGTONXXXXXXXXXXXXXXX
SIEBENUNDZWANZIGSTER_MAERZ_ZWEITAUSENZEHN
BOTSCH.: DR. H. MUELLER AN: DR. G. WESTERWELLE, AA
XXVORG. 20034//17 DIPLOM. DATENK. 669 DOK. 1(89)XX

////Gestern mit H. Clinton essen gewesen. Furchtbare Frau m
it noch furchtbarerer Frisur. Dicker New-York-Akzent, schwer
er zu verstehen als das Englisch von EU-Kommissar ¤¤¤¤¤¤¤¤ ¤
¤¤¤¤¤¤¤¤ oder das von Ihnen, Herr ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤. Hatte haesslic
hes Kleid an (Fr. Clinton, nicht ich!), unertraegliche Farbe. Apr
opos Farbe, heute Morgen diplomatischer Empfang im Weißen
Haus. US-Praesident ¤¤¤¤¤ sehr freundlich und zuvorkommend.
Machte Witze ueber Bundeskanzlerin ¤¤¤¤¤¤, was haben wir Di
plomaten gelacht! Habe Megagag über Entwicklungshilfeminist
er ¤¤¤¤¤¤ gebracht, die Oberarme der Praesidentengattin habe
n geschlackert vor Lachen. Können stolz auf den Nichtsnutz se
in, sagte Vizepraesident Biden. Dann großes Diplomatenratesp
iel, wessen Regierungschef als erster abgewählt wird. Frau Bun
deskanzlerin war Favoritin. Amis sind ja so kulturlos! Sowas ha
ett’s bei uns nie gegeben! Restliches Kabinett von Praesident ¤¤
¤¤¤¤ ¤¤¤¤¤ chaotischer Haufen, undiszipliniert und proletenha
ft. Fuehle mich wie auf FDP-Parteitag. Kopf vom US-Finanzmin
ister sieht aus wie eine große rote Melone! Ist bestimmt leer inn
endrin und rechnen soll er auch nicht koennen. Neuer Verteidi
gungsminister ist aehnlich dumm wie unserer, aber nicht so bl
oed wie der ¤¤¤¤¤¤¤ oder der ¤¤¤¤¤¤¤¤¤ oder der ¤¤¤¤¤¤¤¤ od
er die ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤-¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ oder die ¤¤¤ ¤¤¤ ¤¤¤¤¤ ode
r die ¤¤¤¤¤¤¤¤¤, die fueher mal so hieß wie unser Bundespraesi
dent, naemlich ¤¤¤¤¤¤¤. Sind eigentlich alles doofe Pfeifen, hue
ben wie drueben. Sollten mit denen ganz gut klar kommen. Fre
ue mich auf Ihren ersten Staatsbesuch hier, Herr ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤.
Wenn Sie hier sind, achten sie auf den mit den kleinen Augen, i
ch glaube, der klaut.XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

ENDE DOK. 1(89) UEBERTR. 03:17 MEZ. WASHINGTON-BERLIN
//GEH. VERSCHLUSSSACHE | AA DIPL. NOTE 28875TTZ1410\\

Written by Quax

29. November 2010 at 21:22

Veröffentlicht in Satire

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ER IST FÜRST!

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Verdammte Scheiße, SPON! Du bist weder die Bunte noch Gala oder Welt der Frau, man kann ja wohl ein klitzekleines winziges bisschen Recherchearbeit von dir verlangen, wo du dich schon hochtrabend „Nachrichtenmagazin“ nennst! Nur weil’s Sonntag ist, heißt das nicht, dass komplett ahnungslose Berufstrottel Artikel zu Themen schreiben dürfen, von denen sie keine Ahnung haben!

In einem Artikel über das englische Königshaus klärst du, SPON, deine Leser darüber auf, dass der Pöbel auf der Insel nichts zu sagen hat. Der würde sehr gerne die Nummer zwei in der Thronfolge, nämlich Prinz William, als nächsten König sehen und nicht dessen Vater Charles. William hingegen möchte, dass sein Vater König wird, weil das nunmal so Brauch ist. Da beziehst du, SPON!, dich auf den Sunday Telegraph, in dem folgender Satz steht:

There is no question in Prince William’s mind that the Prince of Wales will be the next monarch.

So weit so richtig. Diesen Satz nahmst du, SPON verdammt!, jetzt und übersetztest ihn wohl mit der Google-Übersetzungmaschine und kamst am Ende auf folgendes Ergebnis:

Für die 28-jährige Nummer zwei der britischen Thronfolge stehe es „außer Frage, dass der Prinz von Wales der nächste Monarch sein wird“

GRAWLBRGHWHLLBRGHWLBRAH!

PRINZ VON WALES? SPOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOON!

Eine kleine Einführung in die Welt des Lateinischen. Das Wort „Princeps“ bedeutet wörtlich übersetzt ARD „der Erste“. Das deutsche Wort „Prinz“ und das englische Wort „Prince“ leiten sich von „Princeps“ ab, weil sowohl der Prinz als auch sein englisches Pendant den Ersten in der Thronfolge bezeichnet. Klarsoweit? Klarsoweit. Schlichte Gemüter, wie jene, die bei SPON ihr Dasein fristen, werden jetzt sagen: „Der Charles is‘ Prince of Wales un‘ is‘ Thronfolger, also alles rischtig gemacht“, aber solche Leute mögen doch bitte nun anfangen, rohe Toastscheiben mit einer Heißklebepistole an ihrer Stirn zu befestigen.

Bezieht sich „Princeps“ auf den ersten Mann, also den Herrscher, eines – Achtung! – Fürstentums, dann heißt „Princeps“ nicht „Prinz“, SPON du Versager!, sondern „Fürst“. „Fürst“ klingt wie „First“, was englisch für „Erster“ ist. The Fürst is the first in his Firstentum Fürstentum.

Nun ist der Herrscher, und nun volle Aufmerksamkeit, SPON!, von Wales kein schnöder Prinz, – weil Wales sich kein richtiges Oberhaupt leisten kann oder was? – sondern Fürst. Prinz [sic!] Charles ist Fürst von Wales, nicht Prinz!

Ihr dämlichen, ascheschniefenden Wurstsoldaten im Prinzentum SPIEGEL ONLINE!

Written by Quax

28. November 2010 at 14:59

Renversement des Alliances

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Sarah Palin ist die konservative Hoffnung der Reaktionären in den USA. Seit dem sie vor zwei Jahren von John McCain zur Vizepräsidentin vorgeschlagen worden war, erregt sie mit ihrem grandiosen Sachverstand Aufmerksamkeit, zum Beispiel, als sie sagte, dass sie auch außenpolitisch was drauf hätte, weil sie von ihrem Haus in Alaska aus Russland sehen könne.

Nun hat sie einen bahnbrechenden Vorschlag gemacht, wie man den Koreakonflikt lösen könnte. Das ist so genial, das nur so ein weiblicher Wulff auf eine solche Idee kommen kann! In einem Interview über sicherheitspolitische Bedenken äußerte sie sich so:

This speaks to a bigger picture here that certainly scares me in terms of our national security policy. But obviously we’ve gotta stand with our North Korean allies.

Yes, it is. Die Vereinigten Staaten von Amerika müssen geschlossen hinter ihrem nordkoreanischen Verbündeten stehen. Genial, damit hätte niemand gerechnet!

Gut, vielleicht ist es aber auch einfach zu viel verlangt, solche Kleinigkeiten zu wissen, wenn man erst vor kurzer Zeit über den Ersten und Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg wenigstens irgendwas gelernt hat. Und wenn man dann noch nicht einmal weiß, dass oder warum es ein Nord- und ein Südkorea gibt, dann kann man schon mal vergessen, welches blöde Land man unterstützt. Ja, wenn so viele Länder zur Achse des Bösen gehören, dann ist doch klar, dass man mal den Überblick verliert!

(Quelle)

Written by Quax

26. November 2010 at 20:16

Veröffentlicht in Politik

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Um die Meldungen schonmal vorweg zu nehmen

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Am kommenden Wochenende ist es endlich wieder so weit, der Winter kommt und schlabbert sein weißes Gut auf das Land hinab. Selbst hier, wo sich der Neckar gewaltsam in den Rhein zwängt, fusselte die weiße Pracht vereinzelt schon hernieder. Ab morgen soll es mehr werden – und folgendes wird dann kommen:

SCHNEECHAOS AUF DEUTSCHLANDS STRASSEN!

oder

HORROR-WINTER HAT KÄLTE-DEUTSCHLAND IM WÜRGE-GRIFF!

Vielleicht aber auch

WINTER-WELLE ÜBERRASCHT DEUTSCH-LAND

bzw. in der nächsten Ausgabe des FOCUS:

SCHNEE – WIE ER ENTSTEHT, WOHER ER KOMMT

Alle Jahre wieder ist der momentane Winter der schlimmste seit Kriegsende und allerortens wird geschlagzeilt, wie apokalyptisch das fluffig gefrorene Wasser doch ist oder noch werden wird. Und überall Bilder von eingeschneiten Autos, die auf Autobahnen im Stau stehen und/oder in andere Autos gerutscht sind. Bilder von Menschen, die ihre Einfahrt freischaufeln und von großen orangenen Lastern, die das Streusalz verteilen. Grotesk kalte, himalayaische Minusgrade, womöglich Rekordtemperaturen werden gemessen. Im Fernsehen kommt dann der Normalbürger zu Wort, wie er denn Schnee so findet. Entweder toll oder nicht toll oder zu kalt. Und was man bei so einem Wetter macht, wird er auch gefragt. Da kann man dann spazieren, einkaufen, billig Sommerreifen erwerben, aufdringlichen Kamerateams auf die zwölf geben, Schlitten fahren, Eis essen oder nicht vor die Tür gehen. Zum Abschluss gibt’s dann Aufnahmen von denen, die Spaß an der winterlichen Pracht haben. Kleine Kinder bauen einen Schneemann, fahren Schlitten oder machen eine Schneeballschlacht, am besten aber alles gleichzeitig.

Written by Quax

26. November 2010 at 18:44

Raue Zeiten, in denen wir leben

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Blättert und zappt und klickt und querliest man in den Medien so rum, dann weiß man: ich kann man morgen schon aufwachen und dabei tot sein! Darüber sind sich alle einig, nur die Gründe können unterschiedlich sein. Es gibt nämlich zwei Topkandidaten, die sind heiße Anwärter auf die Katastrofe des Jahres 2010.

Alle könnten wir zu staub zerfallen. Nicht weil’s dem Herrgott gerade so beliebt, sondern weil Korea. Da ganz rechts an der Welt geht die Luzi ab, da brennt die Hütte. Sprichwörtlich und bildlich. Nordkoreanische Artillerie ebnete vor einigen Tagen eine südkoreanische Insel ein. Daaaaas war unter Umständen keine allzu gute Idee, wir werden sehen. Wenn beide Seiten vernünftig bleiben, dann passiert vielleicht nichts. Auf der anderen Seite haben wir Nordkorea und seine Heiligkeit Kim Jong ll. Er ist der Sohn von Kim Jong I. Er ist vermutlich totkrank und/oder tot und hat damit bereits jenen Zustand erreicht, der uns noch bevorsteht.

Wie dem auch sei, in Pjöngjang rappelt der Karton, man lässt die Muskeln spielen. Die Märkte, die im Moment gegen Spanien, Portugal und Italien spekulieren, lassen schon Wetten laufen, ob Nord- oder Südkorea den Jahreswechsel noch erleben wird. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnte uns eine fehlgeleitete, mit Atomen aufmunitionierte Rakete von den Weihnachtsmärkten pusten. Beten wir, dass es so weit nicht kommt.

Doch zu wem beten! Welcher Gott ist der richtige! Alle glauben, die Antwort zu wissen. Zum Beispiel Islamisten. Mit dieser Ellipse wäre die Überleitung zum zweiten potentiellen Sterbegrund geschafft. Der Terrorismus steht ja vor den Türen unserer Flughäfen und Bahnhöfe, gemeinsam mit dicken, beschusswesteten Maschinengewehrpolizisten, die eine klare Botschaft ausstrahlen: Wenn wir einen Selbstmordterroristen sehen, ballern wir ihm den Sprengstoff vom Leib.

Vielleicht wird’s auch kein Selbstmordattentäter, der via Autoentleibung sich und seine Umgebung einäschert, sondern ein ordinärer Kofferbomber. Und mit etwas Glück werden das ähnlich hochwertige Sprengsätze wie das Billigzeug, was aus Namibia gekommen wäre, wenn’s nicht eine Attrappe gewesen wär‘.

Wie wahrscheinlich ist nun was? Dass Nordkorea überhaupt Raketen hat, die bis nach Deutschland fliegen können, es sei denn, das nördlichere Korea besetzt Polen. Aber das wäre historisch gesehen nicht deren Bier. Also Korea eher mehr so nein.

Terror an Bahnhöfen und Flughäfen. Viel Polizei. Wenn ich Terrorist wäre, was ich nicht bin, also kein Grund, diesen Blog in die Vorratsdatenbankspeicherung einzubeziehen, also wenn ich einer davon wäre, würde ich doch keine Bahnhöfe sprengen (außer den von Stuttgart vielleicht, aber das erledigt der Staat ja schon), sondern Autobahnen. Das würde den Deutschen doch viel mehr treffen! Deswegen fordere ich: Mehr bewaffnete Polizisten auf Deutschlands Autobahnen!

Written by Quax

25. November 2010 at 21:53

Veröffentlicht in Politik

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Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche

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Frei und frisch von der Leber weg nach F.K. Waechter. Worum geht’s heute? Katholen und Evangelen. Schon wieder? Misanthropenwald, ein Watchblog für die Ultramontanen. Aber was soll man machen, wenn weder Westerwelle noch Merkel noch – und ganz besonders – Wulff so gar nichts doofes machen!

Der Theologe David Berger behauptet, dass ein großer Teil der katholischen Kleriker schwul sei. Wenig verwunderlich, bei Männern, die nur von anderen Männern umgeben sind, die Schmuck und lange Kleidchen tragen. Berger, selber schwul, behauptet, dass die Katholen wegen ihrer Schwulität so extrem gegen Schwule hetzen – gegen andere gerichteter Selbsthass, sozusagen. Bei seiner Arbeit für eine katholische Zeitung wurde Berger mit schöner Regelmäßigkeit überwacht, bestimmte Begriffe durfte er nicht verwenden, denn sie seien zu neutral. Das Wort „Lebensgefährte“ beispielsweise, ist bei Heteropaaren durchaus gebräuchlich, den bösen Schwulen hingegen muss es „Unzuchtpartner“ heißen. Da zeigt sich, was die Katholenzensur für ein humorloser Haufen ist. Wenn schon gegen Schwule hetzen, dann doch bitte richtig und mit kompromittierenden Begriffen, wie „Buttbuddy“ oder wasweißichnochwas, aber doch nicht „Unzuchtpartner“! Ebenso ist „Homosexuell“ noch viel zu gut für die blöden Schwuchteln, deswegen nutzt man „widernatürliche Unzucht“. So versteift schreibt man, wenn man einen Stock im Arsch hat (Witz nicht beabsichtigt), aber doch nicht, wenn man einen moralischen Diskurs führen will – den man ohnehin schon verloren hat, wenn man ernsthaft gegen Homosexualität agitieren will, was soll denn das. Immerhin muss sich die hl. Mutter Kirche nicht vorwerfen lassen, sie habe keine Ahnung von dem, was sie da erzähle und kenne sich nicht mit Homosexualität widernatürlicher Unzucht aus. Doppelt hält nunmal alles besser, auch Moral.

Aber eine gute Meldung aus dem Vatikan gibt’s: Der Papst sieht das mit den Kondomen nicht mehr so eng!

Dass Doppelmoral kein Luxusproblem der ultramontanen Schwulenfeinde ist, zeigt der evangelikale Pfaffe Cedric Miller. Er predigte öffentlich gegen den Tempel der Generation @, nämlich Facebook. Seine Gemeindeschäfchen solle man das Gesichtsbuch verbieten, weil der kröperliche Kontakt dadurch gefördert werde. Weil Männlein und Weiblein via Facebook Kontakt aufnähmen, sich träfen und dann völlig naturgemäße Zucht durchführen könnten. Eine Horrorvorstellung, hoffentlich weiß Mark Zuckerberg davon! Deswegen muss Facebook raus aus Cedrics Gemeinde. Das wäre ein hehres Ziel und hätte ansich nichts mit Doppelmoral zu tun – wenn der Herr Pastor sich nicht nach jedem Sonntagsgottesdienst mit anderen Menschen zum allgemeinen Rudelbums zusammengefunden hätte.

(Quel le)

Written by Quax

21. November 2010 at 14:46

Veröffentlicht in Mischwald

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Was tun, wenn Terroristen?

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Der Terrorismus, der schon die USA, Großbritannien und Spanien erfolgreich bedroht hat, kommt nun auch zu uns. Glauben besonders pessimistische Zeitgenossen. Da wäre es nun an der Zeit, in heillose Panik zu verfallen, aber bisher hält sich das alles in Grenzen, wenn man das mal mit der Hysterie um die Schweinegrippe vom letzten Jahr vergleicht. Es sind also alle zurückhaltend und mit gebührender Vorsicht unterwegs?

Nein, natürlich. Irgendjemand muss dem gemeinem Deutschen ja Hilfestellung tun, was er denn gegen Terrorismus tun kann. Diese dankbare Aufgabe übernahm der Innensenilor Berlins, Erhart Körting. Er hat einen genialen Tipp an alle Hobbystaatsbürger gegeben, wie auch die kleine Hausfrau von nebenan sich gegen den bösen Terroristen zur Wehr setzen kann. Folgendes schlug Genie Körting vor:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.

Seltsam aussehende, womöglich etwas müffelnde Menschen, die nur eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen. Am besten gleich anzeigen! Man kann ja nie wissen, was die Muftis da zu dritt so planen, wenn sie sich immer abschotten und irrwitziges Ausländisch sprechen. Dann klappt’s auch mit der Integration.

SPON kritisiert Körtings Hilfestellung wider dem Terrorismus, denn das, was er da sage, sei nicht zutreffend auf die neuste Generation von Terroristen in Deutschland:

Einige der zuletzt gefassten Terroristen, die in Deutschland Bomben zünden wollten, haben geschwäbelt. Einige der Terrorverdächtigen, die sich derzeit in Terrorcamps in Waziristan aufhalten und als mögliche Attentäter gelten, berlinern.

 Schwaben und Berliner. Wer sonst, wenn nicht diese beiden Volksstämme, passen denn auf die Beschreibung des seltsam aussehenden Trios, das eine unverständliche Fremdsprache spricht und kackunfreundlich ist?

Da sollte man schonmal die Behörden informieren. Und dieses schwäbische Terroristengesindel vom Stuttgarter Bahnhof fernhalten.

Written by Quax

20. November 2010 at 15:09

Veröffentlicht in Politik

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