Misanthropenwald

Was tun, wenn Terroristen?

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Der Terrorismus, der schon die USA, Großbritannien und Spanien erfolgreich bedroht hat, kommt nun auch zu uns. Glauben besonders pessimistische Zeitgenossen. Da wäre es nun an der Zeit, in heillose Panik zu verfallen, aber bisher hält sich das alles in Grenzen, wenn man das mal mit der Hysterie um die Schweinegrippe vom letzten Jahr vergleicht. Es sind also alle zurückhaltend und mit gebührender Vorsicht unterwegs?

Nein, natürlich. Irgendjemand muss dem gemeinem Deutschen ja Hilfestellung tun, was er denn gegen Terrorismus tun kann. Diese dankbare Aufgabe übernahm der Innensenilor Berlins, Erhart Körting. Er hat einen genialen Tipp an alle Hobbystaatsbürger gegeben, wie auch die kleine Hausfrau von nebenan sich gegen den bösen Terroristen zur Wehr setzen kann. Folgendes schlug Genie Körting vor:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.

Seltsam aussehende, womöglich etwas müffelnde Menschen, die nur eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen. Am besten gleich anzeigen! Man kann ja nie wissen, was die Muftis da zu dritt so planen, wenn sie sich immer abschotten und irrwitziges Ausländisch sprechen. Dann klappt’s auch mit der Integration.

SPON kritisiert Körtings Hilfestellung wider dem Terrorismus, denn das, was er da sage, sei nicht zutreffend auf die neuste Generation von Terroristen in Deutschland:

Einige der zuletzt gefassten Terroristen, die in Deutschland Bomben zünden wollten, haben geschwäbelt. Einige der Terrorverdächtigen, die sich derzeit in Terrorcamps in Waziristan aufhalten und als mögliche Attentäter gelten, berlinern.

 Schwaben und Berliner. Wer sonst, wenn nicht diese beiden Volksstämme, passen denn auf die Beschreibung des seltsam aussehenden Trios, das eine unverständliche Fremdsprache spricht und kackunfreundlich ist?

Da sollte man schonmal die Behörden informieren. Und dieses schwäbische Terroristengesindel vom Stuttgarter Bahnhof fernhalten.

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Written by Quax

20. November 2010 um 15:09

Veröffentlicht in Politik

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2 Antworten

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  1. So jetzt ist es soweit. Der Terror erreicht uns. Das Terror Netzwerk al Qaida plant nach einem „Spiegel“-Bericht möglicherweise einen Anschlag auf den Berliner Reichstag. Dabei wollten sie offenbar Geiseln nehmen und mit Schusswaffen ein Blutbad anrichten. Ich will nicht hoffen, dass die Politiker das nutzen, um unsere bürgerlichen Freiheite noch weiter einzuschränken, wie z.B. die Einführung der Vorratsdatenspeicherung, etc.

    buch leser

    20. November 2010 at 15:24

  2. was für ein grandioser tipp!

    demnach könnte ich alle meine nachbar anzeigen, demnach würde ich mich selber anzeigen!!

    noart

    22. November 2010 at 23:05


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