Misanthropenwald

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche

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Frei und frisch von der Leber weg nach F.K. Waechter. Worum geht’s heute? Katholen und Evangelen. Schon wieder? Misanthropenwald, ein Watchblog für die Ultramontanen. Aber was soll man machen, wenn weder Westerwelle noch Merkel noch – und ganz besonders – Wulff so gar nichts doofes machen!

Der Theologe David Berger behauptet, dass ein großer Teil der katholischen Kleriker schwul sei. Wenig verwunderlich, bei Männern, die nur von anderen Männern umgeben sind, die Schmuck und lange Kleidchen tragen. Berger, selber schwul, behauptet, dass die Katholen wegen ihrer Schwulität so extrem gegen Schwule hetzen – gegen andere gerichteter Selbsthass, sozusagen. Bei seiner Arbeit für eine katholische Zeitung wurde Berger mit schöner Regelmäßigkeit überwacht, bestimmte Begriffe durfte er nicht verwenden, denn sie seien zu neutral. Das Wort „Lebensgefährte“ beispielsweise, ist bei Heteropaaren durchaus gebräuchlich, den bösen Schwulen hingegen muss es „Unzuchtpartner“ heißen. Da zeigt sich, was die Katholenzensur für ein humorloser Haufen ist. Wenn schon gegen Schwule hetzen, dann doch bitte richtig und mit kompromittierenden Begriffen, wie „Buttbuddy“ oder wasweißichnochwas, aber doch nicht „Unzuchtpartner“! Ebenso ist „Homosexuell“ noch viel zu gut für die blöden Schwuchteln, deswegen nutzt man „widernatürliche Unzucht“. So versteift schreibt man, wenn man einen Stock im Arsch hat (Witz nicht beabsichtigt), aber doch nicht, wenn man einen moralischen Diskurs führen will – den man ohnehin schon verloren hat, wenn man ernsthaft gegen Homosexualität agitieren will, was soll denn das. Immerhin muss sich die hl. Mutter Kirche nicht vorwerfen lassen, sie habe keine Ahnung von dem, was sie da erzähle und kenne sich nicht mit Homosexualität widernatürlicher Unzucht aus. Doppelt hält nunmal alles besser, auch Moral.

Aber eine gute Meldung aus dem Vatikan gibt’s: Der Papst sieht das mit den Kondomen nicht mehr so eng!

Dass Doppelmoral kein Luxusproblem der ultramontanen Schwulenfeinde ist, zeigt der evangelikale Pfaffe Cedric Miller. Er predigte öffentlich gegen den Tempel der Generation @, nämlich Facebook. Seine Gemeindeschäfchen solle man das Gesichtsbuch verbieten, weil der kröperliche Kontakt dadurch gefördert werde. Weil Männlein und Weiblein via Facebook Kontakt aufnähmen, sich träfen und dann völlig naturgemäße Zucht durchführen könnten. Eine Horrorvorstellung, hoffentlich weiß Mark Zuckerberg davon! Deswegen muss Facebook raus aus Cedrics Gemeinde. Das wäre ein hehres Ziel und hätte ansich nichts mit Doppelmoral zu tun – wenn der Herr Pastor sich nicht nach jedem Sonntagsgottesdienst mit anderen Menschen zum allgemeinen Rudelbums zusammengefunden hätte.

(Quel le)
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Written by Quax

21. November 2010 um 14:46

Veröffentlicht in Mischwald

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