Misanthropenwald

Türchen Nummer neun

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Weihnachten, da denkt man an die Kinder. Toll ist es, wenn man ganz viele Kinder hat, denn dann bekommt man auch was vom Staat. Viel Kindergeld, und potentiell auch Rente. Und mit jedem siebten Kind kommt auch Post von Christian Wulff.

Öffnen wir mit einem Zirpen also Türchen Nummer neun!

Christian kann von Glück reden, dass gerade (obacht, Wort mir nur zwei Tezett)  Adventztzeit ist und wir hier einen Adventskalender ham‘. Ansonsten gäb’s so dolle Überschriften, wie „Wulff unterstützt Neonazis“ oder andere Späße gleichen Formats. Aber der Reihe nach.

In jedem siebten Ei ist ein Figürchen mit dabei. Aus leidlicher, eigener Erfahrung der letzten Wochen weiß ich, dass das nicht stimmt; es ist öfters. Aber es geht hier nicht um Eier, sondern um das, was aus den Eier wird: menschliche Kinder. Für jedes siebte Kind bekommt man die Patenschaft vom Bundespräsidenten. Also, das Kind bekommt die Patenschaft. Patenschaft für’s siebte Balg vom BuPrä, früher gab’s für sowas doch noch das Mutterkreuz (Tusch).

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nun eine Familie mit sieben Kindern. Wir können nun also mit Fug und Recht behaupten, dass mindestens neun Menschen in Meckpomm leben (naja, „leben“). Nun begibt es sich so, dass die Familie politisch so eher rechts stehen soll. Das ist natürlich eine tolle Sache, dass Wulff den rechten Nachwuchs fördert, wo er nur kann, aber so will es nunmal das Gesetz. Jeder siebte Spross bekommt ein Blatt Papier mit BuPräSignatur.

Das ganze hätte relativ geräuschlos über die Bühne gehen können, aber der Bürgermeister der (einzigen) Stadt in MeckPomm spielte nicht mit. Er will die Urkunde seines Chefs nicht an die völkische Familie weitergeben. Soweit, so gewöhnlich, denn der Bürgermeister ist in der Linkspartei und sieht sich nicht als verlängerter Arm vom Wulff. Oder aber er lässt sich als Ossi nüschts von so’nem Wessi erzählen.

Auch das wäre ja alles kein Problem gewesen, denn Wulff geht’s doch links und rechts am Arsch vorbei, was mit dem Wisch für den Pöbel passiert. Nun begibt sich der Herr Bundespräsident demnächst in das dunkelste Bundesland der Republik und spricht da und eröffnet einen Baumarkt oder wasweißich was er da macht, ist mir doch egal, mich fragt ja niemand. Was er auf jedsten nicht tut, ist die Causa Kindurkunde lösen. Wäre auch albern, wenn Christian in einem kontroversen Konflikt eine Entscheidung treffen müsste. Das hat man davon, so eine gesichtslose Tomate zum Staatsoberhaupt erkürt zu haben.

Mit Joachim hätt’s das nicht gegeben!

(il Quelle)
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Written by Quax

9. Dezember 2010 um 00:01

Veröffentlicht in Adventskalender

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