Misanthropenwald

Im Felde unbesiegt

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Was ist da eigentlich bei unseren Soldaten los? Wo sind sie hin, preußische Ordnung und Disziplin? Da muss man ja fast ernsthaft um seine Sichrheit fürchten, wenn das die Männer sind, die dafür sorgen sollen, dass uns der Däne mit seinen Drachenbooten nicht mal brandschatzend besuchen kommt.

In Afghanistan ereignete sich ein Unfall. Ein Soldat habe sich beim Waffeputzen versehentlich selbst erschossen. Hieß es zunächst, aber jetzt heißt es anders. Jetzt heisst es, beim allgemeinen Funzelreinigen habe ein Stubenkamerad des Gefallenen mit einer Pistole herumgefuchtelt haben und dabei versehentlich jemanden erschossen. Spielerischer Umgang mit der Dienstwaffe und diese dann anderen ins Gesicht halten und abdrücken – ja wird den Soldaten denn nicht einmal beigebrachten, dass man mit Waffen nicht herumspielt, schon gar nicht, wenn sie geladen sind? Sind das die berühmten Sekundärtugenden, derer unsere Soldaten auf der ganzen Welt bekannt sind? So kann man doch nicht meine Sicherheit am Hindukusch verteidigen!

Und nicht nur im Heer scheint’s drunter und drüber zu gehen, auch bei der Marine schlagen die Meldungen hohe Wellen. Vor ein paar Wochen stürtze eine Rekrutin von einem Mast der Gorch Fock und starb, was mich als Seemannslaien zu der Frage bringt, ob die Klettermatrosen denn nicht gesichert werden, durch Seile und Karabinerhaken und ähnliches Zeug – offensichtlich ja nicht. Das wäre schon schlimm genug, doch was müssen meine salzgegerbten Augen da lesen? Bei unserer stolzen Marine, die einst der gewaltigen Armada Großbritanniens im Skagerrak ein gelungenes Unentschieden abtrotzte, gab es eine Meuterei? Meuterei? Auf der Gorch Fock? Das ist doch nicht die Bounty! Da rotiert der Kaiser doch im Grabe umher, wenn seine stolze Hochseeflotte anfängt wild in der Gegend herumzumeutern! Und wo ist die Gorch Fock nun? Auf den Weg nach Argentinien! Wäre nicht das erste Mal, dass deutsche Soldaten sich nach Südamerika absetzen.

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Written by Quax

20. Januar 2011 um 18:54

Veröffentlicht in Politik

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Eine Antwort

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  1. Inzwischen dementierte zu Guttenberg, dass die neue Gefechtmedallie posthum auch nach einem Gefecht unter friendly fire verliehen würde. Die Soldaten hätten sich gegenseitig tapfer geschlagen, aber zur Auszeichnung sei das Sterben unter Feindeinwirkung eine unerläßliche Bedingung. Auch das Einschleichen des hinterhälitgen Feindes, vornhemlich Terroristen und Tabliban, in die eigenen Reihen hielt er für reine Spekulation: Die Aufklärungabteilung der BW über den Briefverkehr an die Heimatfront habe dafür keine Indizien gefunden. Über verloren gegangene Briefe könne und dürfe aber auch sie keine Angaben machen. Zur Ursache, Lage und Lösungsansätzen der krieselnden Bundeswehr verwies der Veteidiungsminister schließlich auf das Kürzel:MAD.

    Juliane

    21. Januar 2011 at 00:59


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