Misanthropenwald

Von Ägypten lernen heißt siegen lernen

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Soeben vernimmt man auf SPON, dass Mubarak seinen Hut genommen hat und zurückgetreten ist. Druck des Volkes und so. Da freut sich der Ägypter und der Westen leidet.

Zum einen, weil wir (d.h. der Westen) jetzt einen treuen Verbündeten verliert und sich jeder nun auf das Herumgeheuchel aller westlichen Regierungschefs freuen darf, dass nun gottseidank der böse Diktator weg ist, der vor ein paar Monaten unser dickster Kumpel war. So ist das im Leben.

Während das emsige Pyramidenvolk mit Dauerdemos den eigenen Staatschef aus dem Amt jagt, schaffen’s die Schwaben nicht mal, einen Bahnhof zu bauen. Und nicht nur das kriegen wir nicht hin, wir dulden sogar so einen wie Wulff (!) und Merkel haben wir sogar wiedergewählt (von Westerwelle ganz zu schweigen). Und geht bei uns jemand gegen Wulff auf die Straße? Nein! Aber im Internet rumjammern, das können wir! Wir sollten mehr ägyptisch werden, uns Pyramiden in Mecklenburg-Vorpommern bauen. Da stören sie niemanden.

Also, Ägypten. Vielleicht wird euer Beispiel Schule machen. Oben bleiben!

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Written by Quax

11. Februar 2011 um 17:24

Veröffentlicht in Politik

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2 Antworten

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  1. Da darf ich jetzt aber mal dran erinnern, dass letztes Jahr für uns auch ein Revolutionsjahr war, schließlich haben da gefühlt 100 Ministerpräsidenten/ Präsidenten.
    Außerdem haben wir unsere Revolutionen auch schon gehabt – drei an der Zahl (mindestens) in den letzten über 150 Jahren und damit führen wir jetzt gegen Ägypten immer noch mit 3:1.
    Weiterhin klingt der Eintrag schon sehr jammervoll übber ‚die da oben‘, die ja so schlimm sind.
    Schließlich noch zu Pyramiden in Mecklenburg: ich glaube eher wir müssen den neuen Machthabeern in Ägypten ein Willkommensgeschenk machen, um uns bei denen lieb Kind machen zu können, wie wärs mit der Nofretete.
    Andererseits könnten wir auch fordern, dass uns der Herr Mubarak ein Geschenk mitbringt, wenn er bald in Baden-Baden auf Kur geht. Ich denke da an so ne läppische Goldmaske oder er zeigt dem Mappus mal was ein Diktator ist und gibt seinem neuen Landesvater Tipps zur Wiederwahl.
    Und jetzt wirklich zum Schluss noch einmal ein Lob an das ägyptische Volk: denn Deutschland lehrt, daqss man für eine erfolgreiche Revolution ein einprägmes Daten braucht und mit 11.02.2011 ist das gelungen. Ein echt Klasse Palindrom – wäre interessant zu sehen wie viele jetzt gogglen was das ist ;-)

    Klugscheißer

    11. Februar 2011 at 17:40

    • Dann haben wir ja dieses Jahr schon wieder ein Revolutionsjahr, das Superwahlrevolutionsjahr.
      Was unsere drei Revolutionen angeht, davon hat ja auch nur die Osterweiterung vor zwanzig Jahren funktioniert. Wie oft in der Regel der Ägypter seine Chefs aus dem Amt fegt, weiß ich nicht. Ist aber bestimmt auch ganz schön stattlich.
      Ich jammere über „die da oben“ so viel rum, wie ich lustig bin! Stopfen sich doch eh nur die eigenen Taschen voll und der kleine Sparer wird ausgenommen wo es nur geht! Usw.
      Na, was das Geschenk angeht, da sollte Mubarak lieber ne Pyramide mitbringen, müssen wir das Ding wenigstens nicht selber bauen.
      Und Palindrom kennt doch wirklich jeder! Sarah Palindrom, Führerin der Tea-Party-Bewegung. Willst wohl meine Intellenz beleidigen, wirklich…

      Quax

      11. Februar 2011 at 18:00


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