Misanthropenwald

Reicht jetzt, ja?

with one comment

Okay, Freunde. Ein letztes Mal Guttenberg, der arme Mann macht’s ja nicht mehr lange. Aber eigentlich geht es nicht um ihn direkt, sondern über ihn.

Gefühlt haben wir Tag tausend nach Affäre Gutt. Ja, er hat’s verdient und ja, die Häme war angebracht und ja, wir hatten alle unseren Spaß. Aber irgendwann ist’s auch mal gut. Man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist und diesen Punkt haben wir inzwischen glasklar überschritten.

Was haben wir gelacht und mit dem Finger auf Dr. Trottelkopf gezeigt und uns diebisch gefreut und die allerbesten Zoten gerissen! Jetzt ist aber auch gut. Dass so eine Witzfundgrube erschöpft ist, merkt man daran, dass man keinen Copyshop mehr betreten kann, ohne einen Guttenbergspruch um die Ohren gehauen zu bekommen und alte Witzstrukturen wieder aufgelegt werden. Beispiel? Beispiel:

„Geht Guttenberg an einem Kopierladen vorbei.“

UFFTÄTÄ, UFFTÄTÄ, UFFTÄTÄTERÄTÄTERÄÄ!

Schlimm ist, dass die Affäre so kurz vor Karneval stattfindet. Das bedeutet, dass das Thema in jeder, ich wiederhole, in jeder Büttenrede vorkommen wird, mit irgendeinem Schenkelklopferspruch zum Davonlaufen. Sowas wie:

„‚Nen Ministerwitz hab isch noch hier / doch leider ist er nischt von mier“ Tusch, großes Lachen.

Noch schlimmerer ist, dass bald auch noch Aschermittwoch ist. Das bedeutet, dass die Berufsalkoholiker in den Innenstädten wieder auffallen und politischer Aschermittwoch. Uff. Guttenberg und seine Kopien werden – und da gehe ich jede Wette ein – mindestens von den Grünen, der SPD und den Linken mindestens angesprochen, wenn nicht breitgetreten werden.

Und spätestens, wenn Claudia Roth und Sigmar Gabriel und Klaus Ernst/Ernst Klaus Gags reißen, weiß man: ein Thema ist tot. Freuen wir uns lieber auf die nächste Sau für zum durchs Dorf treiben.

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Written by Quax

24. Februar 2011 um 20:19

Veröffentlicht in Mischwald

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Eine Antwort

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  1. Das Thema ist noch lange nicht durch. Popularität kommt und geht, aber mir und vielen anderen Leuten werden Guttenbergs Leugnung des nicht zu Leugnenden und seine Nicht-Konsequenzen lange in Erinnerung bleiben.

    Kelhim

    25. Februar 2011 at 02:43


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