Misanthropenwald

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Türchen Nummer Vierundzwanzig

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Weihnachten, da wird gesungen, gesoffen, gehurt und gelacht. Wir haben uns aber nur unterhalten und zwar über das vergangene Jahr. Zu euer aller Freude lief dabei – wie zufällig – ein Mikrofon. Also seid beschenkt mit dem letzten Podcast des Jahres! Und haltet durch! Der Beitrag wird besser, je länger er läuft!

Öffnen wir mit einem EIGENWERBUNG Türchen Nummer Vierundzwanzig.

Guttenberg haben wir absichtlich rausgelassen. Wir sind ihm immer noch böse, dass wir nicht nach Afghanistan eingeladen wurden.

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Raue Zeiten, in denen wir leben

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Blättert und zappt und klickt und querliest man in den Medien so rum, dann weiß man: ich kann man morgen schon aufwachen und dabei tot sein! Darüber sind sich alle einig, nur die Gründe können unterschiedlich sein. Es gibt nämlich zwei Topkandidaten, die sind heiße Anwärter auf die Katastrofe des Jahres 2010.

Alle könnten wir zu staub zerfallen. Nicht weil’s dem Herrgott gerade so beliebt, sondern weil Korea. Da ganz rechts an der Welt geht die Luzi ab, da brennt die Hütte. Sprichwörtlich und bildlich. Nordkoreanische Artillerie ebnete vor einigen Tagen eine südkoreanische Insel ein. Daaaaas war unter Umständen keine allzu gute Idee, wir werden sehen. Wenn beide Seiten vernünftig bleiben, dann passiert vielleicht nichts. Auf der anderen Seite haben wir Nordkorea und seine Heiligkeit Kim Jong ll. Er ist der Sohn von Kim Jong I. Er ist vermutlich totkrank und/oder tot und hat damit bereits jenen Zustand erreicht, der uns noch bevorsteht.

Wie dem auch sei, in Pjöngjang rappelt der Karton, man lässt die Muskeln spielen. Die Märkte, die im Moment gegen Spanien, Portugal und Italien spekulieren, lassen schon Wetten laufen, ob Nord- oder Südkorea den Jahreswechsel noch erleben wird. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnte uns eine fehlgeleitete, mit Atomen aufmunitionierte Rakete von den Weihnachtsmärkten pusten. Beten wir, dass es so weit nicht kommt.

Doch zu wem beten! Welcher Gott ist der richtige! Alle glauben, die Antwort zu wissen. Zum Beispiel Islamisten. Mit dieser Ellipse wäre die Überleitung zum zweiten potentiellen Sterbegrund geschafft. Der Terrorismus steht ja vor den Türen unserer Flughäfen und Bahnhöfe, gemeinsam mit dicken, beschusswesteten Maschinengewehrpolizisten, die eine klare Botschaft ausstrahlen: Wenn wir einen Selbstmordterroristen sehen, ballern wir ihm den Sprengstoff vom Leib.

Vielleicht wird’s auch kein Selbstmordattentäter, der via Autoentleibung sich und seine Umgebung einäschert, sondern ein ordinärer Kofferbomber. Und mit etwas Glück werden das ähnlich hochwertige Sprengsätze wie das Billigzeug, was aus Namibia gekommen wäre, wenn’s nicht eine Attrappe gewesen wär‘.

Wie wahrscheinlich ist nun was? Dass Nordkorea überhaupt Raketen hat, die bis nach Deutschland fliegen können, es sei denn, das nördlichere Korea besetzt Polen. Aber das wäre historisch gesehen nicht deren Bier. Also Korea eher mehr so nein.

Terror an Bahnhöfen und Flughäfen. Viel Polizei. Wenn ich Terrorist wäre, was ich nicht bin, also kein Grund, diesen Blog in die Vorratsdatenbankspeicherung einzubeziehen, also wenn ich einer davon wäre, würde ich doch keine Bahnhöfe sprengen (außer den von Stuttgart vielleicht, aber das erledigt der Staat ja schon), sondern Autobahnen. Das würde den Deutschen doch viel mehr treffen! Deswegen fordere ich: Mehr bewaffnete Polizisten auf Deutschlands Autobahnen!

Written by Quax

25. November 2010 at 21:53

Veröffentlicht in Politik

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Vorfreude

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Ich freue mich. Wirklich. Auf das WM-Spiel Deutschland gegen Serbien. Am Freitag. In Südafrika. Wie ich mich freue!

Nicht auf das Spiel ansich. Diese blöde Sportart kann mich sonstwo mal, sondern auf die Halbzeit. Wenn die Moderatorin vom letzten mal, die sich diesen sprachlichen Dings hier, ne? Worüber sich alle so künstlich aufgeregt haben usw.

Ich weiß ja gar nicht, ob das Spiel überhaupt im ZDF übertragen wird oder ob andere Sender ähnlich begabte Moderatoren haben. Jedenfalls ist es mir ein innerer Reichsparteitag, mich auf die Halbzeit zu freuen. Wenn er kommt. Der ultimative Spruch zum Spiel. Und er wird kommen. Fettnäpfchen werden nicht ausgelassen. Irgendjemand wird ihn bringen. Öffentlich. Und dann wird das Geschrei losgehen. O wie werde ich mich auf diesen Spruch freuen. Und auf die Deppen, die sich drüber aufregen. Und die, die den Spruch verteidigen. Weil sie noch deppiger sind. Deutschland gegen Serbien. Hach, dieser Spruch!

Serbien muss sterbien.

Written by Quax

16. Juni 2010 at 16:57

Veröffentlicht in Mischwald

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Der innere Reichsparteitag

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Gestern, Halbzeitpause. Schland gegen Kängurus. Moderatorin spricht davon, dass Kloses Tor für ihn ein innerer Reichsparteitag sei. Ich kannte die Redewendung nicht, habe ein bisschen gestutzt und mich auf die empörten Kommentare am nächsten Tag gefreut.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Zugegeben, der innere Reichsparteitag ist etwas unglücklich gewählt, wenn man im Medium Fernsehen moderiert und immer von der größtmöglichsten Dummheit seiner Zuschauer ausgehen sollte. Für den Medienjournalisten Stefan Niggemeier ist der innere Reichsparteitag eine alltägliche Redewendung. Ich habe sie zwar noch nicht gehört, aber ich glaube ihm da einfach mal. Und was es bedeutet, was ein innerer Parteitag ist, kann man jetzt auch leicht rausfinden.

Es ist mir ein innerer Reichsparteitag, dass ich das nun weiß und werde die Redewendung in meinen aktiven Wortschatz übernehmen („Wie war die Klausur?“ – „Sie war ein innerer Reichsparteitag!“, „Wie war der Urlaub?“ – „Ein einziger Reichsparteitag!“, „Wie war der Parteitag?“ – „Ganz okay.“).

Ich bin auch gespannt, wie es mit der Moderatorin weitergeht. Vielleicht erlebt sie ja einen inneren Frankreichfeldzug.

Written by Quax

14. Juni 2010 at 11:02

Veröffentlicht in Mischwald

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BRRSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS

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Was ist das: BRSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS! Das ist das Geräusch, dass tausende Menschen machen, wenn sie im Stadion ihren Uweseeler blasen. Ja, die kleine Plastiktröte namens Vuvzela spaltet die Nation – in linke, fußballhassende Gutmenschen und imperialistische Kolonialrassisten. So sieht jedenfalls die Lage aus, wenn man diverse Kommentarspalten im Netz liest.

Ein Großteil der Kommentare der erbosten Fuppesgemeinde sieht – sinngemäß – etwa so aus:

Ich bin ja kein Rassist, aber: Wenn der Buschmann seine beschissene Negertrompete nicht abstellt, guck‘ ich die WM nur noch mit ohne Ton!

Und die FIFA zittert. Wobei, so schlimm wär’s ja nu auch wieder nicht, die Spiele so komplett ohne Ton zu gucken, denn die Kommentatoren sind auch nicht mehr das, was sie nie waren: „Den Spielaufbau brauche ich Ihnen ja nicht zu beschreiben, den sehen sie ja.“ – vielen Dank.

Aber die Atmosfäääääääääääääre! Von dem Stadion un‘ so! Un‘ die Fängesänge! Das sind die Einwände gegen ohne-Ton-gucken. Die Schlachtgesänge oder das Gegröhle, das dafür gehalten wird. Die heizen nämlich das Spiel an, anders als die Vuvuzelas, die neunzig Minuten nur einen einzigen Ton hervorbringen. Man muss jetzt halt das anfeuernde vom ausbuhenden Tröten unterscheiden.

Der gemeine Fußballfan klagt schon: Er werde keine Spiele mehr sehen, außer die der eigenen Mannschaft und die auch nur ohne Ton und bei den anderen Spielen habe er schon nach fünf Minuten weggeschaltet. Besonders hartgesottene Jünger des Rundleders hielten nach eigenen Angaben gar zwanzig Minuten aus.

Insgesamt munkelt man, wie man wieder die bierselige Prollatmosphäre herstellen könnte, die man kennt und liebt. Zum Beispiel, indem man die ARD in wüsten Schimpfmails dazu auffordert, den Möpton rauszufiltern, was zur Folge hätte, dass man die Geräuschkulisse einer Tagesschau von ’51 hätte. Man könnte auch die FIFA da treffen, wo es wehtut: Beim Geld! Indem man keine Spiele mehr schaut und die Werbeeinnahmen zurückgehen. Dann wird der Sepp Blatter schon von selbst einlenken und die Tröten verbieten, denn bisher mauert er.

Die Vuvuzela gehöre nunmal zur Kultur Südafrikas und schon schäumt der Untertan von König Fußball: NAAAAAAAIN, DIE GIIIIBT’S ERST SEIT ZEHN JAAAAAAHN, DIE IIIIIST KEINE KULTUUUUUUR!!! – doch ist sie. Unerheblich, seit wann, aber sie ist es. Es ist vielleicht keine Tradition, wie das Kudu-Horn, auf das man sich dank Wikipedia klugscheißend beruft, aber zur Kultur gehört diese „chinesische Billigware“ (O-Ton SPON-Forum) nunmal. Und auch der schöne Satz, den ich auf einem Blog gelesen habe, dass wenn alles Kultur sei, nichts Kultur sei, da habe ich dann doch innerlich geweint und gelacht gleichzeitig. Denn es ist nunmal alles Kultur, das weiß jeder, der sich mit Definitionen von Kultur mal herumschlagen musste (und Scheiße ja, das musste ich).

Das Kulturargument ist die Hauptwaffe der Gegenseite, die in jeder Kritik an der Vuvuzela gleich Rassismus sieht, weil der böse weiße Mann ja die Kultur des Gastgeberlandes nicht achtet und Verbotsforderungen seien ja eh der Teufel. Man stelle sich vor, 2006 hätte jemand ein Verbot der Fahnen gefordert! Jetzt hinkt dieser Vergleich ein wenig, weil Fahnen höchstens in Ausnahmefällen einen monotonen Dauerton erzeugen, aber gut.

Nichtsdestotrotz ist jeder Vuvuzelahasser ein Südafrikahasser und weil’s am Kap nunmal viele Schwarze gibt, sind die Horn-Hater Rassisten. Die betonen dann unermüdlich, keine Rassisten zu seien (s.o.), Südafrika ansonsten total knorke zu finden und sogar schonmal ’nem Schwarzen über den Buckel gestreichelt zu haben (soll Glück bringen).

Ein weiteres, gar nicht mal so sehr von der Hand zu weisendes Argument ist, dass die Vuvuzela ja auch von den Gästen gepustet wird. Stimmt, sagt das der Fän und schimpft auf diese Eventfans, die gar keine echten Fußballfans sind und jeden Modequatsch mitmachen. Das Problem sei nicht der Mensch, sondern sein Gerät:

Mir doch egal, aus welchem Land der Hottentotte mit seiner Tröte ist!

Die Plastikhupe direkt betreffend liest man auch oft, dass sie ästhetisch ähnlich unansprechend sei, wie das Gegröhle der Betrunkenen (was aber nicht so monoton ist) oder ähnlich laut wie Druckluftmöpen (die in Stadien ohnehin verboten sind), man solle sich also nicht so anstellen.

Hochwohlerhabend wie ich nunmal bin, bin ich der fleischgewordene Konsens. Der leberwurstig schmollende TV-Zuschauer soll sich nicht so anstellen, so furchtbar ist das Wespennestsummen nun auch wieder nicht, auch wenn es ohne Frage nervt. Diese eine WM werdet ihr’s ja wohl noch aushalten, stellt euch nicht so an!

Und: Vuvuzelas, Kultur hin oder her, sind nervtötend. Besonders, wenn sie vereinzelt von Leuten missbraucht werden, die in der Nachbarschaft leben und nur partiell gelernt haben, das Instrument zu bedienen, sodass nur ein klägliches, aber extrem lautes Grnöööööööööörcks hervorgebrochen wird. Verflucht, wer braucht als biervoller, gröhlender Deutscher so ein verkapptes Nebelhorn, wenn er über ein (leider) gut ausgebautes Brüllorgan für den obligatorischen DÖÖÖÖSCHLAAAN, DÖÖÖÖSCHLAAAAAAN-Jubel verfügt?

Ganz schlecht soll die Tröte wohl für die Spieler auffem Platz sein, weil die Kommunikation zwischen Spielern und Spielern, Spielern und Schiedsrichtern und Spielern und Trainern nicht mehr klappt. Das ist natürlich tragisch, wenn ein technisch so ausgeklügelter Sport wegen des monotonen Hornissendröhnens nicht mehr wie geplant funktioniert.

Hoffen wir alle mal, dass heute Abend Germany’s Finest davon nicht betroffen sind, damit wir alle schwarzrotgoldtrunken Deutschland, Deutschland über Alles Heil dir im Siegerkranz singen können.

Written by Quax

13. Juni 2010 at 15:25

Veröffentlicht in Mischwald, Polemik

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Zurücktreten!

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Das Ego von Dr. jur. Guido Westerwelle ist seit dem 27. September 2009 (BuTaWa; unschön für Bundestagswahl) um ca. drei Meter gewachsen. Das sind 1,785 cm am Tag. Das Wachstum ist allerdings unerklärlich, hat er sich doch permanent blamiert und viel Quatsch erzählt. Wir fassen das mal zusammen.

Wahlkampf 2002: Dr. jur. Guido Westerwelle ist der erste Kanzlerkandidat der FDP. Da er gehört hat, dass BuKas (unschön für Bundeskanzler) irgendeinen Sockenschuß haben müssen (Schmidt – raucht wie ein Colt, Schröder – cool wie ein Westernheld, Adenauer – alt wie Methusalem, Kohl – dick wie eine Birne und überhaupt, usw. usf.), will er auch einen. Er lässt sich also eine schöne 18 auf die Schuhsohlen tätowieren und kurvt mit einem sogn. Guidomobil durch dieses schöne Land von uns. Die 18 steht für 18 Prozent Stimmenanteil bei der BuTaWa und es sind ja nahezu alle ehemaligen BuKas mit 18 Prozent zu einem ebensolchen gewählt worden. Es wurden dann übrigens 7,4 Prozent. Das sind wiederum 41 Prozent von 18.

2002 bis September 2009: Westerwelle wurde ab und zu als Parteivorsitzender der FDP bestätigt, mit immer tolleren Ergebnissen. Ansonsten war er von der Warte der Wichtigkeit aus gesehen eher, nunja, unsichtbar.

27. September 2009: 14,6 Prozent! Bäm! Soviel Prozent hatte die FDP noch nie. Aber bei der BuTaWa 09 featuring Muddi Merkel and the Söders gelingt der FDP und zuforderst uns Guido der Coup. Regierungsbeteiligung! Und diesmal richtig. Mit Ernstgenommenwerden inklusive.

27/28. September 2009: Nunja, das Ernstgenommenwerden hat sich schnell erledigt. Als so ziemlich erste Amtshandlung leistet sich der neue Außenminister [(nicht etwa Wirtschaftsminister! (Im Nachhinein wohl zum Glück)]  einen Fauxpas, äh, pardon, also ‚tschuldigung, ich meine natürlich Fehltritt. Wir sind ja schließlich in Deutschland, hier. Also: Fehltritt. Vor der Presse von übern Ärmelkanal. Westerwelle nix Englisch. Wir kommentierten bereits gehässigst.

1. Januar 2010: Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz („Hotelgesetz“) tritt in Kraft. Darin hat die Firma Mövenpick (Gerüchten zu Folge/vielleicht/ eventuell/wird gemunkelt) festschreiben lassen, dass es jetzt ganz merkwürdige Mehrwertsteuersätze für Hotels, aber auch für Campingplätze und Bordelle gibt. Toll. Guido mag das Gesetz ganz dolle.

Oktober 2008 – Oktober 2009: In diesem Zeitraum, der gerade die schöne Chronologie hier bricht, sollen Parteispenden von der Familie Finck (Mövenpick-Besitzer) an die FDP geflossen sein. Sollen, liebe Rechtsanwälte! Sollen!

11. Februar 2010: Westerwelle darf einen Gastbeitrag für DIE WELT schreiben und faselt da was von „spätrömischer Dekadenz“ und „sozialistischen Zügen“ an der Hartz-IV-Diskussion. Eine Welle der Empörung schwappt durchs Land (und das wären dann wohl fünf Euro in die Phrasenkasse). Alle würden immer nur  Spendengelder Steuergelder beziehen wollen, nur keiner will sie zahlen. Außer Finck.

Jetzt: Während der Außenguido unterwegs in aller Welt ist und dort den Boden für die deutsche Wirtschaft ebnet (mit Dampfwalzen), wird hier zuhause eine „Verleumdungskampagne“ (Westerwelle, auf jedem Rollfeld dieses Planeten) von der Opposition betrieben. Verwandte sollen Vorteile aus seinen Reisen ziehen, Aufträge zugeschanzt werden etc. Die Oma soll schon Kaffee geordert haben.

Written by Achja

14. März 2010 at 15:18

Veröffentlicht in Polemik, Politik

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Die Versager von Vancouver

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Gestern gingen sie zu Ende, die olympischen Winterspiele 2010. In Vancouver. Was waren das für Spiele! In sechsundachtzig Wettbewerben wurden jede Menge Medaillen vergeben, Gold, Silber und Bronze. Im Medaillenspiegel liegt Deutschland mit seinen dreißig Medaillen auf Platz zwei.

Platz zwei

Was für eine Enttäuschung! Umsonst war all das Mitfiebern und Anfeuern unserer „Sportler“, sowohl hier in der Heimat, wie auch drüben in Kanada. Wozu die Mühe machen, den Fernseher einzuschalten? Wozu! Um den Deppen der Nation beim elendigen Versagen zuzuschauen? Um die Nichtsnutzinnen und Nichtsnutzen beim Stolpern, Zittern, Fallen und Umkippen zu beobachten?

Nein! Am Ende zählen die Medaillen. Zehn mal Gold, dreizehn mal Silber und sieben mal Bronze. Insgesamt dreißig mal Edelmetall. Die USA haben 37 Medaillen, Kanada hat 14 Goldmedaillen. Wie man es dreht und wendet, die Schande der Nation bleibt auf dem zweiten Platz in der Medaillenwertung.

Womit haben wir es verdient, dass wir von diesen Berufslosern so bestraft werden? Warum hat das faule Pack keinen Ehrgeiz? „Dabei sein ist alles“ haha, am Arsch! Entweder man gewinnt oder man ist ein jämmerlicher Verlierer. Und wir sind die Gedemütigten! Der Zweite ist der erste Verlierer, das haben diese Hampelmänner und -männerinnen wohl vergessen! Sie sollen es nicht einmal wagen erhobenen Hauptes diese paar Blechscheiben am Band in die Heimat zu bringen! Geächtet sollen diese Nullpen sein, die so große Schande übers Vaterland gebracht haben.

Es ist ein Moment der Erniedrigung, den unsere phlegmatischen Vollversager und Profiverlierer uns bei den Spielen beschert haben. Was fällt denen ein! Das war die größte Niederlage seit dem Ersten Weltkrieg! Wir sind die SPD unter den Sportnationen! Das war doch keine Leistung, das war Scheiße, war das! Wofür pumpen wir eigentlich unmengen an Geldern in den sog. „Leistungs“-Sport, wenn er solche erbärmlichen Resultate liefert?

Zweiter…

Ein anderes Wort für schlecht. Unbrauchbar. Abfall. Womit haben wir sie verdient? Unsere Spitzensportler der Vizerepublik Deutschland.

Written by Quax

1. März 2010 at 15:43