Misanthropenwald

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Neues und komisches Altes. „komisch“ im Sinne von „merkwürdig“. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen.

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Es gibt ja Überschriften und Überschriften, die viel zu lang sind. Dies hier ist eine von beiden. Aber zurück zum Thema, das noch nicht angefangen wurde und mit der Überschrift allerhöchstens auf einer Supermeta-Meta-Ebene was zu tun hat. Auch bei Suchanfragen gibt es solche und andere.

„Suchanfragen? Hä?“, mag der gebenedeite Leser nun denken. Nun, es geht um jene Suchanfragen, mit denen dieser kleine und ebenso bescheidene wie großartige Blog gefunden wird. Dafür gibt’s jetzt etwas tolles Neues, nämlich oben rechts. Ihr werdet es schon gefunden haben, die kleine Rubrik „Suchbegriff des Tages“. Da wird der Achjamann alle zwei Tage die bestesten Suchbegriffe zeigen, mit denen dieser wundervolle Blog des Spaßes gefunden wurde.

Es kommen aber auch merkwürdige Suchanfragen hier an, nicht nur die, die da oben rechts immer mal unregelmäßig aktualisiert werden. Einige Suchanfragenfragen lassen sich sehr schön sehr schnell beantworten. Heute kam beispielsweise jemand mit dem Suchbegriff „gilt zu guttenberg als gutaussehend?“ auf diesen Blog (welcher einmalig toll ist). Die adäquate, richtige Antwort auf diese Frage lautet „haha, nein.“

Anderes Thema, anderes Beispiel: „baden württemberg wappen hübsch or schön“ – and the ultimate answer lautet „weder noch“ bzw. „neither nor“ (sprich: „nießer nohr“).

Aber weg von der langweiligen Wappenkunde, die der Fachmann Heraldik nennt, und hin zum Klerus, den der Fachmann Klerus nennt. Eine Suchanfrage taucht immer wieder und wieder auf, seit Monaten schon. Erinnert sich noch jemand an T-V E? Den Bischof von irgendeinem Bistum im Norden des besten Landes der Welt? Der Typ, der in Saus und Braus lebt, wie das Jesus seinen Jüngern schon vorlebte? Der Mann, dessen Namen „Tebartz van Elst“ mit T-V E abgekürzt gehört, der Einfachheit wegen? Ja? Nein? Ja? Gut. Denn in hübsch regelmäßigen Abständen verirrt sich hier jemand her mit der Anfrage „tebartz van elst schwul“. Hierzu möchte die Misanthropenwald® Inc. GmbH & Co. KG und Söhne folgende Erklärung abgeben: Wir haben keine Ahnung, ob T-V E schwul ist oder nicht. Wir wissen nur, dass er Bischof von irgendwas ist. Wir wollen auch gar nicht wissen, ob er schwul ist. Denn da es sich um eine Kirchenperson handelt, zählt nur der Glaube. Falls jemand Indizien für das Schwulsein des T-V E hat, möge er sie uns nicht mitteilen, sondern jemanden, den es interessiert. Wir sind das nicht. Auf wiedersehen.

 

P.S.: Der A-380 passt dreimal in die Hindenburg.

Written by Quax

11. März 2011 at 12:20

Deutschland – das beste Land der Welt

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Rankings, Polls und Votes an jeder Ecke. Größte Stadt der Welt, größtes Unternehmen der Welt, beliebtestes Fastfood der Welt. Kenne mer all. Und die von der BBC in Auftrag gegebene Umfrage, nach der Deutschland das beliebteste Land der Welt ist und bleibt – wie Die Welt schreibt – gibt’s auch nicht zum ersten Mal. Quatsch ist das natürlich trotzdem.

Es hat nämlich niemand gefragt, welches denn das beliebteste Land der Erde sei. Die Welt schreibt’s trotzdem und ist damit nicht alleine. Jede Menge Blogs und Foren benutzen diese Formulierung ebenfalls und Focus und Co. nutzten die Formulierung zumindest in den Vorjahren. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es zu verkürzt ist, unser geliebtes Vaterland direkt zum beliebtesten Vaterland unserer Mutter Erde zu machen.

Denn darum ging’s gar nicht:

The poll […] asked a total of 28,619 people to rate the influence in the world of 16 major nations, plus the European Union.

Heißt: Deutschland wäre, wenn denn nach der Geilheit gefragt worden wäre, Erster von 16 Ländern und einer Europäischen Union – und nicht „der Welt“. Da aber nur danach gefragt war, zu beurteilen, ob der Einfluss des Landes auf die Welt positiv oder negativ ist, dürfen wir zwar kurz zucken, um uns auf die Schulter zu klopfen – müssen aber im nächsten Moment innehalten, denn schauen wir uns mal die Konkurrenz an:

Platz 17: Iran – Irre mit Bomben, warum kommen die vor? Brauchten wir einen klaren Verlierer?
Platz 16: Nordkorea – s.o.; Minus bei Südkorea
Platz 15: Pakistan –  vielleicht nicht ganz so schlimm, aber trotzdem: s.o.; außerdem Minus bei den Indern
Platz 14: Israel – die meisten Araber finden Israels Einfluss wohl er doof
Platz 13: Russland – Kommunisten, Stalin, Gulag – nichts für die freie Welt
Platz 12: Südkorea – eigentlich die Guten, dennoch: der Name Korea schreckt ab; Minus bei den nördlichen Nachbarn
Platz 11: Indien – eigentlich auch ganz nett, aber noch nicht entwickelt genug um einzuflussen; Minus bei Pakistan
Platz 10: Südafrika – ebenfalls ganz nett, aber nur die WM, ansonsten Apardheid; Quotenafrikaner der Umfrage und Quoten-irgendwasse mag keiner
Platz 09: China – Kommunismus, Mao, Wirtschaftswachstum – nichts für die freie Welt
Platz 08: USA – haben mittlerweile fast jedem Land der Erde Demokratie und Freiheit gebracht, negative Beurteilung unverständlich
Platz 07: Brasilien – wer hat Ahnung, was Brasilien so macht? Niemand, also werden die mal ins Mittelfeld gewählt
Platz 06: Frankreich – Auswirkungen des Einflusses in Afrika zeigen sich zur Zeit, nur Dank Wein und Weib so weit oben; Minus bei den Deutschen
Platz 05: Japan – brachten uns Animes und Digimons, was angesichts der Auswahl für diese gute Platzierung reicht
Platz 04: die EU – ist kein Land. Was soll der Quatsch?
Platz 03: Kanada – welchen negativen Einfluss auf die Welt können Elche, Bären und Bäume haben? Eben.
Platz 02: Großbritannien – Ja. Ist gefaked. BBC eben. Normalerweise harter Kampf um die Plätze mit den USA.
Platz 01: Deutschland – bleibt halt übrig, daran konnten auch die Franzosen nichts ändern.

Wer sich die Studie selbst ansehen will: Biddesehr. Achja, wer hat  den Link onlinegestellt? Richtig, das Auswärtige Amt. Und was steht im Teaser? Genau. Aber: Die Überschrift ist differnzierter.

Written by Achja

9. März 2011 at 19:00

Mal so eingestreut, Wissenschaft

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Heute Morgen war Mondfinsternis. Toll, wa? Wer hat versucht, sie zu sehen? Niemand, denn es waren ja zu viele Wolken am Himmel.

Das ist schon faszinierend, so eine Mondfinsternis. Sonnenfinsternis kennt ja jeder, wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt. Bei der Mondfinsternis ist es natürlich andersrum.

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Sonne vor den Mond.

Written by Quax

21. Dezember 2010 at 21:39

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Türchen Nummer einundzwanzig

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Weihnachten, nirgendwann sonst sieht man so viel Kitsch auf einem Haufen. Dabei gibt es doch auch schöne, tiefsinnige Kunst!

Öffnen wir mit einem Leuchten also Türchen Nummer einundzwanzig!

Written by Quax

21. Dezember 2010 at 00:04

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Türchen Nummer neunzehn

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Weihnachten, das ist die Zeit, in der man gerne mal die Krippe bekommt, weil es so kalt ist. Andere stellen sich eine Krippe in die Wohnstube oder vor das bausparfinanzierte Eigenheim. Die Krippe und das kleine Jesuleinkindchen und Maria und Joseph und die heiligen drei Könige und die Hirten und wilde Tiere! Herzallerliebst.

Öffnen wir mit einem Jauchzen also Türchen Nummer neunzehn!

Jeder liebt Krippen! Wie könnte man auch nicht? Kleine Figürchen und eine größere Holzhütte, die den Stall darstellt, alles hübsch dar- und hingestellt. Weil Krippen so unheimlich beliebt sind, gibt es sie in allen Größen und Variationen. Und das missfällt dem Herrn, sagen die Berufsspielverderber der katholischen Kirche.

Besonders angetan sind die Herren Kuttenträgern von einer Krippe aus einem Versandhandel, in der alle Figuren Elche sind. Die drei Kings sind Elche, Maria is’n Elch, Joseph is’n Elch und Jesus ist auch ’n Elch. Der Heiland als Elch, das ist natürlich sehr geschmacklos, schließlich ist der Elch im Christentum ein unreines Tier. Elche und Pinguine und Eisbären. Und weil diese Krippen alle so ungeheuer verletzend sind, hier nun eine wundervolle Krippenalternative für zum Selberbauen:

Maria, Joseph und das kleine Jesulein. Daneben die heiligen drei Könige. Das kann man erkennen.

Written by Quax

19. Dezember 2010 at 00:05

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Türchen Nummer achteinhalb

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(˙ɯɯılɥɔs sɹǝpuosǝq ʇsıq np :˙s˙d)

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Written by Quax

8. Dezember 2010 at 00:11

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Türchen Nummer sechs

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Weihnachten, das ist die Zeit, in der Nikolaus gefeiert wird. Eine gar besondere Gestalt in unserer heiligen Mutter Kirche, deren Geschichte jedermann, jederfrau und jedertransgender kennen sollte. Deswegen heute, nach dem ganzen Unterhaltungsteil, der bisher unseren Adventskalender prägte, nun etwas Bildung.

Öffnen wir mit einem Stöhnen also Türchen Nummer sechs.

Nikolaus wurde in den Jahren des HErrn 270 und 286 geboren, denn er war Buddhist. Sein erstes Leben war bereits so erfolgreich, dass er sechzehn Jahre später als Türke wiedergeboren wurde. Nikolaus‘ Name kommt aus dem Griechischen; Nikos heißt der Schuh (deswegen heißt der große Turnschuhhersteller auch Nike) und Lausos heißt voll oder gefüllt.

Murat Nikolaus wurde in seinem zweiundzwanzigsten Lebensjahr zum Bischof geweiht. Die vorhergehende Abstimmung über den neuen Bischof gewann er, weil er in der Nacht vor der Abstimmung in die Zimmer der wahlberechtigten Mitglieder des Exekutivkomittees schlich und ihnen einen zwanzig-Sesterzen-Schein in die Schuhe legte und einen Zettel mit der Aufschrift: „Χρήματα δεν βρώμα. Ξέρεις. M.Νικολάου“. Die Mitglieder hielten das Präsent für einen dilletantischen Versuch der Gegner Nikolaus‘, jenen zu verunglimpfen. Sie glaubten, dass Nikolaus‘ Konkurrenten, ein moskoviter Priester und ein Imam aus dem fernen Arabien, ihnen Geld und Brief in die Schuhe steckten, auf dass sie sich von Nikolaus beleidigt fühlen und so für seine Konkurrenten stimmen sollten. Erbost über diese Hinterlist, schlugen die ehrenwerten Mitglieder des Nikolaus Konkurrenten tot und ließen sich taufen. Dann wählten sie Nikolaus zum neuen Bischof und dieser erteilte ihnen lebenslange Absolution.

Nikolaus tat in seinem Leben viele Wunder. Einmal hörte er, dass ein Mann seine drei Töchter zu Prostituierten machen wollte, weil er die Mitgift für Hochzeiten nicht bezahlen konnte. Da kam Nikolaus den drei Jungfrauen zu Hilfe. Jede Nacht, wenn die ganze Stadt schlief, kletterte er in das Zimmer der Jungfrauen und sorgte dafür, dass sie keine Jungfrauen mehr waren legte jeder einen Klumpen Gold in ihre Schuhe. Jeden morgen traten die Jungfrauen in ihre Schuhe auf das Gold und machten sich so die Füße kaputt, sodass sie nicht mehr richtig laufen konnten. Damit waren sie für die Prostitution gänzlich ungeeignet und bekamen vom Staat Behindertengeld und alle waren sehr glücklich, bis an ihr Lebensende.
Das ist natürlich Quatsch, der Vater war über seine laufunfähigen Töchter so erbost, dass er sie in die Sklaverei verkaufte. Eines Tages fand er das Gold in den zurückgebliebenen Schuhen der Jungfrauen und er dankte Gott und ließ sich taufen und vermachte das ganze Gold seinem Bischof Nikolaus.

Ein anderes Mal hungerte die Stadt und ein Tankschiff mit Getreide sollte aus dem Hafen der Stadt zum Kaiser fahren. Da kam Nikolaus des Weges und teilte das Meer, sodass die Hälfte des Schiffes auf dem Meeresboden hernieder lag und verlangte, zwei Fässer Getreide der Stadt zu überlassen. Die Schiffer beschwerten sich arg, denn der Kaiser hatte das Getreide exakt abwiegen lassen und jedes fehlende Gramm hätte großes Geschrei am Hofe gebracht. Nikolaus vertrimmte die gottlosen Schiffer und verteilte zwei Fässer Getreide unter den Armen und gab es dann der Bevölkerung. Nach dem Ende der Ebbe fuhr das Schiff mit dem restlichen Korn zum Kaiser. Dieser merkte, dass zwei Fässer Getreide fehlte und ließ die Schiffer hängen. Dann ließ er sich taufen und vermachte das ganze Korn dem Bischof Nikolaus.

Gegen Ende seines langen, zweiten Lebens ging Nikolaus auf Wanderschaft durch sein Bistum. An einem Gasthaus sah er eine Kiste mit Salz darinnen und in dem Salz waren die Körperteile eines Scholaren, den der Wirt um sein Geld beschiss und umlegte und zerstückelte und pökelte und an Durchreisende als Imbiss verkaufte. Nikolaus hatte Mitleid mit dem Scholaren und taufte den Wirt, der seine Kneipe seinem Bischof vermachte. Dann baute Nikolaus mit Nadel und Faden den Scholaren wieder zusammen und Gott erweckte ihn zum Leben. Der Scholar empfand große Pein ob der groben Narben, denn Nikolaus war Bischof und kein studierter Chirurg, und starb. Darüber war Nikolaus sehr traurig und nahm die Teile des Scholaren und nahm ihn wieder auseinander und schenkte jeden Dezember bis an sein Lebensende jedem Kind der Stadt ein Stück Scholar, das er in die Schuhe der Kleinen stopfte.

Am 6. Dezember 326, 345, 351 und 365 starb Nikolaus, als eine Meute Heiden unter ihrem Anführer Barfos ihn festsetzten und mehrere Jahre lang mit Schuhen steinigten. Der Märtyrer erschien seinen Peinigern im Traum, sodass sie sich taufen ließen und sich ihrer Schuhkleider entledigten. Dann schworen sie vor Gott, nie wieder Schuhe zu tragen. Aus dem Namen des Barfos leitet sich das heutige Wort barfuß ab.

Auch nach seinem Tod vollbrachte Nikolaus noch famose Wunder. Als er in der Krypta der Kathedrale der Stadt beigesetzt wurde, kam viel Volk zusammen. Sobald der Sarg des Nikolaus den Kryptaboden berührte, da entsprang aus der Wand gegenüber eine Quelle heiligen Wassers, das alle anwesenden taufte und ersäufte. Der Sarg des Nikolaus wurde nach draußen und bis zum Meer gespült und die Strömung des Mare Nostrum den Leichnahm des Nikolaus nach Italien, wo er noch heute liegt.

 

Ach, das war ja albern! Richtig albern! Wer einen wissenschaftlich fundierten Fachbeitrag über Nick lesen möchte, kann das hier tun oder bleiben lassen.

Written by Quax

6. Dezember 2010 at 00:02

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