Misanthropenwald

Posts Tagged ‘Guttenberg

Heute demontier’n wir heiter einfach unser Selbstbild weiter

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Ach Gutti. Was wurde dir nicht alles an den Kopf geworfen? Betrüber hat man dich gescholten, Lügner und Drecksack seist du gewesen. Und weißte was? Das stimmt sogar. Nun, in jugendlichem Leichtsinn verkündete ich damals, es war noch Winter, dass Guttenberg in ein paar Jahren wieder auf der Matte stehen könnte, als sei nix gewesen. Aber so kann man sich irren.

Als der noch-Doktor zu Guttenberg damals seinen Doktortitel ablegte, räumte er ein, der Uni Bayreuth, die ihm diesen Titel geschenkt hatte, bei der Aufklärung des ominösen Plagiats zu helfen. Mit all seiner Kraft. Die Uni nahm das Angebot dankbar an, schließlich muss sie ihren Ruf wieder reinwaschen und was passt da besser, als Waschmittel-Guttenberg.

Soweit also die großmäulige Ankündigung des Freiherrn. Seine Durchlaucht rechnete aber wohl nicht damit, dass das Urteil der Universitätskommission negativ für ihn ausfallen könnte. Was es aber wohl tun wird. Das sehen wir Ende April, wenn der Kommissionsbericht erscheint. Bisher ist aber durchgesickert, dass Ihro Erlaucht bewusst alles abgeschrieben hat, was nicht niet- und nagelfest war, obwohl der Baron doch stets behauptete, dass das alles nicht mit Absicht geschehen sei. Wie man versehentlich eine halbe Arbeit zusammenklaubt, ist momentan noch schwer verständlich.

Arschkarte also.

Guttenberg behilft sich nun, diesen Bericht einzudämmen. Hätte er nichts gesagt, wäre das ganze vielleicht eine Randmeldung wert gewesen, aber nun hetzten Durchlaucht Anwälte los, um der Uni die Veröffentlichung des Berichts zu untersagen. Wegen – und jetzt wird’s herzallerliebst drollig – Persönlichkeitsrechten! Haha! Erst seinen Arschabdruck auf der Reputation einer akademischen Einrichtung hinterlassen und jetzt sowas.

Weil der Katastrophenminister jetzt niemandem mehr die Schuld geben und denjenigen flugs entlassen kann, fordert er öffentlich (!) die Uni auf, den Bericht in den Giftschrank zu legen. Waaaas natürlich zur Folge hat, dass sich jeder kleine Blog brennend für das Urteil der Kommission interessiert. So verbaut sich der Blaublüter natürlich jede Möglichkeit auf Rückkehr in die Politik. Das ist ja fast schon zu bedauern, aber eben nur fast. Danke schonmal, dass du uns auf den bevostehenden Bericht aufmerksam gemacht hast, Gutti! Wir freu’n uns drauf. Wie ein Schnitzel, wenn’s blitzt.

Written by Quax

10. April 2011 at 13:03

Veröffentlicht in Politik

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Neues und komisches Altes. „komisch“ im Sinne von „merkwürdig“. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen.

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Es gibt ja Überschriften und Überschriften, die viel zu lang sind. Dies hier ist eine von beiden. Aber zurück zum Thema, das noch nicht angefangen wurde und mit der Überschrift allerhöchstens auf einer Supermeta-Meta-Ebene was zu tun hat. Auch bei Suchanfragen gibt es solche und andere.

„Suchanfragen? Hä?“, mag der gebenedeite Leser nun denken. Nun, es geht um jene Suchanfragen, mit denen dieser kleine und ebenso bescheidene wie großartige Blog gefunden wird. Dafür gibt’s jetzt etwas tolles Neues, nämlich oben rechts. Ihr werdet es schon gefunden haben, die kleine Rubrik „Suchbegriff des Tages“. Da wird der Achjamann alle zwei Tage die bestesten Suchbegriffe zeigen, mit denen dieser wundervolle Blog des Spaßes gefunden wurde.

Es kommen aber auch merkwürdige Suchanfragen hier an, nicht nur die, die da oben rechts immer mal unregelmäßig aktualisiert werden. Einige Suchanfragenfragen lassen sich sehr schön sehr schnell beantworten. Heute kam beispielsweise jemand mit dem Suchbegriff „gilt zu guttenberg als gutaussehend?“ auf diesen Blog (welcher einmalig toll ist). Die adäquate, richtige Antwort auf diese Frage lautet „haha, nein.“

Anderes Thema, anderes Beispiel: „baden württemberg wappen hübsch or schön“ – and the ultimate answer lautet „weder noch“ bzw. „neither nor“ (sprich: „nießer nohr“).

Aber weg von der langweiligen Wappenkunde, die der Fachmann Heraldik nennt, und hin zum Klerus, den der Fachmann Klerus nennt. Eine Suchanfrage taucht immer wieder und wieder auf, seit Monaten schon. Erinnert sich noch jemand an T-V E? Den Bischof von irgendeinem Bistum im Norden des besten Landes der Welt? Der Typ, der in Saus und Braus lebt, wie das Jesus seinen Jüngern schon vorlebte? Der Mann, dessen Namen „Tebartz van Elst“ mit T-V E abgekürzt gehört, der Einfachheit wegen? Ja? Nein? Ja? Gut. Denn in hübsch regelmäßigen Abständen verirrt sich hier jemand her mit der Anfrage „tebartz van elst schwul“. Hierzu möchte die Misanthropenwald® Inc. GmbH & Co. KG und Söhne folgende Erklärung abgeben: Wir haben keine Ahnung, ob T-V E schwul ist oder nicht. Wir wissen nur, dass er Bischof von irgendwas ist. Wir wollen auch gar nicht wissen, ob er schwul ist. Denn da es sich um eine Kirchenperson handelt, zählt nur der Glaube. Falls jemand Indizien für das Schwulsein des T-V E hat, möge er sie uns nicht mitteilen, sondern jemanden, den es interessiert. Wir sind das nicht. Auf wiedersehen.

 

P.S.: Der A-380 passt dreimal in die Hindenburg.

Written by Quax

11. März 2011 at 12:20

ES REICHT!!!

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Diese Hetzjagd auf Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg ist so widerlich und würdelos geworden. Das Nachtreten auf unseren beliebtesten Politiker muss aufhören, denn jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient!

Der allereinzigste Politiker, der mal was ausgestrahlt hat! Nur weil diese ganzen Neider es nicht ertragen konnten, haben sie jetzt den besten Politiker, den Deutschland seit immer hatte, rausgemobbt! Wegen so einer Nichtigkeit, nur weil er ein bisschen geschummelt hat – wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!!! Wenn da jeder so behandelt werden würde, dann wäre der Bundestag aber ganz schön lehr.

Joschka Fischer hat in seiner Jugend Polizisten verprügelt und durfte Außenminister bleiben, da sieht man mal wieder, wie in dieser Republik Linke bevorzugt behandelt werden! Wäre das mit der Doktorarbeit dem Gysi von der SED-Nachfolgepartei passiert, hätte man sich nicht so aufgeregt! Da sollte man die auch mal unter die Lupe nehmen!

Der Professor, der die Arbeit gefunden hat, sollte mal lieber seine eigene Doktorarbeit lesen, dieser Linke! Der ist nämlich Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung, also so eine linke Bazille! Und überhaupt, in der Wissenschaft ist das doch Gang und Gäbe, dass die da voneinander abschreiben und nur weil der Guttenberg jetzt mal ein paar Fußnoten vergessen hat.

Und diese Hetzjagd von den Medien! Ist es jetzt die Aufgabe von Journalisten, Minister zu bedrängen? Dieser Neid in Deutschland, da muss die linke Hetzpresse natürlich so lange in der Vergangenheit des Ministers herumsuchen, bis sie was gefunden hat, um ihn an den Pranger zu stellen! Am widerlichsten war wie immer die BLÖD-„Zeitung“ mit ihrer Volksverdummung!

Guttenberg war der beste Minister, den wir hatten! Weil er sah gut aus und war sympathisch. Er hat viel für unser Land getan. Er hat zum Beispiel immer gute Reden gehalten, wenn unsere gefallenen Jungs aus Afganisthan wiedergekommen sind. Und wie er den Schneiderhan und den Kapitän von dem Segelschiff rausgeworfen hat, das waren ja alles glasklar richtige Entscheidungen!

 Selbst wenn Guttenberg einen Fehler gemacht hat, er hat sich doch entschuldigt! Wir haben doch alle mal Fehler gemacht und er ist ja auch nur ein Mensch und sollte eine zweite Chance bekommen! Da ist es auch völlig daneben, dass solche eckligen Menschen aus den eigenen Reihen über den Minister herfallen.

Da hat auch Dr. Horst Seehofer recht, wenn er dieses subversive Element Schavan anspricht und ihr Konsequenzen droht, weil sie Freiherr zu Guttenberg in den Rücken mit dem Dolch gefallen ist.  Man muss nicht alles schlecht machen, nur weil es von der CDU kommt. Thomas de Maiziere führt sein momentanes Ministerium doch ausgezeichnet, wie ich finde!

Guttenberg ist ja auch bei den jungen Menschen voll beliebt, denn seine Unterstützergruppe bei Facebook hat schon über 500.000 Unterstützer! Und die Gegengruppe grad mal so 2000 und da sind bestimmt jede Menge Zweitaccounts dabei!

Irgendwann ist halt auch mal gut! Dieses Land hat größere Probleme, z.B. Dirk Niebel! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen in einer Demokratie! Armes Deutschland!

Written by Quax

3. März 2011 at 21:08

Veröffentlicht in Satire

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Schlacht am Guttenberg

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Karl-Theodor zu Guttenberg ist zurückgetreten. Das wurde auch langsam Zeit. Sagt jedenfalls der eine Teil der Deutschen. Der andere bedauert den Schritt und sähe den Verteidigungsminister weiterhin gerne im Amt. Aber wer steht auf der einen Seite und wer auf der anderen? Und warum? Auf der Suche nach der Frontlinie.

Die Medien
…stehen auf der Seite der Guttenberg-Gegner: Nachdem die Süddeutsche Zeitung aufgedeckt hatte, dass der Minister a.D. bei seiner Dissertation abgeschrieben hat, war die Stoßrichtung: Das ist ein großer Skandal, er muss sich entschuldigen und bald hieß es, er solle seinen Posten räumen. Als zu Guttenberg dann rumkrebste, von „abstrusen“ Vorwürfen sprach, obwohl täglich neue Stellen in seiner Doktorarbeit gefunden wurden, die nicht von ihm waren, und schließlich doch „Blödsinn“ einräumte, forderten quasi alle Medien seinen Rücktritt.

Einzige Ausnahme: Die Bild-Zeitung. Sie hielt zu Guttenberg die Stange, hatte ihn schließlich zuvor schon für „gutt“ befunden und blieb dabei und ihm treu. So auch die Bildleser, wenn man denn der Umfrage des Blatts glauben kann, in der ihm 87 Prozent ihre Unterstützung zusicherten. Bei allen anderen größeren Zeitungen sah das anders aus und bereits bei bild.de waren es plötzlich 55 Prozent – die seinen Rücktritt forderten.

Die Wissenschaft
…steht mittlerweile wohl auf der Seite der Gegner. Jedenfalls spätestens, seitdem sich diverse Professoren und schließlich auch zu Guttenbergs Doktorvater (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. – geil!) Peter Häberle gegen die Arbeitsweise des Ex-Ministers ausgesprochen haben. Für zu Guttenberg persönlich (es folgt eine wilde Vermutung) könnten auch die wäschekorbweise zu Angela Merkel angeschleppten Unterschriftenlisten mit den Signaturen enttäuschter junger Doktoranten ausschlaggebend gewesen sein, seinen Helm zu nehmen (Verteidigungsministerwitz).

Die, wo sich sonst eigentlich nicht für Politik interessieren
…sind klar für zu Guttenberg und betrauern seinen Rücktritt. In einem Facebook-Status steht u.a., dass seine Fehler mehr Nähe zu den Bürgern erzeugten, und dass sie ihn sympathischer machten. Die Argumentation pro zu Guttenberg läuft meist über Softskills: Bürgernah, gutaussehend, anpackendes Auftreten, Redetalent. Stimmen gegen zu Guttenberg werden mit „grünes Gelaber“, lustigen Sozibeschimpfungen und Missgunst gekontert. „Armes Deutschland“, das „nicht zu schätzen weiß, wenn mal einer kompetent ist, sondern denjenigen einfach verheizt.“

Die Soldaten:
…stehen weitgehend zu ihrem Minister. Er gilt als Macher, der die längst überfällige Bundeswehrreform angepackt hat. Ihm wird angerechnet, dass er zu seinen Soldaten steht und sich in Afghanistan sehen lässt. Ein ehemaliger Professor der Bundeswehruni München ließ ihn zwar gestern fallen, ist aber auch kein Militär.

Die „Intellektüllen“(Vgl. Pispers u.a.)
…sind neben den Medien die Speerspitze der Anti-zu-Guttenberg-Bewegung. Sie fürchten um seine Glaubwürdigkeit bzw. viel mehr, was noch alles erfunden und abgeschrieben ist, was so aus dem Hause zu Guttenberg kommt. Außerdem heißt es, mit Betrug dürfe man einfach nicht durchkommen. Sonst hätten sie ja damals auch abschreiben können, in ihrer Dissertation/Magisterarbeit/Abiklausur/Führerscheinprüfung. Und das haben sie ja nicht, wg. Moral u.ä.

Die Politiker
Stehen, zwiegespalten wie sie sind, auf beiden Seiten. Sie verurteilen zu Guttenbergs Verhalten sicherlich (sind ja intellektuelle Elite und meist auch promoviert) und finden sein Krisenmanagement (hoffentlich) lausig. Anderseits sehen sie kommen, dass auch ihre Dissertationen und Veröffentlichungen (neudeutsch: Papers, obwohl man sie nicht rauchen soll) bald mal unter die Lupe genommen werden. Und das kann keiner wollen.

Die, denen alles egal ist
…scheint es in diesem Fall nicht zu geben. Ich wünsche mir mal einen entsprechenden Facebook-Status. „Guttenberg ist und bleibt mir egal. Ob er betrogen hat, oder nicht, interessiert mich nicht. Dass er nun geht, habe ich mit einem Achselzucken wahrgenommen.“

Margot Käßmann
…hat sich zwar noch nicht geäußert, war aber die Letzte, die unkonventionell war, schnell empor kam und wegen eines Skandals zurücktrat. Direkt am Folgetag und mit Entschuldigung. Hat nun gelernt, dass sie wahrscheinlich mit ein bisschen mehr Ausdauer und Leugnen heute noch im Amt sein könnte.

Written by Achja

1. März 2011 at 20:58

„Die Monarchie ist zusammengebrochen!“

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„Arbeiter und Soldaten! Furchtbar waren die Kriegsjahre. Grauenhaft waren die Opfer, die das Volk an Gut und Blut hat bringen müssen. Der unglückselige Krieg ist zu Ende; das Morden ist vorbei.“ – Äh, ja. Erstens ist das ein wenig übertrieben und zweitens hatte ich diesen guten Scherz bereits gemacht, als Köhler damals zurückgetreten ist. Doch gute Witze kann man gar nicht oft genug bringen.

Wie dem auch sei, Bild.de meldet, dass der überführte Betrüger Guttenberg seinen Rücktritt eingereicht habe hat und noch im Laufe des heutigen Tages ordentlich Fersengeld geben will. Die spannende erste Frage lautet nun, wann genau wird er seinen Hut nehmen und auf den Kopf setzen? Und wird der Hut dort kleben bleiben? Und die zweite Frage lautet, wer wird unsere Armeen führen? Steht und da eine große Aufgabe bevor? Riesige Fußstapfen werden auszufüllen sein, merkt euch meine Worte! Seid euch der geschichtlichen Bedeutung dieses Tages bewußt. Unerhörtes ist geschehen! Große und unübersehbare Arbeit steht uns bevor.

Geht es jetzt allen Plagiateuren im Bundestag an den Kragen? Da werden einige noch ins Schwitzen kommen! Es wäre nicht schlecht, wenn jetzt noch ein paar mehr Doktorarbeiten überprüft werden, nicht wahr, ihr Hinterbänkler? Diese Volksfeinde sind hoffentlich für immer erledigt. Der Freiherr hat abgedankt; er und seine Freunde sind verschwunden. Über sie alle hat das Volk auf der ganzen Linie gesiegt!

Was haben die Konservativen ihren Guttenberg nicht bis zum bitteren Ende verteidigt! Während mutige Mannen mutig die langweilige (weil aus der FAZ abgeschriebene) Doktorarbeit des Konrad-Kujau zu Guttenberg, wurde ihnen Hetze vorgeworfen, so ein paar vergessene Fußnoten seien doch nicht so wild, das könne jedem mal passieren, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! Dabei wollten die Menschen mit ihrem unerbittlichen Suchwillen dem Minister nur helfen! Menschen, wie du und ich und wir. Unsere Verständigungsvorschläge wurden sabotiert, wir selbst wurden verhöhnt und verleumdet.

Wer auch immer Guttenbergs Nachfolger wird, er wird Zeit brauchen, sich einzuarbeiten. So lange sollte er eine Schonfrist bekommen, es sei denn, der neue Wehrminister wird Peter Ramsauer, dann gilt auch nicht der Satz: Die neue Regierung darf nicht gestört werden in ihrer Arbeit für den Frieden und der Sorge um Arbeit und Brot.

Soweit also, falls Guttenberg tatsächlich zurücktritt und Bild.de nicht einfach irgendwas erzählt. Das allerschlimmste wäre dann ist nun aber, dass wir den ex-Doktor und Betrüger Guttenberg immer noch nicht los wären sind – angenommen, Merkel verlöre die nächste Wahl und wäre weg vom Fenster, wer käme denn da wie Phönix aus der fränkischen Asche als heilbringender CSU-Kanzlerkandidat?

Eben.

Nachtrag 11:31 Uhr: korrigiert, weil er hat’s tatsächlich durchgezogen, der alte Haudegen!

Written by Quax

1. März 2011 at 11:06

Veröffentlicht in Politik

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Eng ist doch gemütlich

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Ach, SPON! Manchmal bist du doof, aber manchmal muss ich lachen. So wie dieses Mal. Danke, SPON.

Da gibt’s einen Artikel über Guttenberg und seine Kopierereien mit der Überschrift:

Warum es für den Minister richtig eng wird

Ein Traum von einer Überschrift. Und direkt darunter, im ersten Satz im Artikel über Lybyen:

Es wird eng für Libyens Machthaber Gaddafi.

Potz Donner, was habe ich mich gefreut. Irgendeine witzige Verwechslung kann man da bestimmt draus machen, zum Bleispie dass die Amis Truppen in der Region zusammen ziehen, um Guttenberg zu entfernen und Karl-Theo wir fahr’n nach Lodsch! auf riesigen Giftgasvorräten sitzt oder so. Mach‘ ich aber nicht. Gefällt mir schon so ganz gut. Danke nochmal, SPON.

Written by Quax

28. Februar 2011 at 18:33

Veröffentlicht in Mischwald

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Reicht jetzt, ja?

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Okay, Freunde. Ein letztes Mal Guttenberg, der arme Mann macht’s ja nicht mehr lange. Aber eigentlich geht es nicht um ihn direkt, sondern über ihn.

Gefühlt haben wir Tag tausend nach Affäre Gutt. Ja, er hat’s verdient und ja, die Häme war angebracht und ja, wir hatten alle unseren Spaß. Aber irgendwann ist’s auch mal gut. Man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist und diesen Punkt haben wir inzwischen glasklar überschritten.

Was haben wir gelacht und mit dem Finger auf Dr. Trottelkopf gezeigt und uns diebisch gefreut und die allerbesten Zoten gerissen! Jetzt ist aber auch gut. Dass so eine Witzfundgrube erschöpft ist, merkt man daran, dass man keinen Copyshop mehr betreten kann, ohne einen Guttenbergspruch um die Ohren gehauen zu bekommen und alte Witzstrukturen wieder aufgelegt werden. Beispiel? Beispiel:

„Geht Guttenberg an einem Kopierladen vorbei.“

UFFTÄTÄ, UFFTÄTÄ, UFFTÄTÄTERÄTÄTERÄÄ!

Schlimm ist, dass die Affäre so kurz vor Karneval stattfindet. Das bedeutet, dass das Thema in jeder, ich wiederhole, in jeder Büttenrede vorkommen wird, mit irgendeinem Schenkelklopferspruch zum Davonlaufen. Sowas wie:

„‚Nen Ministerwitz hab isch noch hier / doch leider ist er nischt von mier“ Tusch, großes Lachen.

Noch schlimmerer ist, dass bald auch noch Aschermittwoch ist. Das bedeutet, dass die Berufsalkoholiker in den Innenstädten wieder auffallen und politischer Aschermittwoch. Uff. Guttenberg und seine Kopien werden – und da gehe ich jede Wette ein – mindestens von den Grünen, der SPD und den Linken mindestens angesprochen, wenn nicht breitgetreten werden.

Und spätestens, wenn Claudia Roth und Sigmar Gabriel und Klaus Ernst/Ernst Klaus Gags reißen, weiß man: ein Thema ist tot. Freuen wir uns lieber auf die nächste Sau für zum durchs Dorf treiben.

Written by Quax

24. Februar 2011 at 20:19

Veröffentlicht in Mischwald

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