Misanthropenwald

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Renversement des Alliances

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Sarah Palin ist die konservative Hoffnung der Reaktionären in den USA. Seit dem sie vor zwei Jahren von John McCain zur Vizepräsidentin vorgeschlagen worden war, erregt sie mit ihrem grandiosen Sachverstand Aufmerksamkeit, zum Beispiel, als sie sagte, dass sie auch außenpolitisch was drauf hätte, weil sie von ihrem Haus in Alaska aus Russland sehen könne.

Nun hat sie einen bahnbrechenden Vorschlag gemacht, wie man den Koreakonflikt lösen könnte. Das ist so genial, das nur so ein weiblicher Wulff auf eine solche Idee kommen kann! In einem Interview über sicherheitspolitische Bedenken äußerte sie sich so:

This speaks to a bigger picture here that certainly scares me in terms of our national security policy. But obviously we’ve gotta stand with our North Korean allies.

Yes, it is. Die Vereinigten Staaten von Amerika müssen geschlossen hinter ihrem nordkoreanischen Verbündeten stehen. Genial, damit hätte niemand gerechnet!

Gut, vielleicht ist es aber auch einfach zu viel verlangt, solche Kleinigkeiten zu wissen, wenn man erst vor kurzer Zeit über den Ersten und Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg wenigstens irgendwas gelernt hat. Und wenn man dann noch nicht einmal weiß, dass oder warum es ein Nord- und ein Südkorea gibt, dann kann man schon mal vergessen, welches blöde Land man unterstützt. Ja, wenn so viele Länder zur Achse des Bösen gehören, dann ist doch klar, dass man mal den Überblick verliert!

(Quelle)
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Written by Quax

26. November 2010 at 20:16

Veröffentlicht in Politik

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Raue Zeiten, in denen wir leben

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Blättert und zappt und klickt und querliest man in den Medien so rum, dann weiß man: ich kann man morgen schon aufwachen und dabei tot sein! Darüber sind sich alle einig, nur die Gründe können unterschiedlich sein. Es gibt nämlich zwei Topkandidaten, die sind heiße Anwärter auf die Katastrofe des Jahres 2010.

Alle könnten wir zu staub zerfallen. Nicht weil’s dem Herrgott gerade so beliebt, sondern weil Korea. Da ganz rechts an der Welt geht die Luzi ab, da brennt die Hütte. Sprichwörtlich und bildlich. Nordkoreanische Artillerie ebnete vor einigen Tagen eine südkoreanische Insel ein. Daaaaas war unter Umständen keine allzu gute Idee, wir werden sehen. Wenn beide Seiten vernünftig bleiben, dann passiert vielleicht nichts. Auf der anderen Seite haben wir Nordkorea und seine Heiligkeit Kim Jong ll. Er ist der Sohn von Kim Jong I. Er ist vermutlich totkrank und/oder tot und hat damit bereits jenen Zustand erreicht, der uns noch bevorsteht.

Wie dem auch sei, in Pjöngjang rappelt der Karton, man lässt die Muskeln spielen. Die Märkte, die im Moment gegen Spanien, Portugal und Italien spekulieren, lassen schon Wetten laufen, ob Nord- oder Südkorea den Jahreswechsel noch erleben wird. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnte uns eine fehlgeleitete, mit Atomen aufmunitionierte Rakete von den Weihnachtsmärkten pusten. Beten wir, dass es so weit nicht kommt.

Doch zu wem beten! Welcher Gott ist der richtige! Alle glauben, die Antwort zu wissen. Zum Beispiel Islamisten. Mit dieser Ellipse wäre die Überleitung zum zweiten potentiellen Sterbegrund geschafft. Der Terrorismus steht ja vor den Türen unserer Flughäfen und Bahnhöfe, gemeinsam mit dicken, beschusswesteten Maschinengewehrpolizisten, die eine klare Botschaft ausstrahlen: Wenn wir einen Selbstmordterroristen sehen, ballern wir ihm den Sprengstoff vom Leib.

Vielleicht wird’s auch kein Selbstmordattentäter, der via Autoentleibung sich und seine Umgebung einäschert, sondern ein ordinärer Kofferbomber. Und mit etwas Glück werden das ähnlich hochwertige Sprengsätze wie das Billigzeug, was aus Namibia gekommen wäre, wenn’s nicht eine Attrappe gewesen wär‘.

Wie wahrscheinlich ist nun was? Dass Nordkorea überhaupt Raketen hat, die bis nach Deutschland fliegen können, es sei denn, das nördlichere Korea besetzt Polen. Aber das wäre historisch gesehen nicht deren Bier. Also Korea eher mehr so nein.

Terror an Bahnhöfen und Flughäfen. Viel Polizei. Wenn ich Terrorist wäre, was ich nicht bin, also kein Grund, diesen Blog in die Vorratsdatenbankspeicherung einzubeziehen, also wenn ich einer davon wäre, würde ich doch keine Bahnhöfe sprengen (außer den von Stuttgart vielleicht, aber das erledigt der Staat ja schon), sondern Autobahnen. Das würde den Deutschen doch viel mehr treffen! Deswegen fordere ich: Mehr bewaffnete Polizisten auf Deutschlands Autobahnen!

Written by Quax

25. November 2010 at 21:53

Veröffentlicht in Politik

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Das lustige Korea

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Lange Strandspaziergänge machen, lecker Essen gehen, in den Bergen wandern. All das kann man in Nordkorea nicht. Denn in Nordkorea gibt es nichts. Nichtmal Essen. Und schon gar keinen Humor! Oder doch?

Sie haben die Atombombe, ihr offizielles Staatsoberhaupt ist seit gut sechzehn Jahren tot und ihr Führer ist eine Knalltüte. Nichts zu lachen also, in diesem Land voller Kommunisten, Atomwaffen, Koreaner und toter Präsidenten? Von wegen!, weiß da das Nachrichtenmagazin GMX zu berichten: In Nordkorea gibt es sogar eine eigene Comedy-Show! Ich weiß ja nicht, worüber ich mehr erstaunt sein soll: darüber, wie objektiv und facettenreich in diesem Video berichtet wird, dass das Publikum auf Befehl lachen muss wie beim ZDF oder darüber, dass es was lustiges in diesem Land gibt (was ja laut dem ex-Nordkoreaner nicht lustig sein soll. Vielleicht ist er auch einfach nur humorlos oder hat den Gag nicht verstanden, ich habe herzlichst gelacht), dass es Fernsehen gibt oder dass es dort Strom gibt.

Kein Spaß erlaubt in Nordkorea? Offenbar nicht. Aber eigentlich schon, denn wir wissen ja seit einiger Zeit, dass das nicht die einzige humorige Sache aus N-Korea ist. Eine staatliche koreanische Nordzeitung, quatsch, eine staatliche nordkoreanische Zeitung hat (ernsthaft!) bekannt gegeben, dass der „geliebte Führer“ Kim Jong-Il (angeblich Besitzer der weltweit größten Pornosammlung) einer der bestangezogenen Männern unter Gottes ehrfürchtiger Sonne ist! Na, wer fällt bei Modezar Kim auch nicht sofort auf die Knie, weinend vor Erleuchtung um braun und grau und Jacken und geile Sonnenbrillen. Beweise? Bitteschön, die Herbst-/Winterkollektion 2010 von den Laufstegen Pjöngjangs!

Oh...

...Yeah!

 

You sexy Motherfucker!

Offensichtlich hat man in Nordkorea mehr Humor als gedacht.

Written by Quax

12. April 2010 at 20:42

Veröffentlicht in Politik

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