Misanthropenwald

Posts Tagged ‘Oh Gott was tut er da!

Nicht als die Wahrheit über den Achjamann

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Was als amüsanter Podcast begann, endete mit der schon lange geahnten, aber immer für unmöglich gehaltenen Wahrheit. Der Achjamann hasst euch alle!

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Written by Achja

5. Mai 2011 at 20:13

Wulff bekommt von Bürger, was er noch nicht hat

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Gnihihi, unser Bundespräsident Christian Wulff hat heute seinen Antrittsbesuch in Wiesbaden gemacht. Und die Hessen sind ein tolles Völkchen, wie ein Video beweist.

Immer feste druff! Schade, dass der Amateurwerfer dem Herrn Staatsoberhaupt nicht die Frisur weggenebelt hat.

Aber im ernst: Es ist nicht gut, wenn man Christian mit Eiern bewirft. Es ist sogar sehr verwerflich! In Afrika verhungern Menschen und bei uns bekommt Christian Eier ans Revers. Außerdem, Dioxinskandal. Was, wenn der Christian so ein Teil in den Mund bekommen hätte? Nicht gut, was? Schämen sollte er sich, der lebensmittelverschwendende Eierwerfmensch!

Buh.

Written by Quax

14. April 2011 at 18:46

Veröffentlicht in Politik

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Türchen Nummer neun

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Weihnachten, da denkt man an die Kinder. Toll ist es, wenn man ganz viele Kinder hat, denn dann bekommt man auch was vom Staat. Viel Kindergeld, und potentiell auch Rente. Und mit jedem siebten Kind kommt auch Post von Christian Wulff.

Öffnen wir mit einem Zirpen also Türchen Nummer neun!

Christian kann von Glück reden, dass gerade (obacht, Wort mir nur zwei Tezett)  Adventztzeit ist und wir hier einen Adventskalender ham‘. Ansonsten gäb’s so dolle Überschriften, wie „Wulff unterstützt Neonazis“ oder andere Späße gleichen Formats. Aber der Reihe nach.

In jedem siebten Ei ist ein Figürchen mit dabei. Aus leidlicher, eigener Erfahrung der letzten Wochen weiß ich, dass das nicht stimmt; es ist öfters. Aber es geht hier nicht um Eier, sondern um das, was aus den Eier wird: menschliche Kinder. Für jedes siebte Kind bekommt man die Patenschaft vom Bundespräsidenten. Also, das Kind bekommt die Patenschaft. Patenschaft für’s siebte Balg vom BuPrä, früher gab’s für sowas doch noch das Mutterkreuz (Tusch).

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nun eine Familie mit sieben Kindern. Wir können nun also mit Fug und Recht behaupten, dass mindestens neun Menschen in Meckpomm leben (naja, „leben“). Nun begibt es sich so, dass die Familie politisch so eher rechts stehen soll. Das ist natürlich eine tolle Sache, dass Wulff den rechten Nachwuchs fördert, wo er nur kann, aber so will es nunmal das Gesetz. Jeder siebte Spross bekommt ein Blatt Papier mit BuPräSignatur.

Das ganze hätte relativ geräuschlos über die Bühne gehen können, aber der Bürgermeister der (einzigen) Stadt in MeckPomm spielte nicht mit. Er will die Urkunde seines Chefs nicht an die völkische Familie weitergeben. Soweit, so gewöhnlich, denn der Bürgermeister ist in der Linkspartei und sieht sich nicht als verlängerter Arm vom Wulff. Oder aber er lässt sich als Ossi nüschts von so’nem Wessi erzählen.

Auch das wäre ja alles kein Problem gewesen, denn Wulff geht’s doch links und rechts am Arsch vorbei, was mit dem Wisch für den Pöbel passiert. Nun begibt sich der Herr Bundespräsident demnächst in das dunkelste Bundesland der Republik und spricht da und eröffnet einen Baumarkt oder wasweißich was er da macht, ist mir doch egal, mich fragt ja niemand. Was er auf jedsten nicht tut, ist die Causa Kindurkunde lösen. Wäre auch albern, wenn Christian in einem kontroversen Konflikt eine Entscheidung treffen müsste. Das hat man davon, so eine gesichtslose Tomate zum Staatsoberhaupt erkürt zu haben.

Mit Joachim hätt’s das nicht gegeben!

(il Quelle)

Written by Quax

9. Dezember 2010 at 00:01

Veröffentlicht in Adventskalender

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Nackte Weiber

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Dies ist ein Artikel für eine kleine Zielgruppe. Aber eine, die wir pflegen möchten, denn uns sind alle Leser wichtig! Auch die, wo stinken und scheiße aussehen und eine eklige, nölige Stimme haben – denn uns kann es ja egal sein, der Nichterfindung der Riechlautsprecherkamera sei Dank. Wobei: Vielleicht wollen wir trotzdem nicht alle.

Zumindest nicht diese, denn dieser Artikel sei denen gewidmet, die den Misanthropenwald über die Suchbegriffe „Nackte Weiber“ erreichen. Und derer gibt es zumindest zwei, die laut WordPress-Statistik  heute (!) in (auf?)  unserem beschaulichen Adventsblog landeten. (Übrigens, weihnachtlicher Begriff mit vier Tezett? Richtig: Atzventzkrantzkertze.)

Zurück zu Lück zu den Notgeilen: Ich habe – im Namen der Wissenschaft – soeben „Nackte Weiber“ gegoogelt. Elf Seiten Googleergebnisse habe ich überflogen, dann hatte ich keine Lust mehr. Nach unzähligen Website-Variationen à la feuchte/geile/alte/junge/nackte (sic!) und Weiber/Frauen/Luder/Gören… .de wahr ich zu abgeturned, um noch weiter nach der herrlichen Adresse misanthropenwald.wordpress.com Ausschau zu halten.

Überhaupt: Es gibt auf diesem Blog zwei (na gut, jetzt drei) Artikel, die mit „Nackte Weiber“ getaggt sind. Einmal ist das die Spiegel-Titelgeschichte und einmal Guttenbergs-Kampf. Und der hier. Wie kommt ihr also hierhin, ihr Lustmolche? Sucht ihr Befriedigung beim Googleergebnisse lesen? Wollt ihr Guttis Alte nackt sehen? Antwortet, ihr mit den klebrigen Fingerlein!

Written by Achja

7. Dezember 2010 at 19:06

Jubeljubiläen

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Zwanzig Jahre Deutsche Osterweiterung. Außerdem heute im Programm: Schwarzgelb feiert Einjähriges. Juhu. Da bietet es sich an, die großartigen Leistungen der Merkelwunschkoalition mal gebührend zu würdigen.

Wenn es denn welche gäbe! Denn die Positivliste der Positivleistungen, die ich im ersten Entwurf dieses Eintrags gemacht habe (Hinweis des Autors: Hierbei handelt es sich natürlich nur um eine Floskel, ein sprachlich-stilistischer Kniff, wenn man so will. Denn in Wahrheit schreibe ich Einträge gar nicht vor, sondern haue sie direkt auf den Blog, ohne Korrekturlesung und/oder Änderung), sah exakt so aus:

  1. /
  2. Tja
  3. Puh…
  4. Gar nicht so leicht
  5. Vielleicht…
  6. Nein, doch nicht.
  7. Auch nicht.
  8. Haha, das ganz bestimmt nicht!
  9. äh
  10. Gleich kommt Punkt zwölf
  11. Hm.
  12. Ach!
  13. Heureka!
  14. Da ist ja doch was!
  15. Die Koalition exitiert noch!

Wobei das ja auch nichts wirklich positives ist. Eigentlich gibt es nur schlimme Sachen, es wird alles immer schlechter und früher war alles besser. Damals, als wir noch einen richtigen Präsidenten hatten, zum Beispiel.

Die Quintessenz dessen, was an dieser Koalition verachtenswert ist, zeigte sich nämlich in der letzten Bundesversammlung, als Christian Wulff zum… naja… ihr wisst schon. Anlässlich des zwanzigsten Jahrestages der feindlichen Übernahme der DDR hielt der Bundespräsident gestern eine kluge, vielbeachtete Rede. Und heute stammelte sich dann Wulff durch sein Geschreibsel, sagte im Grunde das gleiche wie das eigentliche Staatsoberhaupt, nur schlechter. Das ganze garnierte er mit himmelschreiendem Unsinn.

Wir können stolz sein auf unsere kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungen. Vor allem auf das soziale Klima in unserem Land

Seien wir stolz auf die Kälte. Diese alles zerfressende, abtötende Kälte, die jeden treffen kann, ganz gleich, woher er kommt. Denn das spielt bei der sozialen Kälte keine Rolle, oder?

Natürlich spielt es eine Rolle, woher einer kommt. Es wäre schade, wenn das nicht so wäre. Aber die entscheidende Botschaft dieses Appells lautet: Wir sind Deutschland! Wir sind Deutschland. Ja: Wir sind ein Volk.

Gute Arbeit, Christian. Einen alten, beschissenen Slogan einer alten, von Anfang an zum Scheitern verurteilten Imagekampagne heute noch mal aufzugreifen. Wir sind Deutschland, ja: wir sind ein Volk. Deutschland ist ein Volk und das Volk ist Deutschland! Für einen Bundespräsidenten, der mit dem Anspruch angetreten ist, Integration zu seinem Leib- und Magenthema zu machen, ist das eine belustigend ausländerextegrierende Aussage.

Aber natürlich will Christian „Doitschland“ Wulff Integration, von gebildeten Menschen zum Beispiel:

Im Wettbewerb um kluge Köpfe müssen wir die Besten anziehen und anziehend sein, damit die Besten bleiben.

Was für ein Zynismus. Kluge Köpfe sollen kommen und bleiben und Chef von unser’m Land, das auch ein Volk ist, irgendwie, ist so eine Hohlbirne. Wie passt das zusammen? Gar nicht, natürlich. Genauso wenig wie Licht und Schatten, Phillip Mißfelder und Bücher, Westerwelle und Anglistik, Orient und Okzident.

Vor fast 200 Jahren hat es Johann Wolfgang von Goethe […] zum Ausdruck gebracht: „[…] Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“

Mööönsch, Christian! Lass mir doch den Spaß.

Immerhin, Christian kriegt überraschenderweise nicht nur Hasspost, sondern auch ganz offensichtlich ironische Briefe von unseren humorvollen Moscheegängern:

Wenn mir deutsche Musliminnen und Muslime schreiben: „Sie sind unser Präsident“ – dann antworte ich aus vollem Herzen: Ja, natürlich bin ich Ihr Präsident! Und zwar mit der Leidenschaft und Überzeugung, mit der ich der Präsident aller Menschen bin, die hier in Deutschland leben.

Womit Christian zweifelsfrei bewiesen hat: Ich lebe nicht in Deutschland. Beziehungsweise in dem einen Volk.

Wieauchimmer.

Written by Quax

3. Oktober 2010 at 18:49

Veröffentlicht in Politik

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Maulkorbzwang für Hundespräsident Christian Wuff, bitte!

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Danke, Linkspartei, dass ihr aktiv mitgeholfen habt, diesen Schaumschläger und Nichtsnutz zu unserem Präsidenten zu machen. Das wird jetzt noch fünf lange, lange Jahre so mit dem Algenknutscher weitergehen. Danke nochmal.

Dass der gute Katholik Christian inzwischen seine Mission gefunden hat, kann man auf SPON lesen. Diese hat nichts mit seiner offenkundigen Bestechlichkeit zu tun – der werte Herr Bundespräsident urlaubt auf Malle und Staatskosten, halt nein, er habe einen „angemessenen Preis“ für sein Kämmerlein im Prunkpalast bezahlt. Fragt sich nur: angemessen für ihn oder wirklich angemessen, aber das spielt letztendlich ja auch überhaupt keine Rolle, denn der feine Herr hat sein Lebtag ja nur Steuergeld eingestrichen, erst als MiniPrä von Fischkoppland, dann jetzt als BuPrä. Das bedeutet, egal wie man’s dreht und wendet, Christian verwirtschaftet Volksvermögen in Spanien, es sei denn, er wurde von der Wirtschaft so ordentlich vom Scheitel bis zur Sohle geschmiert, was auch nicht allzu überraschend wäre, schließlich kauft der Gauner auch mal ganz gerne Flugtickets für die Schweineklasse, um dann trotzdem Business-Class zu fliegen. Zurückbezahlen tut er nur, wenn er erwischt wird, da will niemand wissen, wie oft der Schlingel das schon vorher so gehandhabt hat.

Zurück zu Wulffs Auftrag. Christian Guckindieluft hat eine furchtbare Erkenntnis gehabt:

Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen – mehr als früher, und das kann so nicht bleiben

Häme, Spott und Misstrauen ggü. Politikern, wer macht denn sowas? Wir auf dem Misanthropenwald würden so etwas niemals tun, damit stehen wir mit Wulffs guten Namen. Hat der Traumtänzer denn in Hannover unter einem Stein gelebt, dass ihm das erst jetzt auffällt, dass mit Staatsfunktionären umgegangen wird, so wie sie’s verdienen?

Vielleicht ja, vielleicht auch nicht, vielleicht ist seine Aufmerksamkeitsspanne auch nur geradezu bedauernswert kurz. Geschockt und empört von diesem Zustand, der ihn als König von Niedersachsen noch gepflegt am spottbegleitetem Arsche vorbeizugehen schien, hat er sich nun die Annäherung zwischen den Politikern und den Bürgerinnen und Bürgern zur Aufgabe gemacht und offenbar hat sich der Deichbohrer dabei verschätzt:

Am meisten fällt mir auf, dass die Aufgabe noch viel größer ist, als ich befürchtete […]. Da ist wirklich viel zu tun, um die Gräben zu schließen, die es da gibt.

Stimmt und so ein unparteiischer Präsident wie du ist auch bestens dafür geeignet, denn Schuld sind natürlich nicht die Hämebegleiteten Duisburger Bürgermeister, die an ihren Stühlen kleben oder die verrückten Hetzer wie Koch, die dem Ruf des Geldes in die Wirtschaft folgen oder die Steinmeiers, die Rente mit 67, Hartz-IV und den ganzen Unfung tatsächlich als „sozial gerecht“ verunglimpfen oder machtgeile Marionetten, die sich als williges Werkzeug ins oberste Staatsamt hieven lassen, damit rücksichtslose Gernegroßkanzler ihre eigene Gesetzesunterschriftenmaschine besitzen. Nein, Schuld sind die doofen Bürger, das Blödvolk und das Stimmvieh, dieses ganze undankbare Geschmeiß eben, das dem Streichkonzert der Arschgeigen nicht artig applaudiert und sich die Gierschlünder partout nicht zum Vorbild nehmen will, die sich in den Zeiten der größten Wirtschaftskrise seit anno ’29 ihre eigenen Diäten erhöhten und sich wunderten, warum das auf negatives Echo jener stieß, denen man gerade den Geldsauger in die Brieftasche hakte.

Wir sollten aufhören, sagt Christian, Menschen, die politischer Ämter übernehmen wollen, als Karrieristen, die sie ja nunmal sind, zu verhöhnen.

Für dieses unser Land haben wir die Verantwortung; wir haben kein anderes Land, es ist unser Land, aus dem müssen wir gemeinsam etwas machen.

Was ist denn das für ein widerwärtiger Allgemeinplatz, „wir haben kein anderes Land“, aber wir hatten mal ein anderes Land, das man als Testgebiet hätte benutzen können und das wurde 1990 abgeschafft. Und überhaupt, wer ist denn mit „wir“ gemeint ist. „Wir“, das Volk oder „wir“, die Politiker? Vermutlich meint Christian letzteres, wenn Treffen der elitären Kaste mit dem Pöbel schon von SPON extra hervorgehoben werden müssen:

Die Gelegenheit, um mehr Verständnis zu werben, hat Wulff am Freitagabend. Dann nimmt er mit rund 1500 Bürgern aus ganz Deutschland vor dem Brandenburger Tor in Berlin an der dritten „Tafel der Demokratie“ teil.

Seine Durchlaucht begibt sich hinab und speist mit den Plebejern, welch Ehre.
Bei solchen Dingen, bei solchen Aussagen und so viel himmelschreiendem Blödsinn frage ich mich manchmal, was Christian Klar im Moment eigentlich so macht.

Das doppelt-gezwungene Wortspiel in der Überschrift bitte ich übrigens zu entschuldigen.

Written by Quax

20. August 2010 at 17:23

Veröffentlicht in Polemik, Politik

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Intendantin verdient mehr Brötchen als Wulff

with one comment

In Deutschland regiert König Sommerloch. Das merkt man daran, dass die Nachrichtenportale sich Meldungen aus ihren fettverschwitzten Schweinsfingern saugen müssen. Also gibt’s jetzt eine Debatte rund um Christian Wulff drumrum.

Das liebe Geld. Christian kriegt davon nicht etwa zu viel, nein! Nagut, wenn wir ehrlich sind: doch. Doch, kriegt er. Für die Arbeit, die ein schimmliger Schimpanse machen könnte, kriegt er zu viel. Viel zu viel. Aber es gibt Menschen, die verdienen noch mehr und das ist Schade, denn Wulff kriegt nur 199.000 Euro, das sind immerhin nur fast vierhunderttausend Mark, der arme Kerl!

Aber die WDR-Intendantin kriegt, das wissen die Sommerlochexperten bei SPON, über dreihunderttausend Euro und schlussfolgern daraus:

Die erste Frau an der Spitze des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Monika Piel, verdient mehr als der erste Mann im Staat, Bundespräsident Christian Wulff.

Na, das ist ja mal ’ne Meldung! Man munkelt, dass die Albrecht-Brüder auch mal mehr verdient haben alswie der Bundespräsident!

Aber dass der gesamte Artikel total und völlig Banane ist, merkte der zuständige SPON-Azubi selber:

Für Christian Wulff liegt das jährliche Grundgehalt bei 199.000 Euro – im Gegensatz zu Monika Piel erhält er seine Bezüge allerdings bis ans Lebensende.

Gna. Damit ist ist die Nachricht ja total für die Tonne! Weil, Wulff kriegt ja letztendlich doch mehr Knete. Bis an sein Lebensende. Das ist noch lange hin, denn wie alt ist Christian? 14 im Geiste, aber körperlich bestimmt schon zwölf. Gauck wäre uns da billiger gekommen.

Was macht man also, wenn man so viel Geld hat wie Onkel Dagobert und dabei grinst, als sei man noch weniger dicht als ein Deich auf Sylt (an dieser Stelle verbitte ich mir pietätlose Witze über die Flut im Osten, die armen Menschen dort haben nichts und das wird auch noch weggespült!)? Man kauft Brötchen. Wunderschöne, formvollendete Kaiserbrötchen aus Hannover und lässt sie in Lastwagen aus purem Gold in die ehemalige Reichshauptstadt Berlin bringen. Sagt zumindest SPON, in der Sommerlochneiddebatte zwo.

Zu allererst möchte ich auf den Titel des Beitrags hinweisen:

Berliner Bäcker kritisieren Bellevue-Brötchen aus Hannover

Da muss sich das Alliterationsschweinchen aber geärgert haben, dass die Landeshauptstadt Niedersachsens nicht auch mit einem „B“ beginnt. Noch mehr beknackte SPON-Titelalliterationen gibt es übrigens bei Stefan Niggemeier.

Aber zurück zum Thema Brötchen.

Wirtschaft absurd: Christian Wulff wollte weg aus der niedersächsischen Provinz – doch auf Brötchen aus Hannover muss der Bundespräsident nicht verzichten.

Huhuhu, ja total absurd, diese Wirtschaft. Und Transport erst! Man stelle sich vor, man würde Nordseekrebse zum Pulen nach Marokko fahren und dann wieder zurück nach Deutschland! Äh…

Der Traditionsbäcker Jochen Gaues aus Hannover liefert fünfmal die Woche hochwertige Brote und Brötchen nach Berlin

Wie kann er nur! Nur mal so für’s Hinterstübchen: jeder Dötsch, der „hochwertige Brote“ (aus Niedersachsen? Hahaha!) dreihundert Kilometer in den Osten schleppt und genug Idioten findet, die die Pampe kaufen, verdient das auch. Einer davon sitzt offensichtlich in Bellevue und grinst wie irre. Aber man erkennt:

Brot und Brötchen […] nach Berlin zu transportieren, sei „verrückt“, sagte die Grünen-Politikerin Claudia Hämmerling. […] „Auch in Berlin gibt es ganz hervorragendes Brot“, sagte Hämmerling.

Hihi, na klar. Was empfehlen Sie denn, Frau Hämmerling?

Sie empfehle beispielsweise das „Märkische Landbrot“.

Bäh, diese trübe Pampe kann man nicht mal an tote Hunde verfüttern! Wie kann man solch eine breiigen Papppampe unserem Staatsoberhaupt nur anbieten? So sehr hasse ja nicht mal ich den Wulffchristian (und das will was heißen!), dass ich ihm Balinah Strippen an den Hals wünschen und in selbigen stopfen würde.

Außerdem könne Bundespräsident Christian Wulff seine Hannoveraner Brötchen viel besser genießen, wenn er sie nur im Heimaturlaub esse.

Ja, wenn ich vorher wochenlang nur diesen Schlick mit Kitt esse würd‘, würden mir auch selbst diese Hannoveraner Brötchen mit ihrem säuerlichen Fischgeschmack und -geruch schmecken wie die kulinarischeste Köstlichkeit auf dem Planeten. Warum ist diese sadistische Frau so gemein zu unserem unterbezahlten Staatsoberhaupt?

„Meine Familie und ich lassen uns unsere geliebten Thüringer Rostbratwürstchen auch nicht nach Berlin liefern, sondern essen sie nur im Urlaub in Thüringen“

Achso.

Das erklärt einiges. Wer gezwungen wird, Erfurter Knorpelknacker mit Stückchen zu verspeisen, missgönnt anderen natürlich seine wabbeligen Pampbrötchen. Nebenbei, was bekommt so ein Bundespräsident denn? Männliches Roggenbrot mit ganzen Ähren? Maskulines Graubrot? Testosteronbauernschnitten?

Bundespräsident Christian Wulff bekommt fast nur Brötchen und Vollkornbrot.

Buh, Weichei! Vollkornbrot, heiteitei. Christian, hoffentlich ist dir die Kruste nicht zu hart, schneid‘ sie lieber ab, Christian.

So insgesamt betrachtet, ist das doch ein Skandal, dass Wulff sich seine Leckerlis aus Hannover kommen lässt, nicht wahr? Nicht ganz, denn:

Allerdings wird das Schloss Bellevue bereits seit Jahren beliefert – also auch schon unter Wulff-Vorgänger Horst Köhler.

Daaaaaaaaann ist das, SPON, also auch keine wirkliche Meldung, sondern mehr so ein Lückenfüller? Weil Sommerloch? Also ein total unsinniger Artikel? Wie dieser Eintrag hier? Okay. Genehmigt.

Written by Quax

12. August 2010 at 17:19

Veröffentlicht in Politik, Wirtschaft

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