Misanthropenwald

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Weniger ist mehr

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Kinder, Kinder… Das ist es, wovon wir zu wenig haben. Wir haben die wenigsten Kinder Europas. Aber nur vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht und unter Umständen. 

Da liest man unter anderem bei der Deutschen Welle, dass in Deutschland pro Jahr nur noch zwei Kinder zur Welt kämen und wir damit europaweit die dickste Staubschicht in unseren Kreißsälen hätten. Panik Panik, der Deutsche stirbt aus.

Bei SPON liest sich die Sache anders, denn da hat Italien die rote Laterne.

Jetzt meine berechtigte Frage: Wer hat recht und wer nich‘?

Written by Quax

29. Juli 2011 at 17:37

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Wörter-Trennung

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Lange Wörter sind schwer zu lesen und verwirren. Wörter wie „Stochastikwettbewerb“ sehen ultrawichtig aus, lesen sich aber ungemein ungut. Besser, man trennt solche Wortmonstren – pardon, Wort-Monstren. Wie SPON beispielsweise.

Allein in den ersten Zeilen! Es geht um den Artikel zu Milchschnitte und dass das von den Klitschkos beworbene Produkt gar nicht so gesund ist, wie die Werbung immer tut. Jedenfalls:

Die Milch-Schnitte bekommt den Goldenen Windbeutel für den frechsten Werbeschwindel. Bei einer Online-Abstimmung der Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierten Zehntausende Teilnehmer das Ferrero-Produkt als irreführend. Alle Gewinner des Negativ-Preises in der Übersicht.

Wir zählen mit.

  1. Milch-Schnitte
  2. Online-Abstimmung
  3. Ferrero-Produkt
  4. Negativ-Preis

Normalerweise macht nur BILD sowas und spricht dann vom Schweine-Bauern, der seine Jugend-Liebe zum Romantik-Dinner ausgeführt hat. So halt.

Offenbar wurde dem zuständigen Schreibknecht die Wörter-Trennung irgendwann selber zu blöde, denn aus dem „Negativ-Preis“ wird schon wenig später ein „Negativpreis“. Und Vokabeltitanen, wie „Süßwarenkonzern“, „Etikettenschwindel“, „Zwischenmahlzeit“ und „Lebensmittelindustrie“ werden zur Vorsicht erst gar nicht bebindestricht. Aber dafür haben wir „Schoko-Sahnetorte“ und „Windbeutel-Kandidaten“. Nice Continuity.

Written by Quax

17. Juni 2011 at 15:29

Veröffentlicht in Blödsinn, Mischwald

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The Royal Overkill

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Wer die letzten Wochen unter dem Stein der Glückseligen geschlummert hat, wird es noch nicht wissen: Heute hat der zukünftig-zukünftige König von Großbritannien seine Mätresse geheiratet. Das ist einigermaßen interessant, weil’s da schließlich um das künftige Staatsoberhaupt der Insel ging. Aber man kann Sachen auch breiig zu Tode labern.

Schon seit Wochen gab’s ja im Grunde kein anderes Thema mehr in den good ol‘ Medien von good ol‘ Germany. Man könnte meinen, es ginge um den König von Germanien, aber dabei war’s doch nur der englische Prinz William, der mit der Sicherung der Thronfolge begann und „seine Kate“ (O-Ton aus jedem Käseblatt) vor den Altar führte. Nun mag man den güldenen Zeitschriften Gala, Bild der Frau, Prisma usw. das bisschen monarchisches Eingeheimel gönnen – der Märchenkitsch sei ihnen gestattet. Dass BILD großspurig und laut und mit viel Tamtam die „Märchenhochzeit“ (Jeder Schreiberling, überall) begleitet, war ja nicht anders zu erwarten. Genausowenig wie die Hasstiraden von z.B. SPON, wo im Vorfeld der Hochzeit kräftig gegen die Schmarotzer und Geldverbrenner aus Windsor Castle gefeuert wurde.

So weit also nichts auffälliges. Wer jedoch heute morgen den Fernseher einschaltete, wurde aber schon regelrecht erschlagen mit Hofberichterstattung. Die ARD übertrug die Hochzeit in ihrer Aufgabe als Öffentlich-Rechtlicher Sender. Das ZDF sendete bereits seit acht Uhr morgens, also gut anderthalb Stunden, bevor irgendwas Spannendes passierte. Die ARD mutete ihren Zuschauern Barbara Schöneberger zu und stellte ihre gesamte Berichterstattung unter den Titel „Küss mich, Kate“. Urgs. Und weil der Gebührenzahler gerne parallel zwischen den Öffentlich-Rechtlichen Sendern hin- und herzappt, musste das ZDF natürlich auch irgendwas aufbieten und schickte Andrea Kiewel in den Hyde Park, um Engländer zu terrorisieren und viel zu Große Mengen Sekt zu trinken.

Ein Hort der Stabilität könnten da nur die Privaten sein, die sich dem Quotendruck beugen müssen – und das gleiche Zeuch auch liefern! Auf Sat1 redet „Society Expertin“ (O-Ton Sat1) Sibylle Waischenberg äußerst wichtig daher. Auf RTL quält die ewig lispelnde Katja Burkhard ihre Umwelt und die Zuschauer (bzw. Tßuschauer, um’s in ihrer Sprache zu sagen) mit ziemlich dummen Fragen. Auch die Nachrichtensender n-tv und N24 sind sich zu fein, sich so ein geiles Ereignis wie eine Hochzeit in London durch die Lappen gehen zu lassen und berichten eifrig drauf los, samt Liveticker am unteren Bildrand, sodass man live noch mitverfolgen kann, wie die Hochzeit sich auf die Aktienkurse auswirkt. Und man erfährt, dass Merkel sich die Hochzeit nicht live angesehen hat.

Nur Phoenix hielt tapfer gegen die Monarchenbeschallung und brachte – hihihi! – eine Dokumentation zur Französischen Revolution. Und ProSieben wiederholte zum fünftausendsten Mal Scrubs.

Jolly Shocking das ganze. Aber nicht einmal auf gestandene, treue Republikaner konnte man sich verlassen – denn was machte SPON, das Vorzeigebollwerk der Republik? Nachdem man dort eine handvoll böser antimonarchischer Hasstiraden lesen konnte? Na? Was wohl? Die knickten völlig ein! Ein Riiiiiesenbanner über die Hochzeit! Drei Hochzeitsartikel allein auf der Startseite! Und die Krönung (im wahrsten Sinne des Wortes): Das „O“ im SPONschen Banner „SPIEGEL ONLINE“ wurde durch ein kleines Krönchen ersetzt. Also wirklich!

Als ob’s um unsere Majestät gegangen wär‘.

Written by Quax

29. April 2011 at 21:40

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Hauptsache bunt

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Als Schüler und Student kennt man das ja, man muss einen Vortrag halten und weiß nicht, wie man’s am besten bewerkstelligt. Und weil man fürchtet, dass der Vortrag inhaltlich eher schwach sein wird, stützt man sich voll und ganz auf Powerpoint, macht Folien mit geil viel Animationen und so’n Zeug. Doch Powerpointanimationen sind wie Drogen, irgendwann braucht man mehr davon um high zu werden. Was also tun?

SPON, Werbeplattform für allen möglichen Mist, hat die Lösung! Mit geilen Powerpointalternativen, die „viel hipper, cooler und jünger“ sind, genau wie ihre Benutzer. Yeah! Denn auf Hippness, Coolness und Jungness kommt es an, wenn man ein Referat hält.

Der hippe, coole und junge Exempelstudent ist Philipp von Hammerstein, er studiert BWL – wobei „studieren“ hier schon fast zu viel gesagt ist, denn BWL studiert man nicht, BWL lernt man auswendig und dann bekommt man Multiple-Choice-Klausuren. Doch Erfolgsstudent von Hammerstein ist nicht nur hipp, cool und erfolgsorientiert, weil er BWL studiert und später mal einen Haufen Kohle verdienen wird, nein. Er studiert natürlich nicht an irgendeiner icksbeliebigen Klitschenuni, sondern an der Privtauniversität in Vallendar, dem Nabel der Welt.

Wo also der gemeine Student nächtelang an seiner Powerpointpräsentation feilt, da lächelt der hippcoole Privatstudent Hammerstein nur müde, denn sowas kann ihn nicht beeindrucken. Ihn ödet dieser Vortragsstil geradezu an! Denn Hammerstein weiß, warum Powerpoint mies ist:

Meine Zuhörer brauchen jedes Mal 30 Sekunden, um das Blatt durchzulesen. […] Zeit, in der sie mir nicht zuhören.

Dreißig (in Ziffern: 30) Sekunden für eine Folie (der Privatstudent nennt sie gutsituiert „Slide“), da stand der Hammerstein also während seines Vortrags im Hightech-Seminarraum mit der Stoppuhr und – halt, dass er die Zeit weiß, ist gar nicht das lustige daran, sondern dass die Zuhörer so lange brauchen, um eine Folie zu lesen. Liegt das daran, weil Privatunistudenten im Lesen generell nicht so fit sind? Nein, natürlich nicht. Es liegt vielmehr daran, dass der coole Hammerstein seine Folien vollgestopft hat als wären’s Mastgänse. Mit anderen Worten: wenn ich zu blöd bin, eine Folie meiner Powerpointpräsentation ökonomisch zu füllen, dann brauche ich ein cooles Spielzeug, um meiner Unfähigkeit Ausdruck zu verleihen.

Und dafür fand er Prezi:

Für seine Präsentationen an der Uni suchte er im Netz nach Alternativen und fand Prezi. „Tolle Sache“, lautet sein Fazit nach rund 15 Präsentationen.

Fünfzehn Präsentation hat der 20-jährige Sohn von Beruf also angeblich bereits gehalten, soso. In einem Fach, in dem es keine Seminare gibt, aha. Nun gut, wollen wir uns damit mal nicht aufhalten. Prezi ist also das neue Spielzeug für Leute, die für ordentliche Powerpointpräsentationen zu dämlich sind. Was kann dieses Prezi denn so?

Das webbasierte Programm folgt nicht dem klassischen Präsentationsansatz der Diashow, sondern setzt auf eine Art virtuellen Rundgang durch eine Mindmap. Statt Folien gibt es eine unbegrenzt große Leinwand, auf der sich Elemente frei verteilen lassen.

Boah, voll cool!

Das ganze nennt sich dann übrigens Zooming Presentation, weil man mit der Kamera über dieses wirre etwas namens Präsentation schwebt und auf einzelne Aspekte zommen kann. Und wie sieht das ganze am Ende aus?

In der Praxis sieht die Arbeit mit Prezi vor allem bunt aus: Der Nutzer kann Fotos, Texte oder Videos auf die Präsentationsfläche ziehen. Die Elemente lassen sich drehen, verschieben und in der Größe verändern. Das Ergebnis erinnert an eine Filmvorführung

Genau das, was eine Präsentation machen soll! Vom eigentlichen Vortrag ablenken! Mit vielen bunten Bildern und Animationen und wusch und hui! Wer braucht da noch Inhalt, wenn der nächste Spiegelstrich angeflogen kommt, eine kleine Schleife fliegt und wieder davondüst?

Und wie findet Spitzenprivatstudent und Massenpräsentator Hammerstein diese Zooming Presentations? Natürlich H-A-Doppel M-E-R! Außerdem:

„Der Redner muss sich in seinem Thema sehr gut auskennen.“ Wer beim Vortragen schüchtern sei, für den seien solche Programme weniger geeignet.

Jahaha, das ist nix für Weicheistudenten, sondern was für Menschen mit gigantischen Eiern! Oder für Referenten, deren Themen so dermaßen wurscht sind, dass ein roter Faden völlig deplaziert wär und Inhalt nur von den geilen Kamerafahrten und Zooms ablenken tät‘.

Wer von Prezi allerdings nicht überzeugt ist, der kann es ja mal mit anderen Produkten versuchen, wie SlideRocket, wo der Name schon sagt, wohin die Reise geht. Denn während man über die Slides rocketet, kann man gleichzeitig twittern oder eine Nachricht auf Facebook schreiben! Das ist ja so geil, das braucht man unbedingt! Wie konnte man Referate nur bislang ohne halten?

Wem das dann doch zu viel Hobei ist, der kann ja auf Zoho Show zurückgreifen, die schlankere Variante von dem ganzen Scheiß:

Wer eine solide Präsentationssoftware ohne zu viele Funktionen und Schnickschnack sucht, wird hier ausgezeichnet bedient.

Oder kann gleich bei Powerpoint bleiben.

Written by Quax

16. April 2011 at 23:38

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Deutschland – das beste Land der Welt

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Rankings, Polls und Votes an jeder Ecke. Größte Stadt der Welt, größtes Unternehmen der Welt, beliebtestes Fastfood der Welt. Kenne mer all. Und die von der BBC in Auftrag gegebene Umfrage, nach der Deutschland das beliebteste Land der Welt ist und bleibt – wie Die Welt schreibt – gibt’s auch nicht zum ersten Mal. Quatsch ist das natürlich trotzdem.

Es hat nämlich niemand gefragt, welches denn das beliebteste Land der Erde sei. Die Welt schreibt’s trotzdem und ist damit nicht alleine. Jede Menge Blogs und Foren benutzen diese Formulierung ebenfalls und Focus und Co. nutzten die Formulierung zumindest in den Vorjahren. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es zu verkürzt ist, unser geliebtes Vaterland direkt zum beliebtesten Vaterland unserer Mutter Erde zu machen.

Denn darum ging’s gar nicht:

The poll […] asked a total of 28,619 people to rate the influence in the world of 16 major nations, plus the European Union.

Heißt: Deutschland wäre, wenn denn nach der Geilheit gefragt worden wäre, Erster von 16 Ländern und einer Europäischen Union – und nicht „der Welt“. Da aber nur danach gefragt war, zu beurteilen, ob der Einfluss des Landes auf die Welt positiv oder negativ ist, dürfen wir zwar kurz zucken, um uns auf die Schulter zu klopfen – müssen aber im nächsten Moment innehalten, denn schauen wir uns mal die Konkurrenz an:

Platz 17: Iran – Irre mit Bomben, warum kommen die vor? Brauchten wir einen klaren Verlierer?
Platz 16: Nordkorea – s.o.; Minus bei Südkorea
Platz 15: Pakistan –  vielleicht nicht ganz so schlimm, aber trotzdem: s.o.; außerdem Minus bei den Indern
Platz 14: Israel – die meisten Araber finden Israels Einfluss wohl er doof
Platz 13: Russland – Kommunisten, Stalin, Gulag – nichts für die freie Welt
Platz 12: Südkorea – eigentlich die Guten, dennoch: der Name Korea schreckt ab; Minus bei den nördlichen Nachbarn
Platz 11: Indien – eigentlich auch ganz nett, aber noch nicht entwickelt genug um einzuflussen; Minus bei Pakistan
Platz 10: Südafrika – ebenfalls ganz nett, aber nur die WM, ansonsten Apardheid; Quotenafrikaner der Umfrage und Quoten-irgendwasse mag keiner
Platz 09: China – Kommunismus, Mao, Wirtschaftswachstum – nichts für die freie Welt
Platz 08: USA – haben mittlerweile fast jedem Land der Erde Demokratie und Freiheit gebracht, negative Beurteilung unverständlich
Platz 07: Brasilien – wer hat Ahnung, was Brasilien so macht? Niemand, also werden die mal ins Mittelfeld gewählt
Platz 06: Frankreich – Auswirkungen des Einflusses in Afrika zeigen sich zur Zeit, nur Dank Wein und Weib so weit oben; Minus bei den Deutschen
Platz 05: Japan – brachten uns Animes und Digimons, was angesichts der Auswahl für diese gute Platzierung reicht
Platz 04: die EU – ist kein Land. Was soll der Quatsch?
Platz 03: Kanada – welchen negativen Einfluss auf die Welt können Elche, Bären und Bäume haben? Eben.
Platz 02: Großbritannien – Ja. Ist gefaked. BBC eben. Normalerweise harter Kampf um die Plätze mit den USA.
Platz 01: Deutschland – bleibt halt übrig, daran konnten auch die Franzosen nichts ändern.

Wer sich die Studie selbst ansehen will: Biddesehr. Achja, wer hat  den Link onlinegestellt? Richtig, das Auswärtige Amt. Und was steht im Teaser? Genau. Aber: Die Überschrift ist differnzierter.

Written by Achja

9. März 2011 at 19:00

Eng ist doch gemütlich

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Ach, SPON! Manchmal bist du doof, aber manchmal muss ich lachen. So wie dieses Mal. Danke, SPON.

Da gibt’s einen Artikel über Guttenberg und seine Kopierereien mit der Überschrift:

Warum es für den Minister richtig eng wird

Ein Traum von einer Überschrift. Und direkt darunter, im ersten Satz im Artikel über Lybyen:

Es wird eng für Libyens Machthaber Gaddafi.

Potz Donner, was habe ich mich gefreut. Irgendeine witzige Verwechslung kann man da bestimmt draus machen, zum Bleispie dass die Amis Truppen in der Region zusammen ziehen, um Guttenberg zu entfernen und Karl-Theo wir fahr’n nach Lodsch! auf riesigen Giftgasvorräten sitzt oder so. Mach‘ ich aber nicht. Gefällt mir schon so ganz gut. Danke nochmal, SPON.

Written by Quax

28. Februar 2011 at 18:33

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Geographie und Grenzen

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Mit gemäßigtem Interesse überflog ich gerade den SPONschen Artikel zur Einführung eines Vertriebenengedenktages. Die Koalition möchte den vertriebenen Deutschen einen eigenen Gedenktag geben, aber ein paar Historiker möchten das nicht und haben einen Brief geschrieben. SPON nennt eine Hand voll Historiker. Und was entdeckten meine trüben, glasigen Augen da? Na?

Exakt nämlich sowas hier, einen Meilenstein der Aktualität und Orthographie:

Den Aufruf haben unter anderem […] aus der Slowakei Dusan Kovac, aus der Tschecheslowakei Kristina Kaiserova unterschrieben.

Tschecheslowakei.

Moment, moment.

Fangen wir damit an, dass es die Tschechoslowakei seit gut zwei Jahrzehnten nicht mehr gibt. Das kann man wissen, wenn man Allgemeinbildung hat, das sollte man wissen, wenn man Abitur hat und das muss man wissen, wenn man Artikel bastelt. Dass es besagte Tschechoslowakei nicht mehr gibt, hätte man daran erkennen können, dass Historiker #1 aus der Slowakei und Historiker #2 aus der Tschechoslowakei kommen soll. Tip für alle geistig umnachteten Freunde: Das Land, wo der SPON-Mann meinen tut, ist Tschechien. Aus Tschechoslowakei wurden Tschechien und Slowakei

Klar soweit? Gut.

Zweiter Punkt: wenn man schon ein existierendes Land aus reiner Gewohnheit mit dem Namen eines nicht mehr existierenden bezeichnet, was in etwa so wäre, als würden wir von ganz Deutschland als DDR sprechen, dann sollte man den Namen des nicht mehr existierenden Landes wenigstens richtig schreiben. Und nicht so, wie man den Namen des nicht mehr existierenden Landes vor sich hinnuschelt. Sondern nämlich:

T-S-C-H-E-C-H-O-S-L-O-W-A-K-E-I

Habe die Ehre.

Written by Quax

15. Februar 2011 at 09:21

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