Misanthropenwald

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Türchen Nummer zwanzig

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Weihnachten, Ferienzeit! Man geht Verwandte besuchen oder lässt sich besuchen. Auch wenn’s dieses Jahr wohl nichts wird mit dem Besuch der buckligen Verwandschaft, denn es fahren momentan so viele Züge wie es Grad Celsius hat: Minus vier.

Öffnen wir mit einem Bibbern also Türchen Nummer zwanzig!

Die Bahn kommt – oder sollte kommen, denn sie tut es nicht. Inzwischen hat die Bahn sogar hochoffiziell von Zugfahrten abgeraten. Ein Rat, den man auch im Sommer hätte beherzigen können.

Das alles wegen Schnee! War es denn wirklich so überraschend, dass es im Winter kalt werden könnte und dass man mit Schnee konfrontiert werden wird? Und davor zieht die Bahn jetzt resignierend ihren Hut und lässt kaltem Wasser den Vortritt. Wenn Züge fahren, dann nur noch im Schneckentempo, das heißt langsamer und damit noch verspäteter als ohnehin schon.

Damit hat General Winter das geschafft, was ein Battalion islamistischer Terroristen nicht vermochte: den gesamten Zugverkehr der Republik lahmzulegen. Generell ist die Enttäuschung ja gewaltig. Ende November hat man uns Chaos und Terror versprochen, die Weihnachtsmärkte seien noch unsicherer als die Bahnhöfe weil der Muselmann ja alles ungläubige in Sichtweite weghaut. Nichts, nichts, gar nichts war! Keine Explosion im Bahnhof, kein Attentat auf dem Weihnachtsmarkt, ja nicht einmal ein herrenloser Koffer hat’s zur medialen Eilmeldung gebracht.

Terroristen und Bahn – beide absolut unzuverlässig!

Written by Quax

20. Dezember 2010 at 00:04

Veröffentlicht in Adventskalender

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Raue Zeiten, in denen wir leben

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Blättert und zappt und klickt und querliest man in den Medien so rum, dann weiß man: ich kann man morgen schon aufwachen und dabei tot sein! Darüber sind sich alle einig, nur die Gründe können unterschiedlich sein. Es gibt nämlich zwei Topkandidaten, die sind heiße Anwärter auf die Katastrofe des Jahres 2010.

Alle könnten wir zu staub zerfallen. Nicht weil’s dem Herrgott gerade so beliebt, sondern weil Korea. Da ganz rechts an der Welt geht die Luzi ab, da brennt die Hütte. Sprichwörtlich und bildlich. Nordkoreanische Artillerie ebnete vor einigen Tagen eine südkoreanische Insel ein. Daaaaas war unter Umständen keine allzu gute Idee, wir werden sehen. Wenn beide Seiten vernünftig bleiben, dann passiert vielleicht nichts. Auf der anderen Seite haben wir Nordkorea und seine Heiligkeit Kim Jong ll. Er ist der Sohn von Kim Jong I. Er ist vermutlich totkrank und/oder tot und hat damit bereits jenen Zustand erreicht, der uns noch bevorsteht.

Wie dem auch sei, in Pjöngjang rappelt der Karton, man lässt die Muskeln spielen. Die Märkte, die im Moment gegen Spanien, Portugal und Italien spekulieren, lassen schon Wetten laufen, ob Nord- oder Südkorea den Jahreswechsel noch erleben wird. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnte uns eine fehlgeleitete, mit Atomen aufmunitionierte Rakete von den Weihnachtsmärkten pusten. Beten wir, dass es so weit nicht kommt.

Doch zu wem beten! Welcher Gott ist der richtige! Alle glauben, die Antwort zu wissen. Zum Beispiel Islamisten. Mit dieser Ellipse wäre die Überleitung zum zweiten potentiellen Sterbegrund geschafft. Der Terrorismus steht ja vor den Türen unserer Flughäfen und Bahnhöfe, gemeinsam mit dicken, beschusswesteten Maschinengewehrpolizisten, die eine klare Botschaft ausstrahlen: Wenn wir einen Selbstmordterroristen sehen, ballern wir ihm den Sprengstoff vom Leib.

Vielleicht wird’s auch kein Selbstmordattentäter, der via Autoentleibung sich und seine Umgebung einäschert, sondern ein ordinärer Kofferbomber. Und mit etwas Glück werden das ähnlich hochwertige Sprengsätze wie das Billigzeug, was aus Namibia gekommen wäre, wenn’s nicht eine Attrappe gewesen wär‘.

Wie wahrscheinlich ist nun was? Dass Nordkorea überhaupt Raketen hat, die bis nach Deutschland fliegen können, es sei denn, das nördlichere Korea besetzt Polen. Aber das wäre historisch gesehen nicht deren Bier. Also Korea eher mehr so nein.

Terror an Bahnhöfen und Flughäfen. Viel Polizei. Wenn ich Terrorist wäre, was ich nicht bin, also kein Grund, diesen Blog in die Vorratsdatenbankspeicherung einzubeziehen, also wenn ich einer davon wäre, würde ich doch keine Bahnhöfe sprengen (außer den von Stuttgart vielleicht, aber das erledigt der Staat ja schon), sondern Autobahnen. Das würde den Deutschen doch viel mehr treffen! Deswegen fordere ich: Mehr bewaffnete Polizisten auf Deutschlands Autobahnen!

Written by Quax

25. November 2010 at 21:53

Veröffentlicht in Politik

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Was tun, wenn Terroristen?

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Der Terrorismus, der schon die USA, Großbritannien und Spanien erfolgreich bedroht hat, kommt nun auch zu uns. Glauben besonders pessimistische Zeitgenossen. Da wäre es nun an der Zeit, in heillose Panik zu verfallen, aber bisher hält sich das alles in Grenzen, wenn man das mal mit der Hysterie um die Schweinegrippe vom letzten Jahr vergleicht. Es sind also alle zurückhaltend und mit gebührender Vorsicht unterwegs?

Nein, natürlich. Irgendjemand muss dem gemeinem Deutschen ja Hilfestellung tun, was er denn gegen Terrorismus tun kann. Diese dankbare Aufgabe übernahm der Innensenilor Berlins, Erhart Körting. Er hat einen genialen Tipp an alle Hobbystaatsbürger gegeben, wie auch die kleine Hausfrau von nebenan sich gegen den bösen Terroristen zur Wehr setzen kann. Folgendes schlug Genie Körting vor:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.

Seltsam aussehende, womöglich etwas müffelnde Menschen, die nur eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen. Am besten gleich anzeigen! Man kann ja nie wissen, was die Muftis da zu dritt so planen, wenn sie sich immer abschotten und irrwitziges Ausländisch sprechen. Dann klappt’s auch mit der Integration.

SPON kritisiert Körtings Hilfestellung wider dem Terrorismus, denn das, was er da sage, sei nicht zutreffend auf die neuste Generation von Terroristen in Deutschland:

Einige der zuletzt gefassten Terroristen, die in Deutschland Bomben zünden wollten, haben geschwäbelt. Einige der Terrorverdächtigen, die sich derzeit in Terrorcamps in Waziristan aufhalten und als mögliche Attentäter gelten, berlinern.

 Schwaben und Berliner. Wer sonst, wenn nicht diese beiden Volksstämme, passen denn auf die Beschreibung des seltsam aussehenden Trios, das eine unverständliche Fremdsprache spricht und kackunfreundlich ist?

Da sollte man schonmal die Behörden informieren. Und dieses schwäbische Terroristengesindel vom Stuttgarter Bahnhof fernhalten.

Written by Quax

20. November 2010 at 15:09

Veröffentlicht in Politik

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Wumms

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Das hat es nicht gemacht, als im Kanzleramt ein verdächtiges Packet entschärft wurde, das eine Bombe enthielt. Bomben in Packeten, von der Post geliefert. Woher kam dieses Päckchen überhaupt?

Als in den USA Packete mit jemenitischen Feuerwerk auftauchten, begann man in der Bundesrepublik den Panikrumba zu tanzen. Alle Flüge in, aus und um den Jemen drumrum wurden stillgelegt, notfalls von der Luftwaffe auf den Boden gefunzelt. Terror, überall. Schlimm. Auf keinen Fall sollte so ein Terroristenpräsent deutsche Heimatscholle erreichen und Unfug anrichten. Deshalb die harsche Flugsperre.

Blöde, dass dann doch eine Bombe im Kanzleramt auftauchte, adressiert an „A. Merkel, Bundeskzlr. v. Dtschlnd“. Merkel entkam dem Anschlag nur knapp, sie war in Belgien. Die Bombe wurde entschärft. Wie kommt eine jemenitische Überraschung denn trotz Vollluftsperrung in die Schaltzentrale der Macht? Klare Antwort, sie kam nicht aus dem Jemen.

Sondern aus Griechenland! Das hat das BKA herausgefunden, weil das Paketband nach Feta roch. Die Griechen, die Griechen. Da geben wir denen Kredite noch und nöcher und dann bauen die sich von dem Geld nicht funktionierende Bomben! Wo haben diese Dilletanten denn gelernt, bei der Sauerlandgruppe? Deutsche Terroristen hätten funktionierende Bomben gebastelt!

Jedenfalls, es gab einen ganz konkreten Anschlagsversuch aus Griechenland! Warum wird der Luftverkehr mit den Hellenen nicht eingestellt? Warum sperren die USA nicht ihre Flughäfen, so wie wir unsere geschlossen haben? Warum werden jemenitische Terroristen ernst genommen und griechianische nicht? Sind griechische Terroristen etwa weniger wert?

Fragen, die sich niemand stellt. Zurecht.

Written by Quax

3. November 2010 at 21:45

Veröffentlicht in Politik

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Man fliegt nackt

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Letztes Jahr Weihnachten – diese Formulierung klingt, als sei das ewig her, dabei sind es gerade einmal vier Wochen – letztes Jahr Weihnachten also wollte ein Somalier ein amerikanisches Flugzeug in die Luft sprengen. Es gelang ihm nicht, weil ein mutiger Holländer ihn im Flieger besprang. Und schon soll es für unsere Sicherheit an unseren Flughäfen neues Spielzeug geben: Nacktscanner!

Oder Körperscanner, wie sie auch genannt werden. Um sich fachgemäß über dieses lustige Gerät aufregen zu können, muss man wissen wie es funktioniert. Hier die wichtigsten Fakten:

Man stellt sich (bekleidet) zwischen zwei graue Boxen und hebt beide Arme. Dann wird man bis zur Unfruchtbarkeit mit Röntgenstrahlen beschossen. Der Flughafensicherheitsbeamte sieht dann auf seinem Monitor alles. ALLES! So kann er Messer, Pistolen, Sprengstoff und Lanzen entdecken, die der potentielle Terrorist zwecks Unheilanrichterei an Bord nehmen möchte.

Das klingt erstmal nach einer prima Sache. Das Problem ist nur, dass unser somalischer Freund auch ohne Körperscanner seine Bombe am Bein ins Flugzeug gebracht hätte, das ganze FKK-Gescanne also letztendlich ziemlich nutzlos ist. Nur, wie hätte man Sprengstoff am Bein entdecken können? Wenig praktikabel erscheint da die Lösung, nur noch beinlose Menschen in Flugzeuge zu lassen. Ebenso erscheint eine Kurze-Hosen-Pflicht eher als FDP unter den Lösungen. Da würden sich die Terroristen die Bombe einfach an den Arm schnallen und nichts wäre erreicht worden. Ein mutiger Holländer war es, der den Terroristen von seiner schlimmen Tat abhielt. Aber wollen wir wirklich in jedem Flugzeug einen Kaaskopp sitzen haben?

Was man machen könnte wider dem Beinbombenterrorismus: Ein generelles Textilverbot auf Flügen. Denn wir kamen nackt auf Gottes grüne Erde, warum sollten wir nicht ebenso nackt in seinen blauen Himmel hinaufsteigen? Nirgens am Körper ließe sich eine Bombe verstecken und der geile Flughafensicherheitsbeamte, der zuvor noch sabbernd vor dem Körperscannermonitor saß, kann nun lechzend die Speckfalten von Gran-Canaria-Pauschalurlaubern durchsuchen. Da macht auch Arbeit wieder Spaß!

Experten sind jedoch der Meinung, dass die kreativen Terroristen (und nein, damit sind nicht BAP gemeint) ihren gefährlichen Sprengstoff nicht am, sondern im Körper verstecken. Zum Beispiel in den Nasenlöchern, in der Harnröhre, im Enddarm. Wobei ich mich, um ehrlich zu sein, auf Schlagzeilen freuen würde, wie: ARSCHBOMBER SPRENGT AIRBUS! 

Was tun gegen sowas? Niemand möchte seine Körperöffnungen dehnen, nur weil ein Flughafensicherheitsbeamter dort Messer, Pistolen, Sprengstoff und Lanzen vermutet.

Also doch Nacktkörperscanner. Die bringen zwar auch nichts, sehen aber geil aus. Also, je nach dem, wer so drin steht.

Written by Quax

20. Januar 2010 at 19:16

Veröffentlicht in Polemik

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