Misanthropenwald

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Brain Drain

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Keine Doktoren, keine Unis, kein Geld, keine jungen Studenten und Nobelpreise gewinnen wir ja auch keine mehr. Wozu also Hochschulen, die eigentlich niemand will? Wird Wissenschaft überbewertet. Es wird. Aber hallo!

Der Gelehrtenschwund setzt ja schon von oben an. In den letzten Tagen haben bereits drei Doktoren ihre Doktorhüte genommen und artgerecht verbrannt, nämlich ex-Dr. Guttenberg, ex-Dr. Koch-Mehrin und ex-Dr. Tochter vom Stoiber. Alle drei erkannten die Sinnlosigkeit von Wissenschaft und gaben sich für ihren akademischen Grad so überhaupt keine Mühe. Durch Lug und Trug setzten sie ein Statement gegen Wissenschaft, dieses unnütze, geldverschlingende Hobby verbeamteter Professoren.

Hinzu kommt der demographische Wandel. Weil’s ja eh bald keine Kinder mehr in Deutschland geben wird, wird’s auch keine Studenten mehr geben – wozu dann Unis? Weil sie so geil aussehen? Das muss man stets bedenken, wenn in nächster Zeit wieder eine Fakultät eingeweiht, ein neuer Hörsaal gebaut und eine neue Professur ausgeschrieben wird. Was sollen Professoren ohne Studenten tun, außer sich gegenseitig schlagen und/oder Bücher auf und zu?

Zumal Polen offen ist. Die Grenze ist so porös, dass polnische Wissenschaftler in Heerscharen nach Deutschland abwandern – das befürchtet die polnische Regierung. Und diese Polenprofs kommen natürlich nicht zum Spargelstechen, denn wer mag schon Spargel?, sondern zum Arbeiten. Gut ausgebildet in ihrem Heimatland, machen sie den Wissenschaftsbetrieb in Deutschland völlig überflüssig.

Hamburg hat die Zeichen der Zeit bereits erkannt. Hamburg baut seine Hochschulen Stück für Stück ab. Völlig zurecht. Hochschulen haben eh keine Zukunft mehr. Genauso wie Hamburg.

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Written by Quax

13. Mai 2011 at 10:20

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Hauptsache bunt

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Als Schüler und Student kennt man das ja, man muss einen Vortrag halten und weiß nicht, wie man’s am besten bewerkstelligt. Und weil man fürchtet, dass der Vortrag inhaltlich eher schwach sein wird, stützt man sich voll und ganz auf Powerpoint, macht Folien mit geil viel Animationen und so’n Zeug. Doch Powerpointanimationen sind wie Drogen, irgendwann braucht man mehr davon um high zu werden. Was also tun?

SPON, Werbeplattform für allen möglichen Mist, hat die Lösung! Mit geilen Powerpointalternativen, die „viel hipper, cooler und jünger“ sind, genau wie ihre Benutzer. Yeah! Denn auf Hippness, Coolness und Jungness kommt es an, wenn man ein Referat hält.

Der hippe, coole und junge Exempelstudent ist Philipp von Hammerstein, er studiert BWL – wobei „studieren“ hier schon fast zu viel gesagt ist, denn BWL studiert man nicht, BWL lernt man auswendig und dann bekommt man Multiple-Choice-Klausuren. Doch Erfolgsstudent von Hammerstein ist nicht nur hipp, cool und erfolgsorientiert, weil er BWL studiert und später mal einen Haufen Kohle verdienen wird, nein. Er studiert natürlich nicht an irgendeiner icksbeliebigen Klitschenuni, sondern an der Privtauniversität in Vallendar, dem Nabel der Welt.

Wo also der gemeine Student nächtelang an seiner Powerpointpräsentation feilt, da lächelt der hippcoole Privatstudent Hammerstein nur müde, denn sowas kann ihn nicht beeindrucken. Ihn ödet dieser Vortragsstil geradezu an! Denn Hammerstein weiß, warum Powerpoint mies ist:

Meine Zuhörer brauchen jedes Mal 30 Sekunden, um das Blatt durchzulesen. […] Zeit, in der sie mir nicht zuhören.

Dreißig (in Ziffern: 30) Sekunden für eine Folie (der Privatstudent nennt sie gutsituiert „Slide“), da stand der Hammerstein also während seines Vortrags im Hightech-Seminarraum mit der Stoppuhr und – halt, dass er die Zeit weiß, ist gar nicht das lustige daran, sondern dass die Zuhörer so lange brauchen, um eine Folie zu lesen. Liegt das daran, weil Privatunistudenten im Lesen generell nicht so fit sind? Nein, natürlich nicht. Es liegt vielmehr daran, dass der coole Hammerstein seine Folien vollgestopft hat als wären’s Mastgänse. Mit anderen Worten: wenn ich zu blöd bin, eine Folie meiner Powerpointpräsentation ökonomisch zu füllen, dann brauche ich ein cooles Spielzeug, um meiner Unfähigkeit Ausdruck zu verleihen.

Und dafür fand er Prezi:

Für seine Präsentationen an der Uni suchte er im Netz nach Alternativen und fand Prezi. „Tolle Sache“, lautet sein Fazit nach rund 15 Präsentationen.

Fünfzehn Präsentation hat der 20-jährige Sohn von Beruf also angeblich bereits gehalten, soso. In einem Fach, in dem es keine Seminare gibt, aha. Nun gut, wollen wir uns damit mal nicht aufhalten. Prezi ist also das neue Spielzeug für Leute, die für ordentliche Powerpointpräsentationen zu dämlich sind. Was kann dieses Prezi denn so?

Das webbasierte Programm folgt nicht dem klassischen Präsentationsansatz der Diashow, sondern setzt auf eine Art virtuellen Rundgang durch eine Mindmap. Statt Folien gibt es eine unbegrenzt große Leinwand, auf der sich Elemente frei verteilen lassen.

Boah, voll cool!

Das ganze nennt sich dann übrigens Zooming Presentation, weil man mit der Kamera über dieses wirre etwas namens Präsentation schwebt und auf einzelne Aspekte zommen kann. Und wie sieht das ganze am Ende aus?

In der Praxis sieht die Arbeit mit Prezi vor allem bunt aus: Der Nutzer kann Fotos, Texte oder Videos auf die Präsentationsfläche ziehen. Die Elemente lassen sich drehen, verschieben und in der Größe verändern. Das Ergebnis erinnert an eine Filmvorführung

Genau das, was eine Präsentation machen soll! Vom eigentlichen Vortrag ablenken! Mit vielen bunten Bildern und Animationen und wusch und hui! Wer braucht da noch Inhalt, wenn der nächste Spiegelstrich angeflogen kommt, eine kleine Schleife fliegt und wieder davondüst?

Und wie findet Spitzenprivatstudent und Massenpräsentator Hammerstein diese Zooming Presentations? Natürlich H-A-Doppel M-E-R! Außerdem:

„Der Redner muss sich in seinem Thema sehr gut auskennen.“ Wer beim Vortragen schüchtern sei, für den seien solche Programme weniger geeignet.

Jahaha, das ist nix für Weicheistudenten, sondern was für Menschen mit gigantischen Eiern! Oder für Referenten, deren Themen so dermaßen wurscht sind, dass ein roter Faden völlig deplaziert wär und Inhalt nur von den geilen Kamerafahrten und Zooms ablenken tät‘.

Wer von Prezi allerdings nicht überzeugt ist, der kann es ja mal mit anderen Produkten versuchen, wie SlideRocket, wo der Name schon sagt, wohin die Reise geht. Denn während man über die Slides rocketet, kann man gleichzeitig twittern oder eine Nachricht auf Facebook schreiben! Das ist ja so geil, das braucht man unbedingt! Wie konnte man Referate nur bislang ohne halten?

Wem das dann doch zu viel Hobei ist, der kann ja auf Zoho Show zurückgreifen, die schlankere Variante von dem ganzen Scheiß:

Wer eine solide Präsentationssoftware ohne zu viele Funktionen und Schnickschnack sucht, wird hier ausgezeichnet bedient.

Oder kann gleich bei Powerpoint bleiben.

Written by Quax

16. April 2011 at 23:38

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Schlacht am Guttenberg

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Karl-Theodor zu Guttenberg ist zurückgetreten. Das wurde auch langsam Zeit. Sagt jedenfalls der eine Teil der Deutschen. Der andere bedauert den Schritt und sähe den Verteidigungsminister weiterhin gerne im Amt. Aber wer steht auf der einen Seite und wer auf der anderen? Und warum? Auf der Suche nach der Frontlinie.

Die Medien
…stehen auf der Seite der Guttenberg-Gegner: Nachdem die Süddeutsche Zeitung aufgedeckt hatte, dass der Minister a.D. bei seiner Dissertation abgeschrieben hat, war die Stoßrichtung: Das ist ein großer Skandal, er muss sich entschuldigen und bald hieß es, er solle seinen Posten räumen. Als zu Guttenberg dann rumkrebste, von „abstrusen“ Vorwürfen sprach, obwohl täglich neue Stellen in seiner Doktorarbeit gefunden wurden, die nicht von ihm waren, und schließlich doch „Blödsinn“ einräumte, forderten quasi alle Medien seinen Rücktritt.

Einzige Ausnahme: Die Bild-Zeitung. Sie hielt zu Guttenberg die Stange, hatte ihn schließlich zuvor schon für „gutt“ befunden und blieb dabei und ihm treu. So auch die Bildleser, wenn man denn der Umfrage des Blatts glauben kann, in der ihm 87 Prozent ihre Unterstützung zusicherten. Bei allen anderen größeren Zeitungen sah das anders aus und bereits bei bild.de waren es plötzlich 55 Prozent – die seinen Rücktritt forderten.

Die Wissenschaft
…steht mittlerweile wohl auf der Seite der Gegner. Jedenfalls spätestens, seitdem sich diverse Professoren und schließlich auch zu Guttenbergs Doktorvater (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. – geil!) Peter Häberle gegen die Arbeitsweise des Ex-Ministers ausgesprochen haben. Für zu Guttenberg persönlich (es folgt eine wilde Vermutung) könnten auch die wäschekorbweise zu Angela Merkel angeschleppten Unterschriftenlisten mit den Signaturen enttäuschter junger Doktoranten ausschlaggebend gewesen sein, seinen Helm zu nehmen (Verteidigungsministerwitz).

Die, wo sich sonst eigentlich nicht für Politik interessieren
…sind klar für zu Guttenberg und betrauern seinen Rücktritt. In einem Facebook-Status steht u.a., dass seine Fehler mehr Nähe zu den Bürgern erzeugten, und dass sie ihn sympathischer machten. Die Argumentation pro zu Guttenberg läuft meist über Softskills: Bürgernah, gutaussehend, anpackendes Auftreten, Redetalent. Stimmen gegen zu Guttenberg werden mit „grünes Gelaber“, lustigen Sozibeschimpfungen und Missgunst gekontert. „Armes Deutschland“, das „nicht zu schätzen weiß, wenn mal einer kompetent ist, sondern denjenigen einfach verheizt.“

Die Soldaten:
…stehen weitgehend zu ihrem Minister. Er gilt als Macher, der die längst überfällige Bundeswehrreform angepackt hat. Ihm wird angerechnet, dass er zu seinen Soldaten steht und sich in Afghanistan sehen lässt. Ein ehemaliger Professor der Bundeswehruni München ließ ihn zwar gestern fallen, ist aber auch kein Militär.

Die „Intellektüllen“(Vgl. Pispers u.a.)
…sind neben den Medien die Speerspitze der Anti-zu-Guttenberg-Bewegung. Sie fürchten um seine Glaubwürdigkeit bzw. viel mehr, was noch alles erfunden und abgeschrieben ist, was so aus dem Hause zu Guttenberg kommt. Außerdem heißt es, mit Betrug dürfe man einfach nicht durchkommen. Sonst hätten sie ja damals auch abschreiben können, in ihrer Dissertation/Magisterarbeit/Abiklausur/Führerscheinprüfung. Und das haben sie ja nicht, wg. Moral u.ä.

Die Politiker
Stehen, zwiegespalten wie sie sind, auf beiden Seiten. Sie verurteilen zu Guttenbergs Verhalten sicherlich (sind ja intellektuelle Elite und meist auch promoviert) und finden sein Krisenmanagement (hoffentlich) lausig. Anderseits sehen sie kommen, dass auch ihre Dissertationen und Veröffentlichungen (neudeutsch: Papers, obwohl man sie nicht rauchen soll) bald mal unter die Lupe genommen werden. Und das kann keiner wollen.

Die, denen alles egal ist
…scheint es in diesem Fall nicht zu geben. Ich wünsche mir mal einen entsprechenden Facebook-Status. „Guttenberg ist und bleibt mir egal. Ob er betrogen hat, oder nicht, interessiert mich nicht. Dass er nun geht, habe ich mit einem Achselzucken wahrgenommen.“

Margot Käßmann
…hat sich zwar noch nicht geäußert, war aber die Letzte, die unkonventionell war, schnell empor kam und wegen eines Skandals zurücktrat. Direkt am Folgetag und mit Entschuldigung. Hat nun gelernt, dass sie wahrscheinlich mit ein bisschen mehr Ausdauer und Leugnen heute noch im Amt sein könnte.

Written by Achja

1. März 2011 at 20:58

Spirale der Blödheit

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Gestern ließ sich auf SPON ein Artikel einer (eventuell tatsächlich existierenden) Studentin erspähen, die einen Brief an ihren Lehrer von einst schrieb und ihm ankreidet, dass er sie schlecht auf die Uni vorbereitet habe, weil nur Transferleistungen abgefragt worden seien und keine Auswendiglernereien, wie man das auf der Unität nunmal benötigt. Und heute antwortete der Lehrer, dass die Uni ihn damals schlecht auf den Lehrerberuf vorbereitet habe. Nunja.

Beginnen wir mit dem Studentinnenbrief von Charlotte Haunhorst. Sie ist im Grunde gar sehr entzückt darüber, dass Lehrer Christian Bode nicht so großen Wert auf Zahlen legte, sondern mehr so die großen Zusammenhänge lehrte. Mit viel Eigeninitiative las sie freiwillig auch Bücher (!) und bildete sich weiter.

Dann kam Charlotte auf die Uni und machte einen großen Fehler. Sie studierte „was mit Medien“ – und wunderte sich, dass man in einem solch überschätzten Studiengang zum Abschluss krabbeln kann, ohne auch nur ein Buch in der Hand gehabt zu haben. Außerdem erwies sie sich als extrem unflexibel; statt von ihren aus der Schule gewohnten Transferlernverhalten abzuweichen und das dümmlich-stupide Auswendiglernverhalten zu übernehmen, blieb sie stur dabei und bekam notenmäßig auch gleich die Quittung. Spätestens nach der ersten Klausurenphase hätte es ja im Hirne rappeln können, dass Wasmitmedienistik weniger mit Denk-, denn mehr mit Gedächtnisleistung zu tun hat und ganz und gar anspruchslos ist. Statt sich einen neuen Studiengang mit mehr Anspruch zu suchen, blieb sie in dem Sammelbecken für all jene, die nach dem Abi nicht wissen, was sie studieren sollen. Nach dem dritten Semester erst resignierte sie und lernte nur noch Folien auswendig. Wie es sich gehört.

Nun folgt die Antwort von Lehrer Bode – und da geht es los:

Liebe Charlotte,

es tut mir leid! Ich konnte es nicht besser, aber ich habe eine Entschuldigung: Man hat mich völlig falsch auf das Lehrerleben vorbereitet!

Charlotte lernt nix auf die Uni, weil die Uni ihren Lehrer nicht gut darauf vorbereitet hat, wie man die Pennäler auf die Uni vorbereitet – Fuck it!

Darauf folgt die Schwärmerei, wie man damals nicht in Vorlesungen brauchte, weil man den Schein auch so bekam und die Dozenten sich keine Mühe bei den Vorlesungen gaben – warum auch, es kam ja eh keiner. Aber die Seminare, da fand „das eigentliche Studium“ statt und es lehrten „hoch motivierte und junge (wichtig!) Dozenten“ auf teufelkommraus alles das, was man im schulischen Dienst ohnehin nicht mehr bräuchte und manchmal, wenn man besonders viel Glück hatte, durfte man sogar – man höre und staune ob dieser tollen Seminare damals! – eine Hausarbeit schreiben und ab und an bekam man dabei sogar Hilfe! Eiderdaus!

Zu dumm, dass Seminare an den Unis verschwunden sind und nur noch Zwangsvorlesungen mit dreifacher Anwesenheitspflicht und anschließender Auswendiglernklausur existieren.

Doch früher war mitnichten alles besser, denn spätestens im Examen zeigte sich das Symptom, dass Lotte so schön beschreibt:

Spätestens im Examen zeigte sich dann das Symptom, das Du so schön beschreibst: Es wurde ein zentrales Thema gestellt, dazu gab es eine Literaturliste (mit echten Büchern!) und dann wurde stumpf gepaukt.

Obacht, es folgt nun ein Witz:

Fakten, Fakten, Fakten, und zwar lang schon, bevor der Focus das zu seinem journalistischen Credo machte!

Lauthalse Schmunzelei, allenortens. Aber das war ja alles bisher nur nostalgisches Vorgeplänkel, denn jetzt geht’s um die wurscht! Als Lehramtsstudent wurde man gar nicht auf die Schule vorbereitet:

Die Schulpraktika waren eine Farce […] Die Pädagogikseminare waren eine Reise an die Grenzen des Verstandes und der Geduld

Und viele merkten erst im Referendariat, dass sie ja mal mit Kindern zu tun haben würden!

Gymnasiallehrer – Menschen, die vier Monate Ferien im Jahr haben, nur den halben Tag arbeiten und sonst zugucken, wie ihnen das üppige Beamtengehalt aufs Konto gespült wird. Man merkt ihnen an, dass sie vormals zur Gruppe der Lehramtsstudenten gehörten. Zu jenen geistig einfältigen Figuren, die ob ihrer Beschränktheit nicht zu unrecht in der Studentenhierarchie ganz unten angesiedelt sind, gerade weil sie den Schuss nicht gehört haben und tatsächlich wider besseren Wissens an die Schule wollen, Klassen mit dreißig Volldeppen unterrichten. Immerhin, so ein ex-Lehrämtler kennt dann seine Pappenheimer. Und weil er es nicht besser gelernt hat an der Universitaet, bringt er seinen Kinderlein das Unnötige bei und die besonders wenig hellen Kinderlein gehen dann mit dem ganzen Blödwissen an die Uni und studieren Lehramt und so fort.

 

 

Und nun freue ich mich auf eure billigen Ausflüchte Kommentare, liebe Lehramts-„Studenten“.

Written by Quax

28. Januar 2011 at 22:22

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Neulich in der Provinz

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In Potsdam, der pulsierenden Metropole, da gehen die Uhren anders, nämlich rückwärts. Schon drollig, was da so alles durch den märkischen Sand wuselt und ein Mindestmaß an Haupthaar vermissen lässt. Die Universität Potsdam lässt einige jener Haarlosen bei sich studieren, man kann’s ja nicht ändern.

Einer dieser Herren ist nun von seiner politischen Haltung höchstens bedingt das, was man gemeinhin „Kommunist“ nennen mag, sondern eher das komplette Gegenteil. Er ist ein recht rechter Geselle, bzw. Kamerad und rennt studierend über den Campus der Unität Potsdam. Da er nun seine drei Gedanken nicht an sich halten konnte, sorgt er nun für Probleme an seiner Alma Mater.

Er absolvierte ein Praktikum in der NPD-Zentrale und wünscht nun die Anerkennung jenes Praktikums, wogegen sich die Verantwortlichen Universitätsmenschen sperren, die es für unschicklich halten, dass ein späterer Diplom-Politikwissenschaftler sein Pflichtpraktikum in der NPD-Zentrale absolviert hat.

Was nun besonders kurios ist, ist folgender Sachverhalt. Der Kerl, der da sein Praktikum abgesessen hat, ist der stellvertretende NPD-Vorsitzende in Brandenburg – und der hat in der Bundeszentrale sein Praktikum gemacht! Also… also… der Landesvize macht im Braunen Haus sein Praktikum. Das ist so, als würde ich ein Praktikum in meiner eigenen Küche machen. Kein Wunder, dass der Quatsch nicht anerkannt wird! Täte ich neben meinem harten, harten Studium beispielsweise noch bei Burger King (wo es besonders lecker ist) zwecks monetärer Beschaffung abwechselnd Brötchenhälften und Fleisch aufeinanderschichten, dann würde ich mein Praktikum doch auch nicht an der Kasse des eben genannten Etablissements machen und darauf hoffen, dass mir das als Praktikum im Bereich VWL/International Finance anerkannt wird.

Also ehrlich, NPD, mit solchen Leuten an der Parteispitze nehmt ihr dem Kampf gegen Rechts aber ordentlich die Butter vom Brot.

Written by Quax

10. Januar 2011 at 19:19

Veröffentlicht in Bildung, Politik

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Türchen Nummer Vierundzwanzig

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Weihnachten, da wird gesungen, gesoffen, gehurt und gelacht. Wir haben uns aber nur unterhalten und zwar über das vergangene Jahr. Zu euer aller Freude lief dabei – wie zufällig – ein Mikrofon. Also seid beschenkt mit dem letzten Podcast des Jahres! Und haltet durch! Der Beitrag wird besser, je länger er läuft!

Öffnen wir mit einem EIGENWERBUNG Türchen Nummer Vierundzwanzig.

Guttenberg haben wir absichtlich rausgelassen. Wir sind ihm immer noch böse, dass wir nicht nach Afghanistan eingeladen wurden.

Türchen Nummer zwei

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Weihnachten, das ist ein Symbol der Nächstenliebe! Man schenkt sich gegenseitig etwas und hofft, auch etwas geschenkt zu bekommen. An der Uni Leipzig hingegen schenkt man sich scheinbar nichts.

Öffnen wir mit einem Knurren also Türchen Nummer zwei!

Professor Marcel Machill ist ein Überflieger. Jung. Dynamisch. Harvard-Absolvent. Professor für Journalistik. Ein Bild von einem Wissenschaftler. Seine Klausuren haben Niveau, sagen die einen. Die anderen sagen, sie sind schwer wie zweitausend Kilo Blei.

Machill (Professor u. Harvard-Absolvent) hat ein Buch geschrieben. Das beste. Natürlich, denn mit weniger gibt er sich nicht zufrieden. Es ist relevant für seine niveavollen Bleiklausuren. Die nötigen Seiten hat er selbstredend nirgendwo verfügbar gemacht, schließlich ist er Harvard-Absolvent. Profi. Sollen die Studenten sich selbst darum kümmern.

Und das taten sie, weil alle Ausgaben aus der Universitätsbibliothek natürlich in nullkommanix ausgeliehen waren. Den teuren Schinken kaufen, das war da die einzige Alternative, doch das Standardwerk war vergriffen und erst in mehreren Wochen lieferbar. Also erbarmte sich ein hilfsbereiter Student, scannte das Buch ein und machte es seinen Kommilitonen verfügbar.

Armer Machill! Sein Lebenswerk! Verramscht! An Studenten!

Jeder richtige Mensch hätte es entweder dabei belassen oder die Texte selber auf das uniinterne Portal hochgeladen oder wenigstens dem Studenten geschrieben, er solle es unterlassen, das Urheberrecht zu beugen. Der Superprof hingegen schickte die Kavallerie in Form von Anwälten vor und mahnte den Studenten ab. Studenten sind nun dafür bekannt, dass sie in Geld schwimmen, sodass der hilfsbereite Studierende nun 1000€ Geldeuro locker machen darf.

Machill ist im Recht. Das ist er immer, das hat er immer. Ein Harvard-Absolvent muss sich nicht um niedere Studenten kümmern. So ist das nunmal, im Leben.

(Quelle)

Written by Quax

2. Dezember 2010 at 00:11

Veröffentlicht in Adventskalender

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