Misanthropenwald

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Who the fuck is Rösler?

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Nüber und drüber geht’s ja momentan in der bunten Welt der Politpolitik. Während niemand Atomkraft jetzt so sehr hast wie Stefan Mappus, rollt bei der FDP das Russisch Roulette der Vorsitzendenguillotine. Brüderle macht’s wie guter Wein (nussig im Abgang) und Westerwelle dankt ab, nachdem er zuletzt im Weltsicherheitsrat mit der neuen deutschen Außenpolitik der Fickt-euch-alle!-Doktrin zu punkten wusste. Was nun?

Ja was, ja was. Brüderle gibt ja nur den Landesvorsitz von Kaffprovinz-Acker Rheinland-Pfalz ab, im Bund, wie es so schön heißt, im Bund bleibt er uns erhalten. Westerwelle bleibt und auch im Bund erhalten, wie es so schön heißt. Aber er gibt noch ein paar Ämter ab, nämlich den des FDP-Vorsitzenden und den des Vizekanzlers. Und wer wird nun Vizevorsitzender und FDP-Kanzler?

Der dings! Röslerphilip. Ein Arzt wird Vizekanzler und was hat er nicht alles bisher erreicht! Unter seiner Ägide kommt die Regierungskoalition in den Umfragen auf satte 33%, das macht 30% CDU und 3% FDP . In Worten: drei Prozent. Das reicht nur bedingt, um bei einer Wahl in den Bundestag einzuziehen, nämlich gar nicht.

Wo waren wir? Achja. Nein, nicht der Achja, sondern „achja“ als Ausdruck des Erinnerns. Die Grünen! Es ist ja nicht nur eitel Sonnenschein bei so einer Umfrage, denn die Grünen bewegen sich nun auf Augenhöhe mit der CDU und spucken auf die SPD, wie das jeder anständige Mensch tun sollte. Bei 28% soll das grüne Pack sich bewegen und könnte damit die Schmach von Stuttgart auch nach Berlin tragen. Gemeint ist grün-rot. Oder grau-grau, für Leute mit Grün-Rot-Schwäche. Grauer Kanzler dieses fiebrigen Wahntraumes könnte dann der Flugmeilensammler Özdemir sein oder Trittin oder Claudia Roth. Ein Gedanke, den man sich nicht nackt vorstellen möchte.

Aber zum Glück ist ja jetzt noch nicht Bundestagswahl, sondern erst in ein paar Jahren. Bis dahin ist das grüne Souffle hoffentlich eigegangen wie ein Souffle. Wenn nicht gar wie ein Soufflé. Gewählt wird irgendwann im Herbst 2013. Da hat die grüne Soufflepartei ja Zeit, wieder einzuschrumpeln, bei der FDP hat’s ja nach der Bundestagswahl von neulich auch nicht so lange gedauert. Vielleicht kommt die FDP ja auch wieder zurück, dann mit diesem dings. Rösler

Wer ist das eigentlich?

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Written by Quax

7. April 2011 at 14:40

Veröffentlicht in Blödsinn, Politik

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Türchen Nummer Vierundzwanzig

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Weihnachten, da wird gesungen, gesoffen, gehurt und gelacht. Wir haben uns aber nur unterhalten und zwar über das vergangene Jahr. Zu euer aller Freude lief dabei – wie zufällig – ein Mikrofon. Also seid beschenkt mit dem letzten Podcast des Jahres! Und haltet durch! Der Beitrag wird besser, je länger er läuft!

Öffnen wir mit einem EIGENWERBUNG Türchen Nummer Vierundzwanzig.

Guttenberg haben wir absichtlich rausgelassen. Wir sind ihm immer noch böse, dass wir nicht nach Afghanistan eingeladen wurden.

Türchen Nummer zweiundzwanzig

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Weihnachten, Winterzeit! Überall liegt toller Schnee und man kann Schneeballschlachten Schneeballfriedensmissionen machen! Das macht aber nur Spaß, wenn man nicht andauernd eingeseift wird.

Öffnen wir mit einem Zetern also Türchen Nummer zweiundzwanzig!

Eigentlich geht’s uns doch gar nicht so schlecht. Gut, der Schnee macht uns ein bisschen zu schaffen, die Bahnen kommen unwesentlich später als ohnehin schon und statt Winterreifen bräuchte man Kufen – aber dafür sinkt die Arbeitslosigkeit, weil Hartz-IV-Empfänger sich die Heizkosten nicht mehr leisten können und, was besonders toll ist, unsere Schüler sind nicht mehr ganz so doof wie vor fünf Jahren noch! Deutschland wird wieder klüger. Und das hat Auswirkungen. Im Schulfach „politische Gesinnung“ wurde überraschend festgestellt, dass Migrantenkinder auf dem gleichen Bildungsstand sind wie Deutschkinder. Politische Bildung funktioniert, das zeigen auch die Umfragen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die FDP in Umfragen bei nur noch 3% liegt?

Written by Quax

22. Dezember 2010 at 00:01

Veröffentlicht in Adventskalender

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Westerwelle schlägt zurück

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Wikileaks veröffentlichte hunderttausende geheime US-Diplomatenbriefe, in denen die deutsche Regierung nicht gut wegkommt. Außenminister Westerwelle wird als aggressiver, eitler Selbstdarsteller bezeichnet, was dieser nicht auf sich sitzen lässt. Aus Rache veröffentlicht der aggressive, eitle Selbstdarsteller nun diplomatische Noten des deutschen Botschafters – um zu zeigen, was die so von den Amis halten! Dem Misanthropenwald liegen diese brisanten Dokumente vor. Die Namen derer, denen durch die Veröffentlichung Gefahr für Leib und Leben droht, wurden unkenntlich gemacht.

XXXXXXXXXXXXXXXWASHINGTONXXXXXXXXXXXXXXX
SIEBENUNDZWANZIGSTER_MAERZ_ZWEITAUSENZEHN
BOTSCH.: DR. H. MUELLER AN: DR. G. WESTERWELLE, AA
XXVORG. 20034//17 DIPLOM. DATENK. 669 DOK. 1(89)XX

////Gestern mit H. Clinton essen gewesen. Furchtbare Frau m
it noch furchtbarerer Frisur. Dicker New-York-Akzent, schwer
er zu verstehen als das Englisch von EU-Kommissar ¤¤¤¤¤¤¤¤ ¤
¤¤¤¤¤¤¤¤ oder das von Ihnen, Herr ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤. Hatte haesslic
hes Kleid an (Fr. Clinton, nicht ich!), unertraegliche Farbe. Apr
opos Farbe, heute Morgen diplomatischer Empfang im Weißen
Haus. US-Praesident ¤¤¤¤¤ sehr freundlich und zuvorkommend.
Machte Witze ueber Bundeskanzlerin ¤¤¤¤¤¤, was haben wir Di
plomaten gelacht! Habe Megagag über Entwicklungshilfeminist
er ¤¤¤¤¤¤ gebracht, die Oberarme der Praesidentengattin habe
n geschlackert vor Lachen. Können stolz auf den Nichtsnutz se
in, sagte Vizepraesident Biden. Dann großes Diplomatenratesp
iel, wessen Regierungschef als erster abgewählt wird. Frau Bun
deskanzlerin war Favoritin. Amis sind ja so kulturlos! Sowas ha
ett’s bei uns nie gegeben! Restliches Kabinett von Praesident ¤¤
¤¤¤¤ ¤¤¤¤¤ chaotischer Haufen, undiszipliniert und proletenha
ft. Fuehle mich wie auf FDP-Parteitag. Kopf vom US-Finanzmin
ister sieht aus wie eine große rote Melone! Ist bestimmt leer inn
endrin und rechnen soll er auch nicht koennen. Neuer Verteidi
gungsminister ist aehnlich dumm wie unserer, aber nicht so bl
oed wie der ¤¤¤¤¤¤¤ oder der ¤¤¤¤¤¤¤¤¤ oder der ¤¤¤¤¤¤¤¤ od
er die ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤-¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ oder die ¤¤¤ ¤¤¤ ¤¤¤¤¤ ode
r die ¤¤¤¤¤¤¤¤¤, die fueher mal so hieß wie unser Bundespraesi
dent, naemlich ¤¤¤¤¤¤¤. Sind eigentlich alles doofe Pfeifen, hue
ben wie drueben. Sollten mit denen ganz gut klar kommen. Fre
ue mich auf Ihren ersten Staatsbesuch hier, Herr ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤.
Wenn Sie hier sind, achten sie auf den mit den kleinen Augen, i
ch glaube, der klaut.XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

ENDE DOK. 1(89) UEBERTR. 03:17 MEZ. WASHINGTON-BERLIN
//GEH. VERSCHLUSSSACHE | AA DIPL. NOTE 28875TTZ1410\\

Written by Quax

29. November 2010 at 21:22

Veröffentlicht in Satire

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Wir sind wieder wer

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Jahrzehntelang war Deutschland ein Drittweltstaat, das Schlusslicht Europas. Dieses drollige Kriegsverliererland, in zwei Hälften zerlegt, war die Sonderbewirtschaftungszone der EU. Unwichtig und in der Bedeutungslosigkeit versunken. Doch wie hat sich das nun geändert!

Die Krise ist überwunden, wir haben ein Wirtschaftswachstum wie zu Kaisers Zeiten und horten ordentlich Asche wie Heu. Der Staatsschatz ist so sehr angewachsen, dass Arbeitslose und Rentner alle zwei Euro mehr bekommen – ja selbst andere EU-Staaten werden inzwischen gekauft!

Die Schweine kommen langsam angekrochen, also die PIGS. Das steht für:

  • P ortugal
  • I rland
  • G riechenland
  • S panien

Ja? Englisch für Schwein. Pigs. Hätte man das deutsche Wort genommen, müsste das etwa so aussehen:

  • S chweden
  • C hile
  • H onduras
  • W ietnam
  • E ritrea
  • I srael
  • N amibia
  • E stland

Aber wir sind ja wieder international unterwegs, deshalb PIGS. Die Anfangsbuchstaben ergeben das englische Wort für Schwein. Schweine sind Allesfresser, das bedeutet, dass sie alles fressen wollen. Am liebsten Geld. Und wir haben Geld! Nachdem wir letztens schon Griechenland den Arsch gerettet haben, ist nun Irland dran. Die BILD schlagzeilte damals über die Pleite-Griechen und gab den Griechen ihre Drachmen zurück. Dann kam Merkel und kaufte den ganzen Sauhaufen an der Ägäis und sanierte deren Haushalt. Nach deutschen Vorbild; die Renter bekamen weniger Rente und die Beamten weniger  Beamte. Taktisch geschickt ließ Merkel die Verkäuferregierung als Marionette im Amt, sodass diese den Frust des Pöbels abbekam.

Ähnliches kann Strippenzieher Deutschland nun bei den irren Iren auf ihrer besoffenen Kleeblattinsel machen. Erst die heimische (also unsere) Bevölkerung auf den Kauf einstimmen, dazu nimmt man die Presse. BILD darf dann wieder von Pleite-Iren sprechen und den Iren ihr Pfund symbolisch wiedergeben. Dann schlägt Merkel wieder zu und kauft die grünen Kobolde. Genial!

Der Auftrieb der Weltmacht Deutschland blieb auch unseren Konkurrenten auf dem internationalen Parkett nicht verborgen. Spitzenminister Wellerweste drückte gegen jede Bedenken für unsere Heimat einen Sitz im Weltsicherheitsrat durch, indem man Stimmen – kaufte! Alle knicken sie ein, vor dem mächtigen Portemonnaie der Bundessuperrepublik.

Doch so viel Macht ruft auch Neider auf den Plan. The Uneidet States of America missgönnen uns den Aufschwung; weil wir deren Wirtschaft kaputtexportieren, liegt ein Handelskrieg in der Luft. Doch wer nichts zu handeln hat, kann auch nicht kriegen. Neid ist die höchste Form der Anerkennung. Geschenke der Anerkennung bekommen wir auch; führende Terroristen erkennen unsere neue Machtstellung an und beehren uns mit ihrem Sprengwerk. Nicht nur unsere griechischen Untertanen machen uns Präsente, auch aus Namibia, bekanntermaßen ein Terrorloch ohnegleichen, kommen mutmaßlich anerkennende Packete.

Länder kaufen, Sitze haben, Päckchen kriegen. Was braucht man mehr, um sagen zu können: Wir sind wieder wer!

Written by Quax

18. November 2010 at 18:56

Veröffentlicht in Politik

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Herbstloch

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Trends ändern sich. Blau ist das neue schwarz, Hamburg ist das neue München und Durchgangsbahnhöfe sind das neue Kopfbahnhöfe. Alles geht zuende, nur die Wurst hat zwei. Wovon die Rede ist? Natürlich von Löchern.

Doch nicht von Riesenarschlöchern, zu denen sei an späterer Stelle etwas gesagt, sondern von inhaltlichen Löchern. Das Sommerloch ist hinlänglich bekannt; durch die aktive Sonnenbestrahlung weitet sich das Ozonloch, wodurch alle Themen absorbiert werden, die einen Blog, wie z.B. diesen Oberstübchenbewegungsmelder hier, obsolet wirken lassen. Wir (d.h. ich) haben uns dagegen gestemmt und im Sommer ein Feuerwerk an Einträgen abgefeiert. Hat aber keiner gemerkt, denn während andere draußen die Sonne genossen, haben wir Genossen in klammen Kellern arg getippt. 

Doch kaum ist Herbst, bricht das alles ein. Warum! Das ist keine berechtigte Frage, sondern eine Exclamierung. Nun, es könnte der Zufall sein, denn in letzter Zeit ist ja echt nichts besonderes passiert.

Nicolas Sarkozy, der französische Präsident, sorgte für reichlich Irritationen unter den weltoffenen, realitätsnahen Europakommissaren, als er Zigeunerlager – Verzeihung, Romalager – auflösen ließ und die, ähm, Lagerinsassen (?) in ihre Heimat Rumänien zurückschickte. Jetzt verhält es sich ja so, dass es in Europa das sogenannte Recht der Freizügigkeit gibt. Das beudeutet nicht, dass man nackelig durch die EU flitzen darf, sondern dass man sich im ganzen EU-Raum frei bewegen darf und in jedes Land reisen kann, in das man halt so reisen möchte, auch um dort zu wohnen. Das bedeutet, dass die abgeschobenen Roma, falls sie nicht völlig einen Hauweg haben, ihre sieben Sachen erst gar nicht auspacken, sondern sich schnurstracks nach ihrer Ankunft wieder auf den Weg nach Frankreich machen. Das Spielchen kann man dann so lange spielen, bis Paris pleite ist.

Wie dem auch sei, die luxemburgstämmige EU-Kommisarin für Romaangelegenheiten gab zu bedenken, dass das doch Rassismus sei, wenn man die Roma zwischen der Grande Nation und Rumänien pendeln ließe. Nicolas Bonaparte stieß das sauer auf und er stänkerte zurück; sollen die Luxemburger doch die Roma aufnehmen! Das war wiederum der luxemburgischen Regierung nicht recht. Aus dem Kleinstland kam die Verlautbarung, dass die Franzosen ihre Zigeuner gefälligst behalten sollten.

Auf dem EU-Gipfel wusch Kommissionspräsident Barroso vom Obersten Sowjet dem kleinen Franzmann ordentlich die Rübe. Sarkozy suchte den Schulterschluss mit denen, die historisch gesehen die meiste Erfahrung mit Vertreibung haben, nämlich mit den Deutschen. Der Froschzwerg behauptete, dass auch Deutschland in Bälde seine Zigeunerlager räumen werde. Daraufhin erwachte Merkel aus ihrem lebenslangen Schlafkoma und ließ dies sofort dementieren; die letzte Räumung eines Romalagers sei vor Kriegsende durchgeführt worden und seit dem habe man keine große Lust mehr empfunden, wieder welche zu aufzulösen.

Deutsche Romalager sind also unauflösbar wie der Bund der Ehe. Geniale Überleitung, denn Guido Westerwelle, Dr. Guido Westerwelle, der Herr Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, ist unter der Haube. Vor ein paar Tagen heiratete der Nativespeaker jemand anderes, den er ab und zu auf Geschäftsreisen mitnahm. Das war keine große Meldung, glücklicherweise. Dennoch hat sich der Internetstammtisch eifrig darüber ereifert, dass eine Schwuchtel doch das Großdeutsche Reich in den arabischen Ländern nicht repräsentieren könne, so der allgemeine Tenor der Intellektunwilligen.

Und wo das Thema „Dumme Menschen und was Charakterlose von ihnen halten“ doch schon angeschnitten ist: es gibt neues von Lieblingswurst Wulff. Der Bundespräsident der Herzen vereint viele Eigenschaften in sich, wie Lethargie oder Amoralität, und ist eine so derbst gute Seele, dass er dem ehemaligen Bundesbankier Thilo „Fuck da immigrants!“ Sarrazin den Vorruhestand gab, sowie die volle Pension, die Thilo bekäme, hätte er die Dienstzeit abgerackert, plus tausend Euro extra. Pro Monat. Gut gemacht, Christian! Erst gibt’s Heldenorden für die elf Versager, die nur Dritter wurden, und jetzt 1000€ Bonus für Migrantenbeschimpfung.

Um wieviel Geld würde Christian wohl die Rente für Sarkozy erhöhen…?

Written by Quax

20. September 2010 at 19:39

Veröffentlicht in Politik

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Hauptsache Steuersenkungen

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Zum ersten Male seit dem Ende der DDR wächst die Wirtschaft Deutschlands wieder beinahe zweistellig. Nämlich so um die vier v.H., was so viel bedeutet wie „von Hundert“, was wiederum so viel meint wie „Prozent“. Insgesamt also so vier Prozent oder auch 4%.

Etwa ebenso hoch muss der Alkoholpegel im Blut der FDP-Riege sein – wenn man Brüderle mal außen vor lässt, der treibt den Schnitt in Höhen, die sonst nur von den Maßpreisen auf dem Oktoberfest erreicht werden. „The Aufschwung is da!“, jubiliert Westerwelle und freut sich darauf, wieder das populistische Lieblingsthema der Gelben als Lied zu plärren und zu trällern: Steuersenkungen!

Da stellt sich gleich die Frage, welche Branche die FDP jetzt wieder bestochen der FDP jetzt wieder gespendet hat und wem die Steuern gesenkt werden sollen. Aber nein, so generell sind die Forderungen total hacke, denn wenn man sich mal überlegt, dass wir gerade die schlimmste Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Hitler hinter uns haben und insgesamt betrachtet so ca. 15% negativen Wirtschaftsaufschwung gehabt haben, dann haben wir trotz der mageren 4% of the Aufschwung noch einen Malus von 11%, aber nur, wenn man so unfassbar falsch rechnet, wie hier gerade geschehen.

Trotzdem: „Die Auftragsbücher sind voll“ ist der Satz, den man überall hört und das bedeutet, dass wir das Geld mit Saus und Braus wieder aus dem Fenster oder wahlweise der Hotelbrongsche in den Rachen werfen. Mit den vollesten Händen der Welt. Die Wirtschaft küppelt also immer noch irgendwo am Boden rum (dramatisch gesprochen), da fordert die Steuersenkungspartei schon Steuersenkungen.

Nicht ganz grundlos, denn die FDP krebst auch so um die 4% herum und bibbert schon um ihren Bundestagseinzug bei der nächsten Wahl, möge sie schnell kommen! Da greift Westerwelle nach jedem populistischen Strohhalm, der sich dem sabbernden Brabbelheini aus Bonn bietet, also Steuern runter!, Steuern runter!, Steuern runter! und auch das schmerzhafte Sparpaket der Regierung, das nur jenen schmerzt, die ohnehin schon Schmerzen, also garnüschts zu spachteln, haben, dieses Paket also, es steht auch schon zur Diskussion. Bei einem Schuldenloch, das selbst Onkel Dagobert nur mit Müh‘ und Not stopfen könnte, ja, da braucht man sich um’s Sparen ja nicht zu kümmern, because of the Aufschwung.

Die FDP knüpft also ihr Schicksal an die Wirtschaftsentwicklung. Die Wirtschaft ging den Bach runter and so did the FDP, aber nu‘ genug geenglischt, denn jetzt, wo die Wirtschaft wieder wächst, denn die Auftragsbücher sind ja voll, wie wir wissen, und kleine Betriebe haben schon ein oder zwei Arbeitssklaven gekauft, um die Bücher wieder zu leeren, soll auch die FDP wieder wachsen. Physisch, nicht psychisch. Versteht sich.

Am Wirtschaftswesen soll FDP genesen. Oder auch in den verdienten Untergang gesogen werden, da wünscht man sich sehnlichst den Zusammenbruch des Kapitalismus her, aber so schnell wird’s dazu leider nicht kommen. Das System wird gestützt von jenen, die von FDP-Steuersenkungen profitieren – und dieser Satz klingt sehr Verschwörungstheorie, also vergessen wir ihn besser. Im Moment gibt’s eh nur ein einziges Land auf diesem runden, blauen Globus, das sich Steuersenkungen erlauben könnte und ein Tipp meinerseits: Es ist nicht die Bundesrepublik Deutschland.

Denn es ist das Reich des Bösen, das Proletarierparadies und der Arbeiterhimmel. Die kommunistische Volksrepublik China. Die zieht nämlich gerade als zweitgrößte Volkswirtschaft an Japan vorbei, nachdem die natürlichen Feinde der FDP uns schon als Exportweltmeister abgehängt haben. Pfff, wer braucht’s schon? Hauptsache Steuersenkungen.

Written by Quax

16. August 2010 at 15:03

Veröffentlicht in Wirtschaft

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